DVGW
     DVGW-RegelwerkNews Nr. 12/09
 
 
 

Regelwerknews Gas

Neuerscheinungen


G 501 Entwurf "Luftgestützte Gasferndetektionsverfahren"
Ausgabe 04/09, EUR 19,43 für DVGW-Mitglieder, EUR 25,90 für Nicht-Mitglieder

Die systematische oberirdische Überprüfung von Gasnetzen auf Leckstellen ist ein Tätigkeitsschwerpunkt der Gasnetzinspektion und erfolgt nach den Vorgaben des DVGW-Arbeitsblattes G 465-1 "Überprüfen von Gasrohrnetzen mit einem Betriebsdruck bis 4 bar". Als Geräte für das oberirdische Abspüren sind Gasspürgeräte einzusetzen, die den Anforderungen des DVGW-Arbeitsblattes G 465-4 "Gasspür- und Gaskonzentrationsmessgeräte für die Überprüfung von Gasanlagen" entsprechen. Das Abspüren des Gasnetzes erfolgt durch die Begehung der Trasse bei gleichzeitiger Absaugung der Bodenluft mittels Teppich- oder Glockensonde.

 
Neben den traditionellen Messverfahren, basierend auf dem Halbleitersensor und dem Flammenionisationsdetektor, ist die in den letzten Jahren immer weiter entwickelte laserbasierte Detektion von Methan. Durch den DVGW-Projektkreis "Gasferndetektionsverfahren" wurden verschiedene luftgestützte Gasferndetektionsverfahren hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit analysiert. Das zurzeit empfindlichste luftgestützte System wurde darüber hinaus mit den traditionellen Messsystemen verglichen. Im Ergebnis der Arbeit ist festzustellen, dass für die durchgeführten praxisnahen Tests das untersuchte Gasferndetektionssystem auch kleinste Methankonzentrationen ab 150 l/h sicher detektiert. Der aktuelle technische Stand von luftgestützten Gasferndetektionsverfahren führt zu dem Schluss, dass für die oberirdische Überprüfung von Gashochdruckleitungen innerhalb und außerhalb der Bebauung diese grundsätzlich geeignet sind. Das Technische Komitee "Gastransportleitungen" hat dementsprechend beschlossen, Anforderungen an diese Verfahren in einem DVGW-Merkblatt zu formulieren und die luftgestützten Gasferndetektionsverfahren, die den Anforderungen dieses DVGW-Merkblattes entsprechen, für die Überprüfung von Gastransportleitungen mit einem Betriebsdruck ab 16 bar zuzulassen.
 
Das vorliegende DVGW-Merkblatt G 501 "Luftgestützte Gasferndetektionsverfahren" legt Anforderungen und Prüfkriterien für Gasferndetektionsverfahren fest, die in Hubschraubern oder Flugzeugen integriert sind und der oberirdischen Überprüfung von erdverlegten Gastransportleitungen sowohl innerhalb als auch außerhalb bebauter Gebiete dienen. Tragbare Handmessgeräte oder mit Kraftfahrzeugen kombinierte Verfahren werden nicht behandelt, da sie auf Grund ihres flachen Beobachtungswinkels zur Oberfläche gegenüber der Detektion aus der Luft geänderten Anforderungskriterien unterliegen. Gleiches gilt für kontinuierlich emittierende Lasersysteme. Dementsprechend betrifft dieses Merkblatt ausschließlich aktive optische Systeme ‑ also solche, die mit gepulsten Lasern nach dem DAS-LIDAR-Verfahren bzw. dem DIAL-Verfahren entsprechend VDI-Richtlinie 4210 arbeiten.
 
Bei den mittels Gasferndetektion aufzuspürenden Gasen handelt es sich um die im DVGW-Arbeitsblatt G 260 aufgelisteten Gase der 2. Gasfamilie, deren Hauptbestandteil Methan ist. Die in diesem Merkblatt behandelten Gasferndetektionsverfahren dienen der oberirdischen Dichtheitsüberprüfung. Das Lokalisieren durch Prüfung der Bodenluft erfolgt nach wie vor mittels der im DVGW-Hinweis G 465/3 "Beurteilung von Leckstellen an erdverlegten und freiliegenden Gasleitungen in Gasrohrnetzen" aufgeführten Methoden.
 
Einspruchsfrist: 30.11.2009
 

Zurückziehung


VP 301 "Thermisch auslösende Absperrelemente in Gasinstallationen"
Ausgabe 08/1989

Diese VP wurde ersatzlos zurückgezogen.
 

Regelwerknews Gas/Wasser

DER DVGW INFORMIERT


Der Countdown läuft - noch vier Tage bis zum Jubiläumskongress "150 Jahre DVGW"
Am 22. September 2009 startet die außergewöhnliche Veranstaltung unter dem Motto "Elemente die bewegen". Über 4.000 Teilnehmer aus dem Gas- und Wasserfach sind bereits angemeldet. gat 2009, wat 2010, eine gemeinsame Fachausstellung zu den Themen Gas und Wasser, die 140. ordentliche DVGW-Mitgliederversammlung sowie die festliche Abendveranstaltung sind die Höhepunkte des Kongresses.
 
All jenen, die sich bereits angemeldet haben, wünschen wir eine gute Anreise.
Wer sich noch anmelden möchte, kann dies heute noch gern unter www.150-jahre-dvgw.de  tun.
 
Herzlich Willkommen in Leipzig!
 
Außergewöhnliche Festschrift "150 Jahre DVGW"
Unter dem Motto "Elemente die bewegen. Mensch und Technik im Gas- und Wasserfach" gibt der DVGW ein Buch als Festschrift heraus, das über den Umfang einer normalen Chronik weit hinausgeht. Die Festschrift wird nicht über den Buchhandel erhältlich sein. Sie wird an alle Teilnehmer des Jubliläumskongresses vom 22.-23. September 2009 ausgegeben - Sichern Sie sich Ihr persönliches Exemplar!
 
Weitere Informationen zur Festschrift

Neuerscheinungen


GW 327 Entwurf "Auskleidung von Gas- und Wasserrohrleitungen mit einzuklebenden Gewebeschläuchen"
Ausgabe 10/2009, EUR 19,43 für DVGW-Mitglieder, EUR 25,90 für Nicht-Mitglieder

GW 327 wurde im Projektkreis "Grabenlose Bauweisen" im Auftrag der Technischen Komitees "Gasverteilung", "Gastransportleitungen" und "Planung und Bau von Wasserverteilungsanlagen" erarbeitet. GW 327 bildet zukünftig die Grundlage für die Zertifizierung von Rohrleitungsbauunternehmen nach dem Arbeitsblatt DVGW GW 302 "Qualifikationskriterien an Unternehmen für grabenlose Neulegung und Rehabilitation von nicht in Betrieb befindlichen Rohrleitungen" in der Zusatzgruppe R1.

 
Das Arbeitsblatt DVGW G 478 "Sanierung von Gasrohrleitungen durch Gewebeschlauchrelining - Anforderungen, Gütesicherung und Prüfung" vom August 1998 basierte auf DIN 30658-1 "Mittel zum nachträglichen Abdichten von erdverlegten Gasleitungen - Teil 1: Folienschläuche und Gewebeschläuche zum nachträglichen Abdichten von Gasleitungen, Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfungen".
Februar 2005 erschien die Prüfgrundlage DVGW VP 404 "Rehabilitation von Gas-Hochdruckleitungen mit Gewebeschläuchen im Druckbereich über 4 bar bis 30 bar".

Parallel zu GW 327 wurde der Entwurf der Technischen Prüfgrundlage DVGW W 330 "Einzuklebende Gewebeschläuche für Wasserrohrleitungen" herausgeben (die neue Geschäftsordnung DVGW GW 100 "Tätigkeit der DVGW-Fachgremien und Ausarbeitung des DVGW-Regelwerkes" hat z.T. neue Regelwerksbezeichnungen eingeführt).

 
Auf der Grundlage von DIN 30658-1, VP 404 und W 330 deckt GW 327 im Vergleich zu seinem Vorgänger G 478 einen erheblich erweiterten Anwendungsbereich für einzuklebende Gewebeschläuche ab. Andere (etwa mit Zusatzmaterialien, z.B. einem gesonderten Filz) einzuklebende sowie nicht einzuklebende Systeme werden hier nicht berücksichtigt. Insofern ist sorgfältig zu prüfen, inwieweit die am Markt angebotenen Systeme tatsächlich unter GW 327 fallen.
 
GW 327 behandelt ausführlich die verfahrensspezifischen Aspekte der Auskleidung mit einzuklebenden Gewebeschläuchen, dazu zählen u.a.:
  • Anwendungshinweise für den Planer (einschließlich detaillierter Voraussetzungen für die Erzielung einer gesicherten Weiternutzungsdauer von mindestens 50 Jahren gemäß dem Anspruch des Arbeitsblattes DVGW W 400-1 "Technische Regeln Wasserverteilungsanlagen (TRWV) - Teil 1: Planung", insbesondere eine hinreichende statische Tragfestigkeit der Altrohrleitung)
  • Vorbereitung der Altrohrleitung (einschließlich Reinigung und Inspektion), Vorbereitung von Gewebeschlauch und Klebstoff vor der Auskleidung (einschließlich Transport, Lagerung und Prüfung), Durchführung der Auskleidung (mit anschließender Prüfung und Inspektion)
  • Randbedingungen (Anschlüsse, Abzweige, Netzeinbindung, Armaturen und Formstücke), Arbeitsmittel (einschließlich Prüf-, Mess- und Regeleinrichtungen), schriftliche Festlegungen für das Personal (einschließlich Anweisungen) und Abschlussdokumentation (einschließlich Musterprotokolle)
 
Einspruchsfrist: 31.01.2010
 

DER DVGW INFORMIERT


Interaktives Verzeichnis historischer Anlagen der Gas- und Wasserwirtschaft startet - Ihre Mithilfe ist gefragt!
 
Anlässlich seines 150-jährigen Jubliläums startet der DVGW ein interaktives Verzeichnis historischer Anlagen der Gas- und Wasserwirtschaft:
  • Technische Anlagen, z.B. Fassungsanlagen, Wasserwerke, Wasserkraftanlagen, Wassertürme, Förderanlagen, Badehäuser/Schwimmbäder, Gaswerke, Gasbehälter
  • Museen und Informationszentren von Stadtwerken
  • interessante Internet-Quellen (Webressourcen)
Wenn Ihr Unternehmen ebenfalls über historisch interessante technische Anlagen oder über ein Museum verfügt, bitten wir um Ergänzung Ihrer Anlagen durch Ausfüllen eines einfachen Webformulars im Verzeichnis. Tragen Sie dazu bei, dass die Geschichte des Gas- und Wasserfaches lebendig und anschaulich bleibt!
 
Das Verzeichnis mit den ersten fünfzig Einträgen sowie viele weitere historische Informationen finden Sie im Internet unter www.dvgw-geschichte.de.

Regelwerknews Wasser

Neuerscheinungen


W 221-2 Entwurf "Rückstände und Nebenprodukte aus Wasseraufbereitungsanlagen - Teil 2: Behandlung"
Ausgabe 08/09, EUR 26,06 für DVGW-Mitglieder, EUR 34,74 für Nicht-Mitglieder

Dieses Arbeitsblatt wurde vom Projektkreis "Entsorgung" im Technischen Komitee "Wasseraufbereitungsverfahren" überarbeitet. Es gilt für die Behandlung von Rückständen aus der Wasseraufbereitung. Es dient hierbei als Grundlage für die Ermittlung einheitlicher relevanter Parameter und Ausgangsdaten und gibt einen Überblick über allgemeine Behandlungsziele und möglicher anwendungsbereiter Behandlungsverfahren. Der Ermittlung der Ausgangsdaten und der daraus resultierenden Formulierung von Lösungsansätzen wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet, um bereits in der Vorplanungsphase ausreichende Entscheidungsgrundlagen zu haben.

 
Die komplette Überarbeitung des Arbeitsblattes aus dem Jahr 2000 ist die Antwort auf maßgeblich geänderte Rahmenbedingungen und die Weiterentwicklung der verfügbaren Technik.
 
Das Arbeitsblatt steht in engem Zusammenhang mit den DVGW-Arbeitsblättern W 221-1 "Rückstände und Nebenprodukte aus Wasseraufbereitungsanlagen; Teil 1: Grundsätze und Planungsgrundlagen" und W 221-3 "Rückstände und Nebenprodukte aus Wasseraufbereitungsanlagen; Teil 3: Vermeidung, Verwertung und Beseitigung" sowie dem DVGW-Merkblatt W 222 "Einleiten und Einbringen von Rückständen aus Anlagen der Wasserversorgung in Abwasseranlagen". Die Teile 1 und 3 des W 221 befinden Sich ebenfalls in Überarbeitung. Da der Verwertung von Rückständen immer mehr Bedeutung zukommt wird zurzeit ein Teil 4 erarbeitet, der sich mit der Nutzung von schlammhaltigen Wässern aus der Trinkwasseraufbereitung befasst.
 
Einspruchsfrist: 13.11.2009
 

W 330 Entwurf "Einzuklebende Gewebeschläuche für Wasserrohrleitungen"
Ausgabe 10/09, EUR 15,07 für DVGW-Mitglieder, EUR 20,09 für Nicht-Mitglieder

Eine definierte hohe Qualität kann zuverlässig nur bei guter Planung, Vorbereitung, Ausführung und Überwachung erzielt werden. Diese Einsicht ist zwar theoretisch, praktisch aber insbesondere bei mit Gewebeschläuchen ausgekleideten Rohrleitungen alles andere als selbstverständlich. Sie bietet den Schlüssel zum Verständnis der längeren Entwicklung von W 330 wie auch des parallel herausgegebenen Entwurfs des Arbeitsblattes GW 327.

 
W 330 wurde vom DVGW-Projektkreis "Grabenlose Bauweisen" im Auftrag des Technischen Komitees "Bauteile Wasserversorgungssysteme" des DVGW erarbeitet. W 330 dient als Grundlage für die Zertifizierung und Vergabe des DVGW-Zertifizierungszeichens für einzuklebende Gewebeschläuche zur nachträglichen Auskleidung von Wasserrohrleitungen.
 
W 330 basiert weitestgehend auf der DIN 30658-1 "Mittel zum nachträglichen Abdichten von erdverlegten Gasleitungen - Teil 1: Folienschläuche und Gewebeschläuche zum nachträglichen Abdichten von Gasleitungen, Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfungen" bzw. auf der die DIN 30658-1 ergänzende Prüfgrundlage DVGW VP 404 "Rehabilitation von Gas-Hochdruckleitungen mit Gewebeschläuchen im Druckbereich über 4 bar bis 30 bar".
 
W 330 ist nur unter Rückgriff auf die DIN 30658-1 bzw. die VP 404 zu verstehen und anzuwenden. W 321 beschränkt sich also in ihren weitergehenden Anforderungen auf die besonderen Aspekte der Wasserversorgung: Unterdruckbeständigkeit, Mikrobiologie, Trinkwasserhygiene, Kennzeichnung.
 
W 330 unterscheidet entsprechend der jeweiligen Basis (DIN 30658-1 bzw. VP 404) nach Drücken bis 10 bar bzw. über 10 bar bis 40 bar. Sie bildet die Voraussetzung für die wasserseitige Erweiterung des bisherigen Arbeitsblattes DVGW G 478 zum neuen Arbeitsblatt DVGW GW 327.

Einspruchsfrist: 31.01.2010

 
 

VP 657 "Auslaufventile mit Schlauchanschluss und Sicherungskombination HD in Sonderbauform; Anforderungen und Prüfungen"
Ausgabe 08/09, EUR 15,07 für DVGW-Mitglieder, EUR 20,09 für Nicht-Mitglieder

Diese Prüfgrundlage wurde vom DVGW-PK 3.5.1 Armaturen erarbeitet. Die Prüfgrundlage VP 657 legt die Anforderungen und Prüfungen für eine mögliche Zertifizierung von Auslaufventilen mit Schlauchanschluss und Sicherungskombination in Sonderbauform für den Einsatz in Trinkwasser-Installationen fest.

Ausgehend von den Regelwerken DIN 1988 "Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen (TRWI); Allgemeines; Technische Regel des DVGW" und DIN EN 1717 "Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen in Trinkwasser-Installationen und allgemeine Anforderungen an Sicherheitseinrichtungen zur Verhütung von Trinkwasserverunreinigungen durch Rückfließen - Technische Regel des DVGW" soll die Armatur die Gebrauchstauglichkeit und Sicherheit der Trinkwasserentnahmestelle im Innenbereich innerhalb der Trinkwasser-Installation gewähren.
Es ist zu beachten, dass sich die hier geprüften Auslaufventile deutlich von denen in der DIN 3509 beschriebenen Ventilen unterscheiden, um Verwechslungen auszuschließen. Andernfalls ist nach DIN 3509 zu prüfen.
 
 

Alle Preise sind Netto-Preise. Sie können die Regelwerke über ein Formular auf der DVGW-Homepage bestellen oder per Mail an: info(at)wvgw.de.
 
Mit freundlichen Grüßen
DVGW-Hauptgeschäftsführung
 
http://www.dvgw.de



 
 
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