DVGW-Studienpreis Gas 2009 verliehen
Die Master-Arbeit von Amjad Moussa befasst sich mit der Untersuchung der Wirtschaftlichkeit einer Sammelleitung zur Einspeisung von Biogas in das Gasnetz. Er definiert mögliche Szenarien für den Anschluss von Biogasanlagen und die Aufstellung eines Berechnungsschemas für die Wirtschaftlichkeit aller Prozessabschnitte. Die entwickelten Lösungen helfen den Betreibern der einzelnen Prozessabschnitte, ihre Wirtschaftlichkeit zu bestimmen und auch im Zusammenhang mit der gesamten Prozesskette einzuordnen.
Dominik Höhner zog in seiner Arbeit einen technisch-wirtschaftlichen Vergleich des Seetransports von komprimiertem Erdgas (CNG) zum konventionellen Seetransport von Erdgas in flüssiger Form. Der CNG-Schiffs-transport als zukünftige Option zu Gaspipeline und LNG wird energetisch und wirtschaftlich bewertet. Die Arbeit bildet eine solide Grundlage für Life-Cycle-Analysen der Gasversorgung, d.h., Energie-, Emissions- und Kostenbetrachtung der gesamten Gasversorgungsketten.
Die DVGW-Studienpreise Gas und Wasser wird jährlich zur Förderung des Nachwuchses im Energie- und Wasserfach für herausragende Diplom-, Master- oder Bachelor-Arbeiten verliehen. Teilnahmeberechtigt sind Absolventen von Berufsakademien, Fachhochschulen, Universitäten und Technischen Hochschulen.
DVGW-Studienpreis Gas 2008 verliehen
Im Eröffnungsblock der gat hat der DVGW den Studienpreis Gas an drei Nachwuchswissenschaftler verliehen:
Fanny Förster hat in ihrer Diplomarbeit bestehende Heizungssysteme bezüglich ihrer Ökoeffizienz umfassend analysiert. Sie hat eine Reihe von Wärmeerzeugungssystemen im Hinblick auf Energie- und Ressourcenverbrauch sowie zusätzliche Parameter wie Flächennutzung verglichen. Dabei konnte die Wettbewerbsfähigkeit des Energieträgers Erdgas klar nachgewiesen werden. Erdgas stellt in dem betrachteten Untersuchungsumfang sogar den ökoeffizientesten Primärenergieträger dar. Die Ergebnisse der Diplomarbeit geben für die weitere Marktanalyse von Heizsystemen wertvolle Anregungen.
Piet Hensel hat in seiner Diplomarbeit die Möglichkeiten zur Optimierung klein- und großstädtischer Versorgungsnetze untersucht. Ziel war, durch die Verschlankung von Rohrnetzen Einsparpotenziale zu identifizieren. Hensel entwickelte hierzu verbesserte Software-Verfahren. Sie helfen Netzbetreibern, ihre Kosten zu senken und langfristig den Anforderungen der Anreizregulierung zu genügen.
Die Diplomarbeit von Steffen Heuer befasst sich mit der wissenschaftlichen und technischen Analyse von Gasverdichtern bei der Biogaseinspeisung – ein Thema, das in jüngster Zeit große Aktualität erlangt hat. Denn die Gasnetzbetreiber sind aufgefordert, vorrangig Biogasaufbereitungsanlagen an ihr Gasnetz anzuschließen. Für die Aufbereitung und Einspeisung von Biogas muss dieses meistens auf Drücke von 5 bis 10 bar verdichtet werden. In seiner Arbeit stellt Heuer einen Vergleich der auf dem Markt befindlichen Kompressoren an. Er gibt darin wesentliche Orientierungshilfen bei der Auswahl des geeigneten Verdichters.
Der DVGW-Studienpreis Gas wird jährlich zur Förderung des Nachwuchses im Energie- und Wasserfach für herausragende Diplom-, Master- oder Bachelor-Arbeiten verliehen. Teilnahmeberechtigt sind Absolventen von Berufsakademien, Fachhochschulen, Universitäten und Technischen Hochschulen.
DVGW-Studienpreis Gas 2007 verliehen
Im Rahmen des größten gasfachlichen Branchentreffens, der gat 2007 am 13. und 14. November 2007 in Karlsruhe, hat der DVGW den Studienpreis Gas an drei Nachwuchswissenschaftler verliehen.
Die Diplom-Arbeit von Susanne Jäschke befasst sich mit der Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität mit dem Ziel der Einspeisung ins Erdgasnetz. Vor dem Hintergrund, dass heute bekannte Technologien nur sehr begrenzte Möglichkeiten der Optimierung bieten, stieß Frau Jäschke bei der Suche nach Alternativen auf das Membrantrennverfahren. Sie führte Betrachtungen mit neuartigen Membranen durch. Dabei weist sie nach, dass Gasqualitäten mit über 95 Prozent Methan erreichbar sind – ein richtungweisendes Ergebnis, sollte es sich in der Praxis bewähren.
Lisa Kemper entwickelte in ihrer Diplom-Arbeit ein EDV-Modell zur Kalkulation der Gasnetzzugangsentgelte auf der Basis des Netzpartizipationsmodells. Da die Gasnetzbetreiber nach diesem Modell ihre Abrechnungsmethodik umstellen müssen, leistet diese Arbeit einen wichtigen Beitrag im liberalisierten Gasmarkt.
Markus Nawrot entwickelte in seiner Diplomarbeit ein Modell zur optimalen Anzahl und Anordnung von Schiebern in Gasnetzen. Anhand eines Rechenmodells simulierte er verschiedene Versorgungsnetze – Strahlennetz, Ringnetz und vermaschtes Netz - und konnte so passende Lösungen für diese Netztopologien ermitteln.
Der DVGW-Studienpreis Gas wird jährlich zur Förderung des Nachwuchses im Energie- und Wasserfach für herausragende Diplom-, Master- oder Bachelor-Arbeiten verliehen. Teilnahmeberechtigt sind Absolventen von Berufsakademien, Fachhochschulen, Universitäten und Technischen Hochschulen.
DVGW-Studienpreis Gas 2006 verliehen
Im Rahmen des größten gasfachlichen Branchentreffens, der gat 2006 am 21. und 22. November 2006 in Essen, hat der DVGW den Studienpreis Gas an drei Nachwuchswissenschafter verliehen.
Mladen Terzic entwickelte eine Software zur Zusammenführung von Dokumentinhalten für Planfeststellungsverfahren. Mit diesem Programm ist es möglich, verschiedenste Dokumente sicherer, schneller und preiswerter als bisher zu verlinken, und so ein vereinfachtes Verfahren für die Erstellung von Planungsunterlagen zu entwickeln. Damit können Leitungsbauprojekte einfacher durchgeführt werden. Mladen Terzic überzeugte durch seine sachliche anspruchsvolle und auch für interessierte Laien verständliche Bearbeitung der Aufgabenstellung.
Siegfried Dinges widmete seine Diplomarbeit der Berechnung physikalischer Stoffgrößen von Erdgasen. Er entwickelte hierzu eine Software, die die Berechnungsmöglichkeiten solcher Größen vereinfacht und sicherer macht. Sein Programm setzt auf anerkannte Standards und lässt sich intuitiv bedienen. Es eignet sich damit als Referenzprogramm für ähnliche Aufgabenstellungen. Die Arbeit von Siegfried Dinges leistet einen wichtigen Beitrag in der aktuellen Diskussion zum Einspeisen zusätzlicher Gasmengen wie etwa Biogas.
Tim Schumacher testete eine neue Generation von gasmotorisch betriebenen Wärmepumpen, die den Kühl- und Heizbetrieb eines Gebäudes mit einer Anlage erlaubt. Er kam zu dem Ergebnis, dass sich diese Geräte als ausgereifte, störungsfrei arbeitende Alternative zu den konventionellen Klimaanlagen empfehlen. Insbesondere dann sind sie eine sinnvolle Alternative, wenn mit Stromengpässen zu rechnen ist oder die elektrische Anschlussleistung in einem Gebiet für die Gebäudeklimatisierung ausgeschöpft ist. Der gleichzeitige Einsatz der Wärmepumpentechnologie ermöglicht eine hocheffiziente Anwendung der Primärenergie Erdgas. Herr Schumacher hat eine fundierte Analyse der komplexen Anlagetechnik geliefert und Optimierungsansätze erarbeitet, die auch von der geräteanbietenden Industrie mit großem Interesse zur Kenntnis genommen wurden.
Der DVGW-Studienpreis Gas wird jährlich zur Förderung des Nachwuchses im Gas- und Wasserfach für herausragende Diplom-, Master- oder Bachelor-Arbeiten verliehen, die an Fachhochschulen, Universitäten oder Technischen Hochschulen erstellt wurden.




