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DVGW-Studienpreis Wasser

DVGW-Studienpreis Wasser 2011 verliehen

Dr.-Ing. Bernhard Hörsgen (r.) und Dr.-Ing. Walter Thielen mit den diesjährigen Studienpreisträgern Wasser: v.l.n.r. Juliane Bräcker, Stefan Orlik und Jutta Plückers. Quelle: Christian Kruppa.

Im Rahmen der wat+WASSER BERLIN INTERNATIONAL vom 2. bis 5. Mai 2011 hat der DVGW den Studienpreis Wasser an drei junge Absolventen verliehen.

Jutta Plückers zeigt in ihrer an der Technischen Universität Hamburg-Harburg erstellten Diplomarbeit auf, wie im Betrieb und in der Planung von Wasserversorgungsunternehmen der Energieverbrauch systematisch minimiert werden kann. Sie hat für vorgegebene Randbedingungen am Beispiel eines Grundwasserwerkes eine energieoptimierte Wasserversorgung geplant und mit der bestehenden Wasserversorgung verglichen. Als besonderes Einsparpotenzial identifizierte sie die Wassergewinnung und -förderung neben weiteren Bereichen, die noch ein großes Potenzial zur Senkung des Stromverbrauchs aufweisen. Viele ihrer Anregungen wurden von dem betrachteten WVU bereits erfolgreich umgesetzt.

Schwerpunkt der an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) von Stefan Orlik erstellten Bachelorarbeit ist die Darstellung des Kenntnisstands zur Charakterisierung von im Trinkwasser enthaltenen Partikeln, die zur Bildung von Ablagerungen führen können. Im praktischen Teil seiner Arbeit charakterisierte Stefan Orlik die mit dem Trinkwasser transportierten Partikel durch eigene Untersuchungen. Dieser Teil mündet in einen Vergleich der verschiedenen Untersuchungsmethoden. Die Arbeit liefert Ansatzpunkte für die Weiterführung von erforderlichen Untersuchungen.

Die Masterarbeit von Juliane Bräcker ist Teilprojekt eines BMBF-Verbundprojektes, das die Entwicklung eines Online-Analysesystems zum schnellen Nachweis von Mikro-organismen aus wässrigen Matrices zum Ziel hat. Da bestimmte Mikroorganismen meist nur in geringen Kon-zentrationen z.B. im Oberflächenwasser vorkommen, bedarf es eines Konzentrationsschrittes, der idealerweise eine reproduzierbar hohe Wiederfindungsrate der gesuchten Mikroorganismen ermöglicht. Juliane Bräcker leistet mit ihrer an der Universität Duisburg-Essen erstellten Arbeit einen wichtigen Beitrag zu einer schnellen, gut funktionierenden Anreicherung und einer möglichst vollständigen Wiederfindung. Die beschriebenen Filtrationsverfahren können eine effektive Anreicherung der Zielorganismen ermöglichen.

DVGW-Studienpreis Wasser 2009 verliehen

Verleihung Studienpreise Wasser 2009
DVGW-Präsident Dr. Bernhard Hörsgen überreichte den diesjährigen Studienpreisträgern Gas und Wasser, Amjad Moussa, Uwe Kunkel, Dominik Höhner und Holger Lutze (v. l.), im Rahmen des Jubiläumskongresses ihre Urkunden, Quelle: engelke picture

Im Rahmen seines Jubiläumskongresses "150 Jahre DVGW" am 22./23. September 2009 in Leipzig hat der DVGW seinen Studienpreise Gas und Wasser an Nachwuchswissenschaftler verliehen.

Holger Lutze hat sich in seiner Arbeit mit den Möglichkeiten der Optimierung der Eliminierung von Geruchs- und Geschmacksstoffen aus dem Rohwasser durch den Einsatz neuer innovativer Verfahren befasst. Die Ergebnisse sind für die Aufbereitung von Oberflächenwasser von besonderem Interesse. Für Wasseraufbereitungsanlagen, in denen eine Ozonung für die Oxidation von Geruchs- und Geschmacksstoffen genutzt wird, werden dadurch Möglichkeiten zur Optimierung aufgezeigt. Zudem können die Ergebnisse für die Auslegung von Neuanlagen genutzt werden.

Uwe Kunkel untersuchte das Verhalten von verschiedenen für die Wasserwirtschaft relevanten Arzneimittelrückständen in Fließgewässern. Er sich mit der Wechselwirkung zwischen Oberflächenwasser und den Sedimenten in Abhängigkeit von verschiedenen Parametern des Fließgewässers. Die Ergebnisse sind für die Wasserwirtschaft von besonderer Relevanz, da der natürliche Abbau der Arzneimittel im Vordergrund stand.

Die DVGW-Studienpreise Gas und Wasser wird jährlich zur Förderung des Nachwuchses im Energie- und Wasserfach für herausragende Diplom-, Master- oder Bachelor-Arbeiten verliehen. Teilnahmeberechtigt sind Absolventen von Berufsakademien, Fachhochschulen, Universitäten und Technischen Hochschulen.

DVGW Studienpreis Wasser 2008 verliehen

Im Rahmen des größten wasserfachlichen Branchentreffens, der wat 2008 am 22. und 23. Januar 2008 in Augsburg, hat der DVGW den Studienpreis Wasser an zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen verliehen.

Saskia Patricia Danhel behandelte ein aktuelles Thema aus der Wasseraufbereitung: die Sicherstellung der mikrobiologischen Qualität des Wassers im Hinblick auf mögliche Belastungen durch Viren. Es gelang ihr, eine bestehende Ozonung dahingehend zu optimieren, um Viren nachhaltig eliminieren zu können. Sie leistete somit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Aufbereitungstechnologie. Die Arbeit wurde an der Fachhochschule Furtwangen angefertigt.

Claudia Zawadsky befasste sich mit einem Thema aus dem Bereich des Ressourcenschutzes und der Altlastensanierung. Es ging in ihrer Diplomarbeit um die Beseitigung von Teerölkontaminationen im Grundwasser, wie sie zum Beispiel beim Rückbau von Industrieanlagen vorkommen. Die Idee: Durch Die Zugabe von Luftsauerstoff in den Grundwasserkörper wird ein biologischer Abbau der Teerölkontaminationen stimuliert  - im Sinne einer „In-Situ-Sanierung“. Die Diplomarbeit brachte weitergehende Erkenntnisse über die mikrobiologischen Prozesse sowie einen Vorschlag zur Verfahrenstechnik hervor.

DVGW-Studienpreis Wasser 2006 verliehen

Im Rahmen des größten wasserfachlichen Branchentreffens, der wat 2006 am 4. und 5. April 2006 in Berlin, hat der DVGW den Studienpreis Wasser in Höhe von je 2.500 Euro an drei Nachwuchswissenschaftler verliehen:

Studienpreis staben

Nadine Staben beschäftigte sich mit einer Ultrafiltrationsanlage zur Trinkwasseraufbereitung eines Karstquellwassers. Die Ultrafiltation setzt sich in der Trinkwasserversorgung mehr und mehr durch. Die Diplomarbeit zeigt, dass die Ultrafiltrationstechnik bei diesen Wässern einsetzbar ist und auch zur Abreinigung von Trübstoffen geeignet ist. Die Diplomarbeit umfasste auch eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

 

 

Studienpreis schimmelpfennig

 Die Diplomarbeit von Sebastian Schimmelpfennig "Untersuchungen zur Uranadsorption an Metalloxiden" erhält ihre besondere Bedeutung vor dem Hintergrund der neuen Trinkwasserverordnung. Die Arbeit stellt wesentliche Zusammenhänge für das Verständnis der Adsorption von Uran an Metalloxiden dar - ein wichtiges Thema insbesondere für Grundwasserversorger mit entsprechenden geologischen Gegebenheiten in ihrem Einzugsgebiet. Aus den Ergebnissen leiten sich Konsequenzen für die Wasseraufbereitung beziehungsweise auf Festbettfiltertechniken ab.

 

 

Sascha Paulus entwickelte in seiner Diplomarbeit eine Software zur Dimensionierung von Trinkwassererwärmern für frei wählbare Bedarfsprofile. Er schließt damit eine Lücke in den bestehenden technischen Vorschriften. Insbesondere bei Großanlagen war man bislang stark auf Erfahrungswerte angewiesen. Dies führte häufig zu Überdimensionierungen, die jedoch aus Gründen der Energie-Effizienz und der Hygiene unbedingt zu vermeiden sind. Die Diplomarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur idealen Auslegung von Trinkwassererwärmungsanlagen.

Ihre Ansprechpartnerin

Dipl.-Verw. Wiss. Nadine Kietzke

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