Status:
Springe zu Navigation | Suche | Inhalt | Seitenfuß

Schaden- und Unfallstatistik

Neu - Wichtige Änderungen bei der Erfassung von Struktur- und Schadensmeldungen Gas und Wasser

Gründe für die Erfassung von Bestands- und Ereignisdaten

  • belastbare und repräsentative Bestands- und Ereignisdaten der Gas- und Wasserinfrastrukturen sind unerlässlich für eine nachhaltige Setzung von technischen Regeln
  • speziell für die Gasversorgung muss der DVGW über Schaden- und Unfallereignisse im Dialog mit den Behörden auskunftsfähig sein 
  • auf Empfehlung des Bund-Länder-Ausschusses „Gaswirtschaft“ wurde die Schaden- und Unfallstatistik des DVGW auch gasseitig in den Status einer technischen Regel im Sinne des §49 EnWG überführt
  • damit wird die energierechtliche Bedeutung zur verbindlichen Beteiligung an der Datenerhebung verdeutlicht 
  • die Struktur- und Schadenserfassung ist nun in den DVGW-Regelwerken W 402 und neu: G 410 geregelt 
  • ab Februar 2012 Umstellung auf neue Datenbasis: nur noch webbasiert 
  • Weitere Details siehe DVGW-rundschreiben GW 04/2011 

Vorteile für die Unternehmen 

  • Gesamte Gas- und Wasserinfrastruktur kann betriebsübergreifend betrachtet werden 
  • Trends bei der Schaden- und unfallentwicklung können durch regelmäßige Berichte des DVGW frühzeitig erkannt und bewertet werden
  • durch vollständige Beteiligung repräsentative aussagekraft gegenüber Öffentlichkeit, Politik und Behörden 
  • DVGW stellt den Unternehmen ein webbasiertes Eingabetool zur Verfügung 
  • DVGW definiert eine XML-Schnittstelle für die Weiterverwendung in vorhandene unternehmensinterne Datenbanksysteme
  • Neues Eingabetool ist gleichzeitig nutzbar für die Datenmeldungen nach § 52 EnWG an die Bundesnetzagentur

Weiterentwicklung des Kennzahlensytems und des sicherheitsrelevanten Berichtswesens für die Gasversorgung.

Die Schaden- und Unfallerfassung wird seit 1981 vom DVGW für das Gasfach geführt. Gasversorgungsunternehmen können sich die Formulare zur Schnellmeldung eines Gasunfalls oder Gasschadens, bei dem eine größere Menge Erdgases unkontrolliert ausgetreten ist, unten auf dieser Seite herunterladen.

Mittlerweile wurde die Datenabfrage zur Schaden- und Unfallstatistik auf Empfehlung des Bund-Länder-Ausschusses „Gaswirtschaft“ in eine technische Regel überführt. Das derzeit als Entwurfsveröffentlichung vorliegende DVGW-Arbeitsblatt G 410 „Bestands- und Ereignisdatenerfassung Gas“ (Stand: Juli 2011) bildet die Grundlage für die neue Datenerfassungsstruktur. 

Die in diesem Arbeitsblatt beschriebenen Datenerfassungskriterien ersetzen die bisherigen Datenabfragekriterien der Schaden- und Unfallstatistik Gas des DVGW. Die neue Statistik wird folgende Datenabfragekriterien umfassen:

  • Bestandsdaten für Gasleitungen, Hausanschlüsse und gastechnische Anlagen
  • Ereignisdaten für Gasleitungen, Hausanschlüsse, gastechnische Anlagen und Kundenanlagen der häuslichen und gewerblichen Gasverwendung
  • Gasgeruchsmeldungen
  • Meldungen zu Versorgungsunterbrechungen nach EnWG 

Weitere Informationen zu den neuen Datenerfassungskriterien finden Sie unter: 

 Weiterentwicklung des Kennzahlensytems und des sicherheitsrelevanten Berichtswesens für die Gasversorgung.  (PDF, 599 KB)

Frank Dietzsch, aus: DVGW energie | wasser-praxis, Nr. 10/2011

Beteiligung ist Pflicht

Zur Gewährleistung des ganzheitlichen Sicherheitskonzeptes  und der  Technischen Selbstverwaltung ist eine Beteiligung aller Gasversorgungsunternehmen an der Schaden- und Unfallstatistik nicht nur wünschenswert sondern unerlässlich. Darüber hinaus ist durch die Forderung der Energieaufsicht, eine entsprechende Statistik zu führen, die Beteiligung aller Gasversorgungsunternehmen verpflichtend.

Ab Einführung des DVGW-Arbeitsblattes G 410 und der nach § 49 EnWG geltenden Vermutungsregel zur Einhaltung des DVGW-Regelwerkes wird von einer vollumfänglichen Beteiligung der Gasnetzbetreiber an der Statistik ausgegangen.

Hintergrund

Die Dokumentation der Technischen Selbstverwaltung durch die Versorgungswirtschaft wird durch die ständige Aktualisierung des DVGW-Regelwerks unter Beteiligung der Öffentlichkeit dargestellt. Der Staat beschränkt sich dabei auf die Festlegung der sicherheitstechnischen Ziele und überlässt die Detailregelungen den Fachleuten des DVGW, die sich bei ihrer Regelsetzung auf die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis stützen können. Für die Gas- und Wasserwirtschaft bedeutet dies aber auch ein hohes Maß an Eigenverantwortung, verbunden mit einem umfassenden Programm der Umsetzung der Regeln sowie der Kontrolle zur Einhaltung der Sicherheits- und Risikokriterien, mit einem Technischen Sicherheitsmanagement und einer permanenten Schulung – d.h. einem ganzheitlichen Sicherheitskonzept. 

Als Werkzeug zur Kontrolle und Grundlage für aktuelle Diskussionen nimmt eine repräsentative Statistik über Schäden und Unfälle für die Gaswirtschaft eine maßgebliche Rolle ein. An den DVGW wurde diese Aufgabe 1981 durch den Sachverständigenkreis "Sicherheit und Brandbekämpfung" des Bundesministeriums für Forschung und Technologie herangetragen.

Den neuen energierechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Tatsache, dass sich der Assetbestand von Versorgungsunternehmen fortlaufend um neue Anlagentypen erweitert hat, wurden bei der zukünftigen Ausgestaltung der technischen Regelsetzung in angemessener Form berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund sind auch die Bestands- und Ereignisdatenerfassung Gas neu strukturiert worden. 

Gasunfall/Gasschaden-Schnellinformation

Formulare zur Meldung eines Gasunfalles oder eines Gasschadens

weiter

Pflege der Statistik

Hier können Sie (als Beauftragter Ihres Gasversorgungs-Unternehmens) die Formulare der Schaden- und Unfallstatistik online ausfüllen. Die Zugangsdaten hat Ihr Unternehmen erhalten.