11. November 2008
Revision und Erweiterung des Regelwerkes / Forschungsprogramme
Der begonnene Ausbau der großindustriellen Biogaserzeugung, verbunden mit den Vorteilen der Minimierung von Methanverlusten und der Steigerung der Energieeffizienz, wird auch künftig eine erhebliche Aufgabe vor Allem für die Netzbetreiber sein. Die Einspeisung von entsprechend aufbereitetem Biogas bietet einige positive Aspekte:
- Biogas eröffnet auch dem konventionellen Erdgas wieder die Türen in den Neubausektor;
- Die Beimischung im Kraftstoffsektor ermöglicht u.a. der Automobilindustrie die Einhaltung strenger Vorgaben bzgl. des CO2 Flottenausstoßes;
- Nicht zuletzt hilft Biogas dabei, die Umweltfreundlichkeit des Erdgases in der öffentlichen Wahrnehmung zu steigern, obwohl das Image aller fossilen Brennstoffe in den vergangenen Jahren sehr gelitten hat.
Der DVGW arbeitet intensiv an der Revision und Erweiterung seines bestehenden Regelwerkes zum Thema Biogasaufbereitung und –einspeisung. Ziel ist, Richtwerte zu schaffen z.B. für Bio- und Klärgasbestandteile, die bislang unberücksichtigt geblieben sind. Bisher wurden bereits sicherheitstechnische Anforderungen an Anlagen zur Einspeisung von Biogas im Regelwerk festgelegt und ein Sachverständigenwesen zur Prüfung dieser Anlagen eingerichtet. Zudem ist ein Technisches Sicherheits-Management (TSM) für Betreiber von Biogas-Einspeiseanlagen im Aufbau.
In seinen Forschungsprogrammen erarbeitet der DVGW Lösungen für bisher ungeklärte Fragen, zum Beispiel die Schwierigkeiten bei der Einspeisung von Biogas in Untertagespeicher, das Verhalten von Biogasen gegenüber Gasgeräten und Bauteilen der Gasversorgung oder die Auswirkungen eines intensiven Anbaus nachwachsender Rohstoffe (NawaRos) auf den Wasserhaushalt und die Gewässergüte.
