3. Mai 2011

„Mit einem einfachen Kennzahlensystem sorgen wir für eine differenzierte Sicht auf die Wasserversorgung. Damit möchten wir die teilweise sehr einseitige Fokussierung auf vereinfachende Wasserpreisvergleiche aufweiten. Denn neben einem günstigen Preis zählen ebenso das hohe Qualitäts- und Sicherheitsniveau der Wasserversorgung in Deutschland und die Nachhaltigkeit im Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser.“ Die bekräftigte DVGW-Präsident Dr.-Ing. Bernhard Hörsgen auf der wat+WASSER BERLIN INTERNATIONAL am 3. Mai 2011 in Berlin.
Um die Dienstleistung der Wasserversorgung transparenter zu machen, entwickelt der DVGW derzeit ein Kernkennzahlensystem. Zu den fünf Säulen Qualität, Sicherheit, Kundenservice, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit werden jeweils drei bis vier Kernkennzahlen erarbeitet. Damit können sich Öffentlichkeit und Politik anhand einfach nachvollziehbarer und aussagekräftiger Kriterien über die zentralen Leistungsmerkmale der Wasserversorgung informieren.
Das Leitungsnetz stellt den bei weitem höchsten Anlagenwert der Wasserversorgung dar. Die langen technischen Nutzungsdauern und die damit verbundenen Alterungsprozesse erfordern eine vorausschauende strategische Vorgehensweise bei der Instandhaltung. Der DVGW hat hierzu zwei neue Regelwerke erarbeitet. Sie unterstützen Wasserversorger bei der Erhebung qualifizierter Daten und geben Entscheidungshilfen für die Erneuerung von Rohrnetzen.
Der DVGW begrüßt die neue Trinkwasserverordnung. Durch die klare Definition wichtiger Begriffe und die genaue Begriffsverwendung bei der Zuordnung von Rechten und Pflichten ist die Trinkwasserverordnung eindeutiger geworden. Des Weiteren werden wichtige neue Regelungen für den gesundheitlichen Verbraucherschutz eingeführt. Auch der Bezug auf die allgemein anerkannten Regeln der Technik und damit auf das DVGW-Regelwerk wurde jetzt noch stärker herausgearbeitet. Dr. Hörsgen betonte nachdrücklich: „Der DVGW plädiert jetzt für eine rasche Verkündung der Verordnung, um Verunsicherungen für die Gesundheitsämter, die Wasserversorger und den Endverbraucher zu vermeiden“.
Daniel Wosnitzka
