Status:
Springe zu Navigation | Suche | Inhalt | Seitenfuß

30. November 2010

Der DVGW auf der E-World 2011

DVGW gestaltet einen Kongressteil auf der E-World 2011. Schwerpunkt sind die Potenziale des Gases in der neuen Energiewelt.

Im neuen Energiekonzept wird ein klarer Weg hin zu den erneuerbaren Energien und zur deutlichen Erhöhung der Energieeffizienz aufgezeichnet. Hier müssen sich die verschiedenen Energieträger einordnen. Das gilt auch für das Gas. Gas ist ein flexibler Energieträger, mit geringen spezifischen CO2-Emissionen. Aus den neuen Anforderungen ergeben sich auch zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten für das Gas, die in dem Kongress vorgestellt und erörtert werden, und die der DVGW in seiner Innovationsoffensive aktuell untersucht.

Für den Ausbau erneuerbarer Energien und deren Integration in die Energiesysteme werden Technologien zur Energiespeicherung und flexiblen dezentralen Stromerzeugung immer mehr zum Schlüsselfaktor, um die Stromnetze zu stabilisieren. Denn die Natur liefert den aus Solar- und Windenenergie erzeugten Strom auch zu Zeiten geringen Verbrauchs. Bisherige Speichertechnologien wie etwa Batterien oder Pumpspeicherkraftwerke kommen aus Kapazitätsgründen und aufgrund von Standortfaktoren schnell an ihre Grenzen. Und die bestehenden Stromerzeugungskapazitäten sind für den dezentralen und flexiblen Einsatz nicht optimiert.

Ansätze sieht der DVGW in der Nutzung des vorhandenen Erdgasnetzes einschließlich der Speicher für die Speicherung von Wasserstoff aus Regenerativstrom-Überschüssen. Lastspitzen können so geglättet werden. Wasserstoff kann in das bestehende Erdgasnetz eingespeist, transportiert, gespeichert und nachfolgend für eine Vielzahl von Anwendungen genutzt werden. Mittels hochflexibler GuD-Kraftwerke und der Kraft-Wärme-Kopplung kann daraus beispielsweise wiederum Strom produziert werden, wenn zu wenig Wind oder Sonne zur Verfügung stehen. Und Wasserstoff ist nichts Neues: Das sogenannte Stadtgas, in der Bundesrepublik bis in die 1970er, in den neuen Bundesländern teilweise noch bis in die 1990er Jahre im Einsatz, bestand bis zu 50 Prozent aus Wasserstoff.

Schon heute wird Biogas in über 40 Anlagen in das Erdgasnetz eingespeist, und liefert so einen Beitrag zu weiteren CO2-Senkung. Zumischung von Gasen in das Erdgasnetz ist somit eine bestehende Technologie.

Das deutsche Erdgasnetz mit einer Länge von über 400.000 Kilometern mit unterirdischen Speichern für 20 Milliarden Kubikmeter Gas ist schon jetzt ein riesiges und flächendeckendes Transport- und Speichermedium. Es transportiert derzeit ca. 1.000 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Energie pro Jahr in Form von Erd- und Biogas. Hinzu kommt, dass die Kapazitäten der unterirdischen Gasspeicher bis zum Jahr 2020 auf 30 Milliarden Kubikmeter ausgebaut werden sollen.

Gas-Plus-Technologien sind der komplementäre Bestandteil dieses Systems auf der Anwendungsseite. Kurzfristige Leistungsanpassungen im Stromnetz können über die Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht werden. Hocheffiziente motorische Blockheizkraftwerke wie auch Brennstoffzellen bieten sich hier an. Für die Wärmeerzeugung bietet sich die Gasbrennwerttechnik in Kombination mit Solarenergie sowie Gaswärmepumpen an. Sie tragen zur Verbesserung der Energie-Effizienz und damit zum Klimaschutz bei.

Gastechnologien kommt somit in einem zukünftigen Energiesystem eine entscheidende Rolle zu.

Unter dem Titel "Die Zukunft für Gas: Geordneter Rückzug oder Technologische Offensive?" bietet der DVGW auf der E-World 2011 (8.-10.02.2011, Essen) einen mehrstündigen Themenblock mit Vorträgen zur Rolle des Gases in der neuen Energiewelt an. Weitere Informationen unter www.e-world-2011.com.

Ihr Ansprechpartner

Daniel Wosnitzka

Tel. +49 30 79473 664
Fax +49 30 79473 669

wosnitzka(at)dvgw.de


Adresse:
Büro Berlin Robert-Koch-Platz 4
10115 Berlin