31. März 2009
Die Veröffentlichung der DIN EN 806-3 im Juli 2006 hat zur Folge, dass die bestehende DIN 1988-3 „Ermittlung der Rohrdurchmesser“ zurückgezogen bzw. überarbeitet werden muss. Nach der Überarbeitung wird diese als Restnorm DIN 1988-30 erscheinen.
Im Rahmen dieser Überarbeitung werden die Druckverlust verursachenden Einflussgrößen diskutiert und neu bewertet. Insbesondere werden die Druckverluste von Einzelwiderständen betrachtet. In der Berechnung und Dimensionierung von Trinkwasserinstallationen werden die Druckverluste von Fittings über Verlustbeiwerte berücksichtigt. Der Verlustbeiwert (auch als z-Wert bezeichnet) ist ein dimensionsloses Maß und gibt Auskunft über den Strömungswiderstand eines Fittings.
Die in der aktuellen DIN 1988-3 vom Dezember 1988 abgebildeten z-Werte für Formteile (Tab. 27 Verlustbeiwerte) sind veraltet und entsprechen nicht mehr den heute verwendeten modernen Trinkwasserinstallationssystemen. Es ist zu erwarten, dass die z-Werte für bestimmte Systeme von denen der Norm abweichen.
Aus diesem Grund wird im Rahmen der Überarbeitung der DIN 1988-3 eine Messmethode zur Bestimmung der z-Werte erarbeitet, da bislang noch kein normiertes Verfahren für Formteile besteht. Die Arbeiten an der Restnorm
DIN 1988-30 sind schon fortgeschritten, die Veröffentlichung der neuen DIN 1988-30 als Entwurf ist auf das 3. Quartal 2009 geplant.
Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) befasst sich seit Anfang 2008 mit dieser Thematik. In verschiedenen Publikationen wird für Druck- und Temperaturschwankungen während der Wasserentnahme u. a. auch die Verwendung überholter z-Werte als Ursache genannt.
Der SVGW hat in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern eine Messmethode entwickelt, die auf der EN 1267 basiert. Weiterhin hat der SVGW die Hersteller aufgefordert, die z-Werte nach dieser Methode zu bestimmen und diese Werte Anfang 2009 zu veröffentlichen. Die Ermittlung der z-Werte ist ab sofort Bestandteil der SVGW Zertifizierung von Trinkwasser-Installationssystemen.
Das führt nun zu der Situation, dass in den deutschsprachigen Ländern (DE, CH, AT) unterschiedliche z-Werte für die gleichen Systeme existieren. Da die Messmethode des SVGW und die beim DIN erarbeitete Methode zu nicht grundsätzlich unterschiedlichen Werten führen werden, wird den Hersteller empfohlen, die Zeta – Werte zeitnah zu ermitteln.
Der Nachweis der zukünftig normierten Erfassung von z-Werten wird ab 2010 Bestandteil der DVGW Zertifizierung.
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