Im DVGW-Hinweis W 1001 „Sicherheit in der Trinkwasserversorgung - Risikomanagement im Normalbetrieb" werden die Grundsätze für ein risikobasiertes und prozessorientiertes Management zur fortlaufenden, innerbetrieblichen Überprüfung und Optimierung der Versorgungssicherheit im Normalbetrieb dargestellt.
Dabei werden unter „Normalbetrieb" alle Betriebszustände und Prozesse inklusive Störungen in der Wasserversorgung verstanden, die durch die vom Versorger gewählten betriebsgewöhnlichen Mitteln und/oder Organisationsstrukturen beherrschbar sind.
Die Versorgungssicherheit im Sinne des DVGW Hinweis W 1001 umfasst sowohl die Prozess- oder Verfahrenssicherheit (Betriebssicherheit) - im englischen Sprachraum bezeichnet als „safety“ - als auch die Sicherheit vor externen An- oder Eingriffen (Angriffssicherheit) - im englischen Sprachraum bezeichnet als „security“. Daneben wird der Begriff „safety“ vielfach zur Beschreibung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit des Trinkwassers im Sinne von „das Wasser ist sicher („safe“) zu trinken“ verwendet.
Siehe hierzu auch Beitrag von U. Marquardt, M. Langenbach und O. Schmoll (2009), "DVGW Hinweis W 1001: Sicherheit in der Trinkwasserversorgung - Risikomanagement
im Normalbetrieb – safety vs. security ?"
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Auf der Grundlage des DVGW-Arbeitsblattes W 1000 „Anforderungen an die Qualifikation und die Organisation von Trinkwasserversorgern" und den wesentlichen Elementen des von der WHO im Jahr 2004 vorgelegten Water-Safety-Plan-Konzeptes wird eine Methode dargelegt mit der Risiken im Betrieb der Trinkwasserversorgung systematisch ermittelt, bewertet und beherrscht werden können.
Durch die Anwendung dieser Methode wird das auf Grundlage des DVGW W 1000 bestehende Technische Sicherheitsmanagement (TSM) ergänzt. Die im DVGW-Regelwerk beschriebene Vorgehensweise und Ausführung von technischen Verfahren, Abläufen und Prozessen im betrieblichen Alltag werden in diesem Risikomanagementansatz als prinzipiell geprüft (basisvalidiert) angesehen. Das heißt sofern der Wasserversorger Maßnahmen zur Risikobeherrschung ergreifen muss, kann er bei fachgerechter Umsetzung der Technischen Regeln davon ausgehen, dass diese auch geeignet sind.
Aus Sicht des DVGW unterstützt die Methode eines risikobasierten und prozessorientierten Managements die Ziele, die Betriebssicherheit und die Wirtschaftlichkeit eines Versorgungssystems langfristig zu sichern. Spezifische Vorteile aus ihrer Anwendung umfassen neben anderen: