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Dr. Dirk Waider, technischer Vorstand der GELSENWASSER AG und DVGW-Vizepräsident Wasser

08. August 2019

"Wert des Wassers ins Bewußtsein rufen"

DVGW-Vizepräsident Wasser und technischer Vorstand der GELSENWASSER AG Dr. Dirk Waider über den "Wasser-Impuls" des DVGW sowie aktuelle Herausforderungen der Wasserwirtschaft
Dr. Dirk Waider, Technischer Vorstand der GELSENWASSER AG und DVGW-Vizepräsident Wasser; © wvgw/Heike Gruber
Meldung vom 08.08.2019

Die Trinkwasserversorgung im Klimawandel, die Belastung von Grundwasser mit Nitrat, der Zustand der Wasserversorgungsinfrastruktur, unsachgemäße Medikamentenentsorgung – das sind nur einige der Themen, die die Wasserbranche zurzeit bewegen. Über sie hat der DVGW-Vizepräsident Wasser, Dr. Dirk Waider, in einem Interview mit der DVGW energie | wasser-praxis gesprochen. "Den Wert des Wassers wieder stärker ins gesellschaftliche und politische Bewusstsein rufen", ist dabei nicht nur sein Anliegen, sondern auch die Absicht der Initiative "Wasser-Impuls", die der DVGW initiiert hat. Ein Ziel ist der Schulterschluss der maßgeblichen Akteure aus Politik, Landwirtschaft, Industrie und Gesellschaft, um gemeinsam die öffentliche Wasserversorgung in Deutschland zu sichern. "Nur, wenn alle Akteure kooperieren, können wir die Wasserversorgung zukunftsfest aufstellen", betont Waider.

Einer Zusammenarbeit mit den Landwirten kommt auch hinsichtlich der Wasserqualität eine bedeutende Rolle zu. Laut dem aktuellen Nitratbericht der Bundesregierung weisen rund 50% der Grundwasser-Messstellen eine erhöhe Nitratbelastung auf, die sich vor allem aus den Gülle-Ausbringungen der Bauern ergibt. Dazu Waider: "Für uns als Branche ist es in diesem Zusammenhang wichtig, dass die entsprechenden Einträge aus der Landwirtschaft deutlich reduziert werden, denn nur so lassen sich die Vorgaben des Gesetzgebers einhalten. Dies muss zur Not auch mit strengen Sanktionsmechanismen durchgesetzt  werden, und hohe finanzielle Strafen bei Nichtbeachtung dürfen in diesem Zusammenhang kein Tabu sein." Wichtig für das Vorstandsmitglied der Gelsenwasser AG ist auch die konsequente Durchsetzung des Verursacherprinzips, um Klarheit darüber zu bekommen, wer für die erhöhten Wasseraufbereitungskosten aufkommt, wenn Nitrat aus dem Wasser gefiltert werden muss: der Verursacher oder der Verbraucher.

Im Interview zeigte sich Dirk Waider sicher, dass der Klimawandel und seine Folgeerscheinungen schon bald "erhebliche Auswirkungen" auf die Wasserversorgung haben werden. Daher fordert er eine "gesetzliche Verankerung", die den Vorrang der Trinkwasserversorgung vor allen anderen Bedürfnissen zum Beispiel aus der Landwirtschaft oder der Industrie sichert.

Das ganze Interview lesen:

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