Meldung vom 19.05.2022

Viel zu wenig Niederschläge und hochsommerliche Temperaturen bereits im Mai: Die Folgen des Klimawandels sind immer stärker spürbar – auch in diesem Jahr. Was dies für die Wasserwirtschaft hierzulande bedeutet und welche Herausforderungen sie meistern muss, um die Versorgung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser in ausreichender Menge in diesen Zeiten sicherzustellen, war Thema eines online durchgeführten DVGW-Pressegespräches mit Redaktionen von regionalen und überregionalen Tages- und Fachmedien.  

In den zurückliegenden heißen und trockenen Jahren 2018 bis 2020 bewies die Wasserversorgung eine hohe Resilienz. Nur in Einzelfällen kam es punktuell und regional zu Engpässen. Im Zeichen der zu erwartenden Klimaveränderungen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten gerät das Trinkwasser jedoch in Menge und Qualität immer stärker unter Druck. Bereits heute müssen die notwendigen Weichenstellungen eingeleitet werden. Für DVGW-Vorstand Wolf Merkel sind dies zum Beispiel die konsequente Durchsetzung des Vorrangs der öffentlichen Wasserversorgung, die Flexibilisierung von Entnahmerechten durch einen Klimawandelzuschlag sowie Verbesserungen des Gewässerschutzes zum Beispiel durch eine konsequente Nitratpolitik. 

Aus Sicht des DVGW als Stimme des Wassers für technisch-wissenschaftliche Lösungswege kann die Sicherung der Trinkwasserversorgung künftig nur im Schulterschluss mit den politisch Verantwortlichen gelingen. Dazu zählt auch, den Wert des Wassers in der Öffentlichkeit zu steigern – als unverzichtbares Element unseres Daseins und Grundlage für Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt. Die dafür notwendige öffentliche Debatte setzt der DVGW weiter fort: beim Online-Forum „Auswirkungen des Klimawandels auf das Wasserdargebots Deutschlands – Überblick zu aktuellen Entwicklungen“ am 15. Juni 2022.

Ihre Ansprechpartnerin
Sabine Wächter
Hauptgeschäftsstelle / Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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