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24. Juli 2019

Erfolge für Forschungseinrichtungen des DVGW

Mit GWI und DBI arbeiten zwei renommierte DVGW-Forschungseinrichtungen an Gewinnerprojekten des Ideenwettbewerbs „Reallabore der Energiewende“
Gasnetze und Biogase; © Copyright DVGW
Meldung vom 24.07.2019

Mit dem Gas- und Wärme-Institut in Essen (GWI) und der Gastechnologisches Institut gGmbH (DBI) in Freiberg arbeiten zwei renommierte DVGW-Forschungseinrichtungen an Gewinnerprojekten des Ideenwettbewerbs „Reallabore der Energiewende“.

Im „Energiepark Bad Lauchstätt“ werden ein Windpark und eine Großelektrolyse-Anlage von bis zu 35 MW gebaut, um erneuerbaren Strom in „grünen“ Wasserstoff umzuwandeln. Der Wasserstoff wird in einem Untergrundgasspeicher gespeichert und mittels einer extra zu konstruierenden Obertageanlage an die benachbarte chemische Industrie geliefert. Über eine umzuwidmende Gaspipeline gelangt der Wasserstoff zudem in das Netz des mitteldeutschen Chemiedreiecks. Auch für Mobilität und städtische Energieversorgung wird das umweltfreundliche Gas zur Verfügung gestellt werden.
Die DBI übernimmt bei diesem Projekt die Entwicklung der Anlagen des Gasspeichers, insbesondere die Gasreinigung, sowie die Planung der Umrüstung der Erdgaspipeline für den Anschluss an die Verbraucher.

Bei ELEMENT EINS ist das GWI eines der Forschungsinstitute, die das Projekt wissenschaftlich begleiten werden. Ziel des Pilotprojekts ist die Untersuchung der infrastrukturellen Sektorenkopplung von Gas und Strom mittels der Power-to-Gas-Technologie. Zu diesem Zweck wird auch eine 100 Megawatt PtG-Pilotanlage in Niedersachsen gebaut werden. Windstrom aus der Nordsee soll über bestehende Gasleitungen ins Ruhrgebiet geleitet werden, um dort vor allem in Wasserstoff-Tankstellen und bei der chemischen Industrie zum Einsatz zu kommen. Das Konsortium erhofft sich zentrale Aussagen zu Fragen der Strom- und Gasnetzintegration, der Entwicklung von Betreibermodellen und des regulatorischen Umfelds.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verkündete am 18. Juli 2019 die 20 ausgezeichneten Vorhaben, die aus 90 eingereichten ausgewählt worden waren. Die Sieger des Wettbewerbs können noch in diesem Jahr einen vollständigen Förderantrag ausarbeiten und damit Fördermittel beantragen.