Meldung vom 29.04. 2026

Klimaschutz vorantreiben und dabei voneinander lernen – das Netzwerk der „Klimapartner“ der Bundesstadt Bonn bringt zu diesem Zweck engagierte Unternehmen zusammen. In einer mittlerweile dritten Runde traten nun weitere Klimapartner-Unternehmen dem Netzwerk bei.

Das Projekt Klimapartnerschaften Wirtschaft geht mit einer Erweiterung des Netzwerks auf 12 Partner in das zweite Jahr. Nach mehreren Fach- und Netzwerktreffen im Jahr 2025 schließen sich nun drei weitere Unternehmen an: AOK Rheinland/Hamburg Niederlassung Bonn-Rhein-Sieg-Euskirchen, RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. und DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. Beim Unterzeichnungstermin der Absichtserklärungen für die Kooperation mit der Stadt am 29.04.2026 kamen sie auch in den Austausch mit Oberbürgermeister Guido Déus.  

„Das weitere Wachstum des Projektes Klimapartnerschaften Wirtschaft zeigt, wie groß die Bereitschaft Bonner Unternehmen ist, Verantwortung für den Klimaschutz zu übernehmen. Die Klimapartner machen deutlich, wie Klimaschutz im Einklang mit wirtschaftlicher Vernunft gelingen und die Zukunft der Unternehmen am Standort stärken kann. Ich freue mich, dass wir als Stadt hierbei unterstützen können und so auch unserer Verantwortung gerecht werden.“, so Oberbürgermeister Guido Déus.

„Die Klimapartnerschaften Wirtschaft gehen nun in das zweite Jahr und ich freue mich, dass sich erneut engagierte Unternehmen anschließen. Die neuen Klimapartner sind renommierte Akteure mit großer Bedeutung für die Stadt und bringen vielfältige Perspektiven in das Projekt ein, darunter aus der Zertifizierung, Energiewirtschaft und Gesundheitswirtschaft.“, ergänzt Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe.

Der DVGW trägt mit Technischen Regeln, Forschung, beruflicher Bildung und Zertifizierung zur nachhaltigen Gasversorgung und resilienten Wasserversorgung in Deutschland bei. Mit ca. 200 Mitarbeitenden in Bonn sollen jährlich 4% Treibhausgasreduktion erreicht werden, zusätzlich zu den bereits erzielten Klimaschutznahmen durch die Umstellung von Heizungs- und Kühlanlagen auf einen höheren Anteil erneuerbarer bzw. effizienterer Energietechnologien. Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender: „Wir sind Klimapartner der Stadt Bonn, denn die Energiewende gelingt nur, wenn Politik und Regionen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Als technisch wissenschaftlicher Verein mit über 30 Jahren Bonn Tradition bringen wir unsere Expertise ein, machen Fortschritt sichtbar und gewinnen über die Klimapartnerschaft neue Impulse für noch bessere Lösungen.“


Wer kann „Klimapartner“ werden?

Unternehmen können „Klimapartner Wirtschaft“ der Stadt Bonn werden, wenn sie anhand fachlicher Eignungskriterien die strategische Verankerung des Themas nachweisen können. Das Unterstützungsangebot Klimapartnerschaft Wirtschaft ist kostenfrei und branchenübergreifend. Die Zielgruppe sind Bonner Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten. Sie erhalten fachliche Betreuung und Unterstützungsmöglichkeiten in Arbeitsgruppen, in denen sie von anderen Unternehmen lernen und sich gegenseitig unterstützen. Klimapartner erhalten als Vorreiter der Bonner Wirtschaft zudem öffentlichkeitswirksame kommunikative Unterstützung. Dazu gehört auch die Nutzung eines Signets, das das regionale Engagement aufzeigt. Im Gegenzug verpflichten sich Klimapartner dazu, ihre Klimaschutzbemühungen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dies wird in einer Absichtserklärung als Selbstverpflichtung festgehalten und regelmäßig aktualisiert. 

Das Projekt „Bonner Klimaschutzangebote für die Wirtschaft“ ist Teil des Arbeitsprogrammes des Bonner Klimaplans 2035. Die Stadt Bonn hat sich mit dem Bonner Klimaplan 2035 das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei der klimafreundliche Wandel in der Bonner Wirtschaft. Der Klimaplan als Fahrplan für eine klimaneutrale und lebenswerte Stadt Bonn war im März 2023 vom Stadtrat beschlossen worden. Als Klimaneutralitätsstrategie definiert der Klimaplan Ziele und Entwicklungspfade für die Zeit bis 2035. Und er enthält ein darauf ausgerichtetes „Arbeitsprogramm Klimaschutz 2023-2025“ für die Stadtverwaltung, das umgesetzt und in den kommenden Jahren kontinuierlich fortgeschrieben werden wird. 

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