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Gas and energy transition

06. Juni 2018

Transformationspfade mit den geringsten systemischen CO2-Vermeidungskosten müssen Vorrang haben

DVGW fordert Technologiemix zum Erreichen der Klimaziele
Gas and energy transition; © Open Grid Europe GmbH
DVGW-Presseinformation vom 06. Juni 2018

„Gase und Gasinfrastrukturen spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, unser Energiesystem auch in Zukunft stabil zu halten. Mit der Power-to-Gas-Technologie können wir Ökostrom langfristig speichern und Netzengpässe vermeiden. Indem wir zwei bislang weitgehend getrennte Sektoren koppeln, können erneuerbare Energien in allen Bereichen zum Einsatz kommen. Das heißt: Mehr Klimaschutz mit Gas und Strom für Wärme, Verkehr und Industrie. Transformationspfade mit einem breiten Technologie- und Energieträgermix sind zudem deutlich kostengünstiger als solche, die verstärkt auf strombasierte Anwendungen setzen.“

Dies sagte der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW), Prof. Dr. Gerald Linke, heute im Rahmen der DVGW-Konferenz „Sektorenkopplung konkret“ in Berlin. Gleichzeitig forderte Linke einen ökologisch und ökonomisch orientierten Wettbewerb zwischen den verschiedenen Energieinfrastrukturen, Energieträgern und Anwendungsbereichen. Die dena-Leitstudie kommt wie aktuelle DVGW-Studien zu dem Schluss, dass sich Technologiemixszenarien im Vergleich als robuster erweisen, weil sie stärker auf bestehende Infrastrukturen aufbauen und auf mehr gesellschaftliche Akzeptanz treffen.

Sie sind flexibler und können neue Technologieentwicklungen besser integrieren. In den Elektrifizierungsszenarien sind dagegen mehr Flächen für den Ausbau von Wind- und Solaranlagen und ein stärkerer Ausbau des Stromnetzes erforderlich. Insgesamt können die Transformationspfade mit einem breiten Technologie- und Energieträgermix bis 2050 um bis zu 600 Milliarden Euro kostengünstiger sein als solche, die verstärkt auf strombasierte Anwendungen setzen, so die dena-Studie, an der auch der DVGW beteiligt war.

„Der DVGW setzt sich deshalb dafür ein, alternative sektorenübergreifende Technologien als gleichwertig zu bewerten und diese gegeneinander abzuwägen. Dabei ist wichtig, dass gerade Technologien wie Power-to-Gas und andere Sektorenkopplungselemente energierechtlich nicht als Letztverbraucher eingestuft werden. Sie müssen entsprechend ihrer systemischen Funktion im Ordnungsrahmen als verbindendes Element der Sektoren behandelt werden. Damit sollten sie auch von Umlagen, Abgaben oder Steuern, die im Zusammenhang mit Erzeugung, Transport oder Verbrauch von Energie stehen, weitgehend ausgenommen werden“, so Linke.

Ansprechpartner
Pressesprecher

Pressereferentin
Sabine Wächter
Hauptgeschäftsstelle / Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon+49 228 91 88-609