11.12.2015

Forschungsprojekt wird Ausmaß und Ursachen für neuartigen Lochfraß an Kupferleitungen klären

DVGW zur Kupferkorrosion in Trinkwasser-Installationen
DVGW-Presseinformation vom 11. Dezember 2015

Vor dem Hintergrund neu aufgetretener Schadensbilder bei halbharten Kupferrohren in der TrinkwasserInstallation wird der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) ein Forschungsvorhaben auf den Weg bringen, das Ausmaß und Ursachen für die Kupferlochkorrosion klären wird. Eine entsprechende Förderzusage hat der DVGW-Forschungsbeirat Wasser aktuell bewilligt. Ziel der Untersuchung ist zunächst eine dedizierte Erhebung der Schäden durch eine bundesweite Umfrage in der Wasserversorgung über die DVGW-Mitgliedsunternehmen. Darauf aufbauend wird ein detailliertes Untersuchungsprogramm betroffener Kupferrohre und eine Bewertungssystematik für den Einsatz von Kupferrohren in Verbindung mit der Trinkwasserbeschaffenheit und möglichen anderen qualitätssichernden Parametern abgeleitet werden.

„Wir brauchen jetzt eine valide Schadensstatistik, um der Ursache für den neuartigen Schadenstyp, für den es bislang keine hinreichende wissenschaftliche Erklärung gibt, auf den Grund zu gehen. Im Schulterschluss mit den zentralen Instanzen der Wasser- und Versicherungswirtschaft, des Handwerks und der Forschung werden wir die Signifikanz des Phänomens und die Schadensursachen zügig identifizieren“, so der DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke.

Mit den Ergebnissen des Forschungsprojekts, das das IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung in Mülheim leiten wird, sollen Spekulationen hierzu der Vergangenheit angehören und verlässliche Antworten gegeben werden. Mögliche Schadensursachen des bundesweit vereinzelt auftretenden Phänomens können Materialmängel, Lager-, Einbau-, Betriebsfehler und/oder die Wasserbeschaffenheit sein. Die Auswahl geeigneter Rohre in der Trinkwasser-Installation richtet sich immer nach der jeweiligen Trinkwasserbeschaffenheit am Anschlussort. Informationen darüber erhält man bei seinem Wasserversorger.

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