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12. März 2018

Gerald Linke zur Unterzeichnung des Koalitionsvertrages

© iStock.com/dbaer1970
DVGW-Presseinformation vom 12. März 2018

Zur Unterzeichnung des Koalitionsvertrages zwischen CDU, CSU und SPD erklärt der DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke:

„Wenngleich ein explizites Bekenntnis zu Gas und Gasinfrastrukturen fehlt, so ist der heute unterzeichnete Koalitionsvertrag doch frei von ideologischen Verengungen auf eine ‚all-electric-world‘.

Positiv zu bewerten ist zudem, dass ausdrücklich die Technologieoffenheit betont wird und das Energiewendepotenzial von Gasinfrastrukturen insbesondere bei der Sektorenkopplung und bei Power to Gas hervorgehoben wird. Auch das ausdrückliche Bekenntnis zur Kraft-Wärme-Kopplung und zum Ausbau von LNG-Infrastrukturen sowie zur Stärkung der Wasserstofftechnologie sind starke Signale pro Gas. Die Ausführungen sind allerdings stark auf allgemeine Willensbekundungen reduziert. Hier fehlt es an starken Haltepunkten, wie diese konkret umgesetzt werden sollen.

Einen großen Bogen macht der Vertrag auch um das Thema CO2-Bepreisung in den Sektoren Mobilität und Wärme. Wir werden aber nicht umhinkommen, auch den Treibhausgas-Ausstoß in diesen Bereichen zu verteuern. Sonst wird es insbesondere im Verkehrssektor kaum gelingen, CO2-Emissionen in signifikantem Umfang zu reduzieren.

Zu begrüßen ist hingegen das klare Bekenntnis, Gasbrennwertkessel als moderne und effiziente Heizungsanlagen über 2020 hinaus weiter zu fördern. Auch zur Innovationspolitik und Energieforschung finden sich im Koalitionsvertrag zahlreiche gute Ansätze, die auch der DVGW mit seinen Partnern gefordert hat. Das beinhaltet die Unterstützung der Markteinführung von Power to Gas, etwa durch ‚Reallabore‘.

Unsere Hoffnung ist, dass sich die zunehmend ideologiefreiere öffentliche Debatte zum Thema Energie auf das politische Handeln der Koalition überträgt. Ich bin zuversichtlich, dass dann auch das hohe Klimaschutzpotenzial von Gas und Gasinfrastrukturen in der Stromerzeugung, im Wärmemarkt und in der Mobilität in konkrete Politik übertragen werden kann.“

Ansprechpartner
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Sabine Wächter
Hauptgeschäftsstelle / Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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