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Gas – klimafreundliche Kraftstoffalternative

15. November 2018

„Ein erster Schritt ist gemacht, der zweite muss nun folgen“

Ohne synthetische Kraftstoffe wird es nicht gelingen, schnell und effektiv CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu senken - Power-to-X-Allianz zur Abstimmung des Europäischen Parlaments über den Entwurf der EU-Flottenemissions-Verordnung für schwere Nutzfahrzeuge
Gas – klimafreundliche Kraftstoffalternative; © iStock.com/Bim

Erstmalig soll der CO2-Ausstoß für die Flotten schwerer Nutzfahrzeuge europaweit reguliert werden. Nachdem die Europäische Kommission im Mai 2018 eine Senkung der Flottenemissionen gegenüber 2019 um 15 Prozent ab dem Jahr 2025 und um 30 Prozent ab 2030 vorgeschlagen hatte, hat sich das Europäische Parlament gestern mehrheitlich für noch ambitioniertere CO2-Grenzwerte ausgesprochen.
 
Die PtX-Allianz bekennt sich zu den Klimaschutzzielen im Verkehrssektor und möchte zu deren Erreichung aktiv und engagiert beitragen. Um diese anspruchsvollen CO2-Reduktionsziele erreichen zu können, bedarf es allerdings Instrumente, die bereits heute zur Verfügung stehen und mit möglichst niedrigen CO2-Vermeidungskosten verbunden sind.
 
„Herkömmliches CNG und LNG tragen schon heute zur Senkung der THG-Emissionen im Schwerlastverkehr bei. Gasförmige synthetische Kraftstoffe (Biomethan, Bio LNG) aus biogenen Quellen oder grüner Wasserstoff bzw. synthetisches Methan aus Power-to-Gas-Verfahren können künftig zusätzlich einen signifikanten Beitrag zur CO2-Senkung im Verkehrssektor leisten. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, dass das Europäische Parlament sich dafür ausgesprochen hat, bis Ende 2020 einen Mechanismus dafür zu erarbeiten, wie CNG, LNG, Biokraftstoffe aus zweiter Generation sowie erneuerbare gasförmige Kraftstoffe bei der Anrechnung auf Flottenemissionen berücksichtigt werden können“, sagte Prof. Dr. Gerald Linke, DVGW-Vorstandsvorsitzender und Sprecher der PtX-Allianz, über die Klimaschutzpotenziale von synthetischen Gasen aus erneuerbaren Energien, sogenannten E-Gasen.

„Allerdings ist es wichtig, dass ein solcher Mechanismus auch die Anrechenbarkeit flüssiger synthetischer Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien ermöglicht. Nur so wird wirklich volle Technologieoffenheit ermöglicht und alle verfügbaren Klimaschutzoptionen für den Straßenverkehr auch nutzbar gemacht“, betonte Prof. Dr. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands MWV und Co-Sprecher der PtX-Allianz. „Um die CO2-Emissionen bei schweren Nutzfahrzeugen schnell und effizient zu reduzieren, ist eine Anerkennung gasförmiger und flüssiger synthetischer Kraftstoffe bzw. eine optionale Anrechenbarkeit dieser Kraftstoffe auf die Flottenemissionen zwingend erforderlich“, so Küchen weiter. Auf diese Weise wird es möglich, auch die Emissionen von Bestandsfahrzeugen zügig und umfangreich zu reduzieren. Ein echtes Plus für den Klimaschutz. „Nun liegt der Ball im Feld der Bundesregierung. Die Bundesregierung, allen voran Bundesumweltministerin Svenja Schulze, sollte sich nun für einen technologieoffenen Ansatz im Interesse des Klimaschutzes einsetzen. Eine Anrechenbarkeit von synthetischen Kraftstoffen auf die Flottenemissionen ermöglicht es, schon heute damit zu beginnen, auch im Schwerlastverkehr den CO2-Ausstoß zu senken.“

Synthetische gasförmige oder flüssige Kraftstoffe werden auf Basis erneuerbarer Energien durch Elektrolyse hergestellt.  Sie sind nahezu CO2-neutral, da bei ihrer Herstellung genau so viel CO2 gebunden wie später ausgestoßen wird. Sie sind chemisch identisch mit fossilen Kraftstoffen und können deshalb in den existierenden Infrastrukturen wie Gasnetzen und Tankstellen genutzt werden.
 

Über die PtX-Allianz
Die PtX-Allianz ist eine Kooperation von Unternehmen und Verbänden, die Power-to-Gas, Power-to-Liquid- oder Power-to-Chemicals-Anlagen herstellen oder Power-to-X-Produkte wie z.B. grünen Wasserstoff, synthetisches Methan und synthetische Kraftstoffe nutzen wollen bzw. an der Nutzung und dem Ausbau von Energiespeichern, Energienetzen und Anlagen für diese Produkte aus erneuerbarem Strom interessiert sind.

Ansprechpartner
Pressesprecher
Daniel Wosnitzka
Hauptgeschäftsstelle, Standort Berlin / Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon+49 30 7947 36-64
Pressereferentin
Sabine Wächter
Hauptgeschäftsstelle / Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon+49 228 91 88-609