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Flaggen der Europäischen Union

17. Oktober 2018

Madrid-Forum der EU-Kommission

DVGW-Vorstandsvorsitzender Prof. Linke zu Regulierungsfragen des europäischen Gasmarktes
Flaggen der Europäischen Union; © artjazz/Fotolia.com
DVGW-Presseinformation vom 17. Oktober 2018

Anlässlich des Madrid-Forums der EU-Kommission zu Regulierungsfragen des europäischen Gasmarktes erklärte der DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke:

„Die Transformation des Energiesystems kommt in Europa nur schleppend voran. Zwischen 2004 und 2016 konnte der Anteil erneuerbarer Energien gerade einmal von gut acht auf 17 Prozent gesteigert werden. Es ist höchste Zeit, die Transformationspfade, mit denen die Klimaziele erreicht werden sollen, neu zu denken. Erdgas und klimaneutrale Gase können der Katalysator eines nachhaltigen Energiesystems sein und den erneuerbaren Energien aus Sonne und Wind wichtige Anwendungsfelder erschließen.

Die Gasinfrastrukturen stehen für die Umsetzung der Energiewende bereit: Von der Ablösung von Kohle und Erdöl durch Erdgas über die kontinuierliche Erhöhung des Anteils CO2-freier Gase bis zur intersektoralen Verknüpfung des Strom- und Gassystems kann der CO2-Ausstoß über alle Anwendungsbereiche hinweg massiv reduziert werden. Die Nutzung von Gasen und den bereits bestehen Infrastrukturen ist zudem im Vergleich zu einer reinen Elektrifizierung deutlich kostengünstiger. Damit sich dieses Potenzial voll entfalten kann, müssen jetzt die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen neu geordnet werden. Ein erster Schritt ist die Verankerung eines politischen Grüngas-Zieles, das mit Maßnahmen wie einer verpflichtenden Quote oder einer zeitlich begrenzten Befreiung von Steuern, Abgaben und Umlagen implementiert werden kann. Zugleich sollte auf nationaler Ebene zügig ein Technologie- und Markteinführungsprogramm für Power-to-Gas-Anlagen angestoßen werden. Diese Anlagen zur Umwandlung regenerativ erzeugten Stroms in synthetisches Gas haben in verschiedenen Ländern Europas bereits ihre Praxistauglichkeit bewiesen. Ihre Wirtschaftlichkeit muss nun politisch gewollt sein.“

Ansprechpartner
Pressesprecher
Daniel Wosnitzka
Hauptgeschäftsstelle, Standort Berlin / Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon+49 30 7947 36-64
Pressereferentin
Sabine Wächter
Hauptgeschäftsstelle / Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon+49 228 91 88-609