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Wasserstofftechnologien sollen zügig in allen Energiesektoren implementiert werden.

18. September 2018

Wasserstoff-Initiative der EU gestartet

Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung für eine europäische Wasserstoff-Initiative
Wasserstofftechnologien sollen zügig in allen Energiesektoren implementiert werden.; © iStock.com/petmal
DVGW-Presseinformation vom 18.09.2018

Vertreter aus Politik und Industrie haben gestern Nachmittag im österreichischen Linz eine gemeinsame Erklärung für eine europäische Wasserstoff-Initiative unterzeichnet. Die „Hydrogen Initiative“ wurde von der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft angestoßen. Ziel der Initiative ist es, politische Rahmenbedingungen zu unterstützen, durch die Wasserstofftechnologien zügig in allen Energiesektoren implementiert werden können. Dazu erklärte der DVGW-Vizepräsident Dr. Thomas Hüwener:

„Mit der ‚Hydrogen Initiative‘ werden erstmals die Grundzüge einer europäischen Wasserstoffstrategie sichtbar. Das Bekenntnis zum CO2-neutralen Energieträger Wasserstoff als Schlüsseltechnologie der europäischen Energietransformation unterstützen wir daher mit Nachdruck. Es ist gut, dass der Beitrag von Wasserstoff für die Treibhausgasneutralität in den Sektoren Industrie und Mobilität ebenso anerkannt wird wie dessen Potenzial als langfristige Energiespeicherlösung. Aber auch in den Bereichen Energie- und Wärmeerzeugung können grüne Gase, die auf Wasserstoff basieren, signifikante CO2-Minderungen - bis hin zu Null Emissionen - auf effiziente Weise sicherstellen. Die Gaswirtschaft wird ihrerseits alles daransetzen, die technische Integrierbarkeit von Wasserstoff in die bestehenden Gasinfrastrukturen zu ermöglichen, sofern die politischen Rahmenbedingungen dafür gegeben sind.

Neben der signifikanten Klimaschutzwirkung erneuerbarer Gase über die Sektorenkopplung erkennen die unterzeichnenden EU-Staaten auch bedeutende industrie- und geopolitische Chancen. Mit der heimischen Produktion grüner Gase wie Wassersoff und Methan über die Power-to-Gas-Technologie können Deutschland und Europa ihre Importabhängigkeit von fossilen Rohstoffen vermindern. Indem wir überschüssige Wind- und Sonnenenergie über die Elektrolyse im Strom- und Gasnetz integrieren, werden wir weltweit zur Blaupause für den Umbau komplexer Energiesysteme – und Energiewendetechnologien ‚Made in Europe‘ zum Exportschlager.“

Ansprechpartner
Pressesprecher
Daniel Wosnitzka
Hauptgeschäftsstelle, Standort Berlin / Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon+49 30 7947 36-64
Pressereferentin
Sabine Wächter
Hauptgeschäftsstelle / Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon+49 228 91 88-609