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Der Volvo FH LNG erzielt eine Reichweite von bis zu 1.000 km.

19. Oktober 2018

DVGW begrüßt Mautbefreiung für Erdgas-LKW

DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke zur Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes
Der Volvo FH LNG erzielt eine Reichweite von bis zu 1.000 km.; © Volvo Truck Corporation

Mit der Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes hat der Deutsche Bundestag gestern Abend entschieden, dass mit Erdgas betriebene Lkw ab 1. Januar 2019 für zwei Jahre von der Maut befreit werden. Hierzu erklärt der DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke:

„Mit der gestrigen Entscheidung des Bundestages ist endlich der Weg frei für die lang überfällige Verkehrswende in der Schwerlastmobilität. Durch den Wegfall der Mautpflicht können klimaschonende Gas-Lkw abhängig von der Gewichtsklasse bis zu 18,7 Cent pro gefahrenem Kilometer sparen. Die Chancen für einen Marktdurchbruch stehen damit so gut wie nie zuvor.

Aber nicht nur die Spediteure profitieren von der Neuregelung, sondern vor allem die Umwelt. Die CO2-Emissionen im Verkehrssektor stiegen zuletzt weiter an, 2017 auf über 170 Millionen Tonnen. Das entspricht knapp einem Viertel des gesamten CO2-Ausstosses in Deutschland. Den größten Zuwachs verzeichnete der Schwerlastverkehr. Schuld daran sind vor allem die mehr als 2,7 Millionen Diesel-Lkw auf deutschen Straßen, dass sind über 95 Prozent aller schweren Nutzfahrzeuge.

Klimaschonende Gas-Antriebe können ihre Umweltvorteile nun voll ausspielen. Denn: Gas-Lkw emittieren im Vergleich zum Diesel bis zu 90 Prozent weniger Feinstaub und bis zu 80 Prozent weniger Stickoxid. Zudem wird der CO2-Ausstoß um fast 25 Prozent reduziert. Die Lärmbelastung sinkt um die Hälfte. Die Entscheidung des Bundestages ist damit ein starkes Signal für eine nachhaltige Verkehrswende – zu Gunsten der Umwelt und zum Schutz der Menschen, die an stark frequentierten Straßen leben.“