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23. Oktober 2019

Gebäude-Energie-Gesetz bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück

CO2-arme und -neutrale Gase nicht angemessen berücksichtigt

Das Bundeskabinett hat in seiner heutigen Sitzung das Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) verabschiedet. Dazu äußert sich der DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke:

„Zehn Prozent aller in Deutschland verursachten CO2-Emissionen entfallen auf das Heizen in privaten Haushalten. Daher ist es wichtig, im Wärmemarkt endlich die Weichen in Richtung Klimaschutz zu stellen. Leider blieb die Bundesregierung mit dem Beschluss des Gebäude-Energie-Gesetzes hinter ihren Möglichkeiten zurück. Obwohl es ein erklärtes Ziel des vom Bundeswirtschaftsministerium aufgelegten „Dialogprozesses Gas 2030“ ist, Gase als langfristigen Bestandteil einer nachhaltigen Energieversorgung zu nutzen, vernachlässigt das Gesetz erneuerbare und klimafreundliche gasbasierte Heizenergien. Man könnte deutlich ambitioniertere Ziele erreichen, wenn das Klimaschutzpotenzial CO2-armer und -neutraler Gase angemessen berücksichtigt würde. Zudem setzt der Gesetzgeber die Primärenergiefaktoren für Biogas entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse nach wie vor zu hoch an. Dies führt zu einer schlechteren Bewertung ihres Beitrags zum Klimaschutz. Auch der Einbau einer innovativen Gasheizung ist eine Energie-Effizienzmaßnahme. Es gilt also, sowohl durch forcierte Nutzung der verfügbaren technologischen Weiterentwicklungen wie Brennwertheizungen und Brennstoffzellen als auch durch die schrittweise Verbesserung des eingesetzten Energieträgers das Gesamtpotenzial der Emissionseinsparungen zu heben.“ 

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