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26. November 2019

Versorgung mit Gas und Wasser nachhaltig weiterentwickeln

DVGW zur gat|wat 2019

In Fragen der Energieversorgung im Zusammenhang mit dem Klimapaket der Bundesregierung hat sich in einer breiten Öffentlichkeit die Erkenntnis durchgesetzt, dass Gas für das Gelingen der Energiewende unverzichtbar ist. Noch nie waren darüber hinaus die politischen Vorzeichen für grüne Gase und Wasserstoff als Schlüsselelement eines zukünftigen Energiesystems günstiger. Der vom Bundeswirtschaftsministerium geführte Dialogprozess Gas 2030, die von der Regierung noch für dieses Jahr angekündigte Wasserstoff-Strategie ebenso wie der vor wenigen Tagen ins Leben gerufene Dialogprozess des Bundesumweltministeriums zu Power-to-X sollen den regenerativen Energieträgern zum Durchbruch verhelfen.

gat 2019: Klimaschutz und Wirtschaft können sich Hand in Hand entwickeln

Auf der vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) ausgerichteten gat 2019, dem größten Treffen der Branche, erörtern Experten die nächsten Schritte einer klimaschonenden Energietransformation mit grünen Gasen. Im Mittelpunkt der Tagung stehen die Potenziale von Wasserstoff. Der DVGW initiiert Forschungsvorhaben, entwickelt das Technische Regelwerk weiter und forscht zu Einspeiseprojekten in bestehende Netzabschnitte.

„Die Politik sollte jetzt den entscheidenden Anstoß geben, die Gasinfrastruktur zum Transport und als Speichermedium für die Sektorenkopplung im industriellen Maßstab einzusetzen“, forderte Dr. Thomas Hüwener, DVGW-Vizepräsident Gas und Mitglied der Geschäftsführung von Open Grid Europe, einem von 15 Fernleitungsnetzbetreibern in Deutschland, heute anlässlich der Eröffnung des Kongresses in Köln. „Die Bereitstellung von Zukunftsenergien wie grünen Gasen und Wasserstoff für die verschiedenen Verbrauchssektoren in der Mobilität, Industrie oder im Heizungsmarkt sind ein wirksamer Beitrag zum Erreichen der Klimaziele.“ Mehr noch: Klimaschutz und Wirtschaft können sich Hand in Hand entwickeln, weil die benötigten Technologien und Infrastrukturen größtenteils schon vorhanden sind. Deutschland verfügt über ein massiv ausgebautes und hochleistungsfähiges Pipelinenetz von über 500.000 Kilometern Länge, das für die Verteilung bis zum Endkunden genutzt werden wird. „Dieses Asset kann sowohl für die Beimischung als auch für die zukünftige Umstellung auf Wasserstoff genutzt werden“, erklärt Hüwener.

wat 2019: Wert des Wassers in den Fokus rücken

Auf der zeitgleich stattfindenden wat 2019 diskutieren Branchenvertreter die Herausforderungen für die Wasserwirtschaft. Der Klimawandel, demographische Veränderungen, eine zunehmende Verschmutzung der Trinkwasserressourcen und die Instandhaltung der Infrastruktur erfordern zusätzliche Anstrengungen und steigende Investitionen. „Trinkwasser in Deutschland wird auch zukünftig eine hervorragende Qualität haben. Damit dies so bleibt, muss der Wert des Wassers und der Wasserversorgung in den Fokus aller Akteure rücken“, appelliert Jörg Höhler, DVGW-Vizepräsident und Vorstandsmitglied der ESWE Versorgungs AG und Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG. „Um die Branche zukunftsfest auszurichten, müssen politische Entscheidungsträger, Wirtschaft und Verbraucher künftig stärker an einem Strang ziehen.“  

Künftig sind unternehmerische Entscheidungen gefordert, die zunehmend im politischen Kontext getroffen werden. Umso mehr gilt es, den fachpolitischen Dialog zu fördern und gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft Perspektiven und Rahmen zur Zukunftssicherung der Branche zu entwickeln. Als innovationsgetriebene Plattform eines branchenübergreifenden Austausches mit Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit sowie als Zukunftswerkstatt für Lösungsansätze zu kommenden Herausforderungen hat der DVGW im Frühjahr 2019 die fachpolitische Dialogserie „Wasserimpuls“ aufgelegt. Ziel ist es, ein Bewusstsein bei allen Akteuren für die Belange der Wasserversorgung zu schaffen und einem schleichenden Bedeutungsverlust des wichtigsten Lebensmittels entgegen zu wirken.

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