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30. November 2017

Deutliche CO 2-Einsparung und hohe Nutzerakzeptanz bei Einsatz von Flüssigerdgas als Kraftstoff für Lkw

DVGW stellt Zwischenergebnisse eines Demo-Projekts zu LNG im Schwerlastverkehr vor
LNG-betriebener Truck von Iveco auf der gat|wat 2017; © DVGW, Hörning
DVGW-Presseinformation vom 30. November 2017

Hohe Nutzerakzeptanz unter Lkw-Fahrern, CO2-Minderung von fast 23 Prozent gegenüber Diesel und volle Ausgereiftheit der Technologie: Das sind die zentralen Zwischenergebnisse eines Demo-Projekts zum Einsatz von Liquefied Natural Gas (LNG) als Kraftstoff im Schwerlastverkehr, die heute auf der gat 2017 in Köln vorgestellt wurden.

Das Projekt, das im Februar 2017 gestartet wurde und von der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut wissenschaftlich begleitet wird, hat die Fahrer von 20 LNG-Lkw der Spedition Ludwig Meyer GmbH & Co. KG nach ihren Erfahrungen mit dem alternativen Kraftstoff befragt. Das Ergebnis der Nutzerbefragung war durchweg positiv: geringe Störanfälligkeit, sicherer und unkomplizierter Tankvorgang sowie ausgereifte Antriebstechnologie.

Die Auswertung erster Referenzfahrten von LNG-Lkw im Vergleich zu Diesel-Fahrzeugen ergab zudem deutliche CO2-Emissionsvorteile der LNG-Technologie. Bei identischer Beladung und unabhängig voneinander, d.h. außerhalb des Windschattens bestrittenen Referenzfahrten, stießen die LNG-Lkw im Well-to-Wheel-Vergleich 22,6 Prozent weniger CO2 aus als die Diesel-Trucks. Well-to-Wheel berücksichtigt die CO2 Emissionen entlang der gesamtem Kette d.h. einschließlich LNG-Herstellung und -Verteilung. Damit sind diese besser als zunächst erwartet. Weitere Referenzfahrten sind geplant.

Die Tankanlage befindet sich in Grünheide am östlichen Berliner Ring auf dem Betriebsgelände von Meyer Logistik. Sie steht auch externen Spediteuren und Fuhrunternehmen zur Verfügung und dient der Kraftstoffversorgung mit LNG entlang den Hauptverkehrsrouten in Europa. Sie ist damit Teil des "Blue Corridor"-Projekts der Europäischen Union.

Neben dem DVGW und Meyer Logistik sind Uniper und Iveco Magirus weitere Partner des Demoprojekts, das auf ein Jahr ausgelegt ist und im Februar 2018 endet. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie gefördert.

Die Uniper-Tochter Liqvis liefert anfänglich rund 600.000 kg LNG pro Jahr und sorgt für den Betrieb der Tankanlage. Über Uniper hat Liqvis direkten Zugang zu geographisch nahe gelegenen LNG-Kapazitäten und kann das LNG zu marktgerechten Konditionen bereitstellen. Iveco verfügt als erster Hersteller über ein 400 PS starkes LNG-Nutzfahrzeug, den Stralis 440S40 T/P.

Ansprechpartner
Bei Fragen zur Presseinformation wenden Sie sich bitte an:
Pressesprecher
Daniel Wosnitzka
Hauptgeschäftsstelle, Standort Berlin / Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon+49 30 7947 36-64
Pressereferentin
Sabine Wächter
Hauptgeschäftsstelle / Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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