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24. Mai 2019

DVGW-Wassertreff Hof: Volles Haus am Bayerischen Wasser-Kompetenzstandort Hof

Mit 280 Teilnehmern, davon 55 Aussteller, ging am 22./23. Mai der zweite DVGW-Wassertreff Hof zu Ende. Mit der deutlichen Erhöhung der Teilnehmerzahl gegenüber 2017 war der DVGW-Wassertreff ein voller Erfolg und ist auf dem Weg, sich zum größten Trinkwasserkongress in der Region Nordbayern, Sachsen und Thüringen zu entwickeln.

Am 22. und 23. Mai 2019 hatte für zwei Tage der DVGW Wassertreff Hof seine Pforten geöffnet. Wieder einmal traf sich am Kompetenzstandort Hof die Wasserbranche zum Erfahrungsaustausch in der Freiheitshalle. Die Leitveranstaltung zum Trinkwasser begrüßte ca. 280 Teilnehmer, davon 55 Aussteller in der begleitenden Fachausstellung.

Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner hieß die Teilnehmer zu Beginn herzlich willkommen: „Nach dem großartigen Erfolg des ersten DVGW Wassertreff 2017 war es klar, dass sich hier in Hof eine neue Leitveranstaltung für den Wasserbereich für Bayern, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt etabliert – ein Muss für alle Experten, die sich mit Trinkwasser beschäftigen.“ Er bedankte sich vor allem auch bei den Organisatoren und dem Hauptsponsor Wilo und hob die Bedeutung dieser Veranstaltung für den Wasserkompetenzstandort Hof hervor.

Gerade die Möglichkeit, sich unter Unternehmen, Versorgern und Behörden aus vier Bundesländern auszutauschen, wurde als wichtiger Nutzen dieser Veranstaltung von den Teilnehmern bewertet. Die Zusammenarbeit der beiden Landesgruppen Bayern und Mitteldeutschland machten dies möglich, die Lage des Kongressstandortes Hof trug ein Übriges dazu bei.

Das Catering fand in der begleitenden Fachausstellung statt. Dadurch war eine enge Verzahnung zwischen Kongress und begleitender Fachausstellung gegeben. In den Pausen nutzten deshalb die Kongressteilnehmer die Zeit für intensive Gespräche mit den Ausstellern.

Großen Zuspruch fanden auch die Präsentationen am Speakers Corner im Zwischenfoyer unter dem Titel „Impulse aus der Hochschullandschaft“. Hier präsentierten sich mit Stand und Kurzvorträgen relevante Hochschulen in Bayern und Sachsen. Auch die Vorstellung der lokalen Akteure, der Hochschule Hof und des lokal-regionalen Kompetenznetzwerkes Wasser und Energie weckte Neugier unter den Teilnehmern. Letzteres gewährte über Virtual Reality einen 3-D-Einblick in die hochfränkischen Wasserwelten, das Institut für Wasser- und Energiemanagement der Hochschule Hof stellte seinen geplanten Neubau ebenfalls in 3-D dar.

Reichlich Raum für den Erfahrungsaustausch und für Networking bot auch die Hofer Wassernacht am Ende des ersten Kongresstages. Sowohl kulinarische als auch musikalisch-kabarettistische Genüsse waren Teil des Abends.

Die Freiheitshalle als modernes Kongresszentrum war ideal für diese Veranstaltung, sowohl im Bereich der Abläufe als auch im Bereich der Konferenztechnik und des Caterings.

Am ersten Kongresstag stand das Thema Schutz der Rohwasserressourcen im Vordergrund. Dabei kamen sowohl Vertreter der Behörden aus den vier beteiligten Bundesländern, aber auch betroffene Landwirte zu Wort. Wie können unsere Trinkwasserressourcen langfristig geschützt werden? Wie können die Belange der Landwirte Berücksichtigung finden? Wie lässt sich ein Interessenausgleich gewährleisten? Welche Folgen hat möglicherweise der großflächige Einsatz von Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln? Welche möglichen Nebenwirkungen gibt es beim Einsatz von Glyphosat? Bei diesen Themen kam es vor allem darauf an, dass nicht übereinander, sondern miteinander gesprochen wird.

Aber nicht nur die “heißen Eisen” der Branche wurden angesprochen. Auch “technische Themen”, wie z.B. praktische Erfahrung bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Grundwasserbrunnen wurden erörtert. Ebenso wurden die Auswahl wirtschaftlicher Brunnenpumpen und deren enormes Energieeinsparpotenzial vorgestellt.

Deutlich wurde, dass die Trinkwasserversorgung weiterhin vor großen Herausforderungen steht, sei es durch rechtliche Bestimmungen oder durch veränderte Problemstellungen, auf die Trinkwasserversorger für die Sicherung der zukünftigen Versorgung reagieren müssen. Europäische Trinkwasserrichtlinie, Digitalisierung für die Wasserwirtschaft, Ernährungssicherheit und Ressourcenschutz in Bezug auf die Nitratbelastung, Brunnensanierung, -betrieb und -management sowie Trinkwasserhygiene sind deshalb topaktuelle Themen für die Trinkwasserversorgung und wurden entsprechend im Kongress behandelt.

Als Fazit kann von einem großen Erfolg der Veranstaltung gesprochen werden. Auch die angepeilte Zielgruppe wurde erreicht. Geschäftsführer, leitende Techniker und Angestellte aus Wasserversorgungsunternehmen, Bürgermeister, Kommunalbeamte und Behördenvertreter sowie Unternehmensvertreter der Branche führten einen regen Fachdialog. Die Geschäftsführer der beteiligten Landesgruppen, Dr. Florian Reißmann und Jörn-Helge Möller, hoben in ihrem abschließenden Statement die Bedeutung dieser Veranstaltung für die Branche und für die beiden Landesgruppen hervor. Schon jetzt sollte man sich den Termin für den nächsten DVGW Wassertreff Hof notieren: 26. und 27. Mai 2021

 

Ansprechpartner:

DVGW Landesgruppe Bayern, Jörn-Helge Möller, Schwanthaler Straße 9-11, 80336 München, Tel. 089/381587-0, info(at)dvgw-bayern.de

DVGW Landesgruppe Mitteldeutschland, Dr. Florian Reißmann, Schützenplatz 14, 01067 Dresden, Tel. 0351/211101-0, info(at)dvgw-mitteldeutschland.de

Wirtschaftsförderung der Stadt Hof, Walter Friedl, Klosterstraße 3, 95028 Hof, Tel. 09281/8151305, walter.friedl(at)stadt-hof.de