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Arbeitskreis (AK) Gasdruckregel- und -Messanlagen

Mitglieder des AK Gasdruckregel- und Messanlagen; © DVGW-LG MD
Was macht der Arbeitskreis?

Der Arbeitskreis versteht sich als Plattform zum Erfahrungsaustausch von Fachleuten, die Verantwortung für Gas-Druckregel- und -Messanlagen tragen. Zu seinen Themen zählen Bau, Betrieb und Instandhaltung von Gas-Druckregel- und -Messanlagen. Die Mitglieder des Arbeitskreises setzen sich vorwiegend aus Mitarbeitern von Gasnetzbetreibern, Herstellern, Service-Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen zusammen.

In den im Allgemeinen zweimal jährlich stattfindenden Sitzungen wird über Änderungen des DVGW-Regelwerks sowie der gesetzlichen und berufsgenossenschaftlichen Rahmenbedingungen informiert und über deren rechtssichere und effektive Umsetzung diskutiert. Informationen werden direkt aus dem DVGW-TK Anlagentechnik gegeben und über diese Schiene werden auch Rückmeldungen und Fragestellungen zum Regelwerk eingespielt.

Zur Weitergabe von Informationen nutzt der AK Gasdruckregel- und -Messanlagen insbesondere den dreimal jährlich stattfindenden Erfahrungsaustausch „Weiterbildung von Sachkundigen für Gas-Druckregel- und -Messanlagen bei Einbeziehung von technischen Führungskräften“.

Vorsitzender des Arbeitskreises:
Jürg Ziegenbalg © J. Ziegenbalg

Ing. Jürg Ziegenbalg
Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH, Kabelsketal
Telefon: 034605 63200
E-Mail: juerg.ziegenbalg(at)mitnetz-gas.de
 

Fünf Fragen an den Vorsitzenden Jürg Ziegenbalg

(Oktober 2018)

Herr Ziegenbalg, Sie wurden im Rahmen der gat|wat 2017 mit der DVGW-Ehrennadel ausgezeichnet. Gewürdigt wurde damit ihr ehrenamtliches Engagement im Verein, insbesondere Ihre aktive Arbeit im DVGW-TK Anlagentechnik und im AK Gas-Druckregel- und Messanlagen der DVGW-Landesgruppe Mitteldeutschland. Diese zeit- und reiseintensive Arbeit nehmen Sie neben Ihren hauptberuflichen Anforderungen bei der MITNETZ GAS auf sich. Was bewegt Sie persönlich, sich diesen zusätzlichen Anforderungen zu stellen und welche Vorteile zieht ihr Arbeitgeber aus Ihrer ehrenamtlichen Arbeit?
Die Arbeit im DVGW ist ein wichtiger Bestandteil meines Berufslebens. Es gibt mir zum einen die Möglichkeit, meine Erfahrungen aus der Praxis bei der Weiterentwicklung des Standes der Technik in der Gasbranche einzubringen und zum anderen, durch den Kontakt mit Fachkolleginnen und -kollegen auch für mich selbst immer wieder Neues zu erfahren. Unsere Welt ist sehr anspruchsvoll und komplex, deshalb freue ich mich, ein kleines Stück davon mitgestalten zu dürfen.
Natürlich ist diese Tätigkeit auch für mein Unternehmen von Vorteil. Veränderungen im Regelwerk beispielsweise sind damit aus erster Hand verfügbar.

Bereits seit dem Jahr 2003 leiten Sie den AK Gas-Druckregel- und -Messanlagen der DVGW-Landesgruppe Mitteldeutschland. Welchen Zweck verfolgt dieser Arbeitskreis, wie ist die Mitgliederstruktur und was waren die bestimmenden Themen der letzten Sitzungen?
Unser Arbeitskreis setzt sich seit Beginn aus Kollegen zusammen, die sich in ihren Unternehmen hauptsächlich mit Gas-Druckregel- und Messanlagen beschäftigen. Wir repräsentieren einen Querschnitt der Branche von der Forschungseinrichtung, Hochschule über Gerätehersteller, Ingenieurbüro bis zu Stadtwerken, Verteilnetzbetreibern und Transportunternehmen. Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Erfahrungsaustausch unter Fachkollegen. Die Vorstellung von – heute sagt man wohl – „best practis“ und die Vermittlung neuester Entwicklungen im Regelwerk sind hierbei wesentliche Inhalte. Kernthemen aus der jüngeren Vergangenheit waren z. B. die Neuerungen um die Herstellung von Flanschverbindungen, Veränderungen in der Prüfung zum Explosionsschutz oder Dimensionierung von Anlagen unter besonderen Betriebsbedingungen. Ein ständiges Thema ist die Gestaltung der Inhalte für die Weiterbildung der Sachkundigen.

Bezugnehmend auf die von Ihnen erwähnte Überarbeitung des DVGW-Arbeitsblattes G 491, die Sie im TK Anlagentechnik maßgeblich begleitet haben, folgende Fragen: Welche Gründe gab es für diese Überarbeitung und auf welche maßgeblichen Änderungen müssen sich die Gasnetzbetreiber bei Planung, Fertigung, Errichtung, Prüfung, Inbetriebnahme und Betrieb von GDRMA einstellen?
Regelwerke müssen den Stand der Technik abbilden. Insofern beeinflussen die rasanten Veränderungen in unserem Umfeld auch die Entwicklung des DVGW-Regelwerkes. Spätestens aller fünf Jahre ist eine Aktualitätsprüfung notwendig.

Mit dem Ausgabestand vom Juli 2010 war eine Überarbeitung dringend notwendig. Inhaltlich wird der Anwender das Arbeitsblatt wiedererkennen. Geändert hat sich die Struktur des Dokumentes und an vielen Stellen wurden Präzisierungen vorgenommen. Auch die Veränderungen in der Gesetzgebung, wie z. B. die Betriebssicherheitsverordnung mussten mit einfließen. Erfahrungen aus der Praxis der Sachverständigen spielten bei der Überarbeitung ebenfalls eine große Rolle. Nicht zuletzt fanden auch neue Technologien Aufnahme ins Regelwerk.

Sicher haben die Mitglieder des AK Gas-Druckregel- und Messanlagen umfangreiche Erfahrungen beim täglichen Umgang mit den Anlagen gewonnen. Wie werden diese Erkenntnisse bei der weiteren Ausgestaltung des DVGW-Regelwerks genutzt?
In diesem Zusammenhang ist unser Arbeitskreis sehr gut mit den regelsetzenden Gremien beim DVGW vernetzt. Allein zwei Mitglieder unseres AK sind zugleich ständige Mitglieder im Technischen Komitee Anlagentechnik. Zudem arbeiten weitere Kollegen unseres AK in Projektkreisen an der Überarbeitung von Regelwerken mit. Das zeigt einmal mehr, dass unser AK eine effiziente Schnittstelle zwischen den Praktikern in den Unternehmen und den Gremien des DVGW darstellt.

Zum Schluss bewegt uns noch eine Frage: Wie gelingt es Ihnen in Ihrer Freizeit, die notwendige Kraft für Ihre so umfangreiche haupt- und ehrenamtliche Arbeit zu sammeln?
Ehrlich gesagt, bin ich sehr froh darüber, dass es mir gelingt. Die Gründe dafür sind sicher vielfältig. Wesentliches Element ist meine Familie und mein soziales Umfeld. Ich erfahre von vielen Menschen in meiner Umgebung Unterstützung und Würdigung bei dem was ich tue. Das ist nicht nur Anreiz sondern macht auch Freude.

Herr Ziegenbalg, wir bedanken uns recht herzlich für das Interview und wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihre weitere Arbeit.

 

Weiterbildung von Sachkundigen

3. Dezember 2020 in Leipzig

Finden Sie hier weitere Informationen zu Programm und Anmeldung.

8. Oktober 2020 als Webkonferenz

Folgende Themen standen auf der Agenda:

  • Aktuelle Informationen aus dem TK Anlagentechnik
  • Organisation der Anlagenverantwortung
  • Umgang mit elektronischen Steuerungen
  • Bereitschaftseinsätze und Ruhezeiten
7. November 2019 in Cottbus bei Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG

Themen der Sitzung:

  • Aktuelle Informationen aus dem TK Anlagentechnik
  • Überprüfung des Umhüllungszustandes an Ein- und Ausgangsformstücken von GDRA
  • Machbarkeitsstudie zur Umwidmung der Biogasanlagen
  • Erfahrungen aus der Umrüstung/Erweiterung bestehender Biogasanlagen
  • Leitfaden „Maßnahmen zur Reduzierung von Methanemissionen“
  • Erfahrungsbericht aus der Dokumentenüberprüfung im Rahmen der Ex-Schutzprüfung
  • Nutzen der LoRaWAN Technologie zur Überwachung von Gasdruckregelanlagen
  • Erfahrungsbericht zum Umgang mit Flanschverbindungen
  • Stand HYPOS: H2-Netz
Ansprechpartner in der Geschäftsstelle
Wenn Sie weitere Informationen zum Arbeitskreis wünschen oder Interesse an einer Mitarbeit haben, rufen Sie einfach an oder schreiben Sie eine E-Mail.
Thomas Leipner
Landesgruppe Mitteldeutschland

Telefon+49 171 2939695