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Arbeitskreis (AK) Trinkwasserqualität-/Labore

© DVGW-LG MD
Was macht der Arbeitskreis?

Der Arbeitskreis versteht sich als Plattform des Erfahrungsaustausches von Fachleuten, die Verantwortung auf dem Gebiet der Qualitätssicherung und -überwachung tragen. Zu seinen Themen zählen juristisch relevante Vorgaben, wie die EG-Trinkwasserrichtlinie und deren Einbindung in das Regelwerk. Wichtig sind für den Arbeitskreis neben Einflussfaktoren auf die Wasserqualität, wie Spurenstoffe und Mikroplastik auch laborspezifische Themen, wie die Akkreditierung nach DIN EN ISO 17025 und die Implementierung von Laborinformations- und Managementsystemen (LIMS) sowie die Fragestellungen zur eingesetzten Gerätetechnik. Die Mitglieder setzen sich mehrheitlich aus Labormitarbeitern und Laborleitern von Wasserversorgungsunternehmen zusammen.

In den im Allgemeinen einmal jährlich stattfindenden Sitzungen wird über Änderungen des DVGW-Regelwerks sowie der gesetzlichen und berufsgenossenschaftlichen Rahmenbedingungen informiert und über deren rechtssichere und effektive Umsetzung diskutiert.

Vorsitzender des Arbeitskreises:
Heiko Schulze © Schulze

Dipl.-Biol. Heiko Schulze
Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH
Telefon: 0341 969-5606
E-mail: heiko.schulze(at)L.de

Vier Fragen an den Vorsitzenden Heiko Schulze

(November 2019)

Die permanente Überwachung und Absicherung der Trinkwasserqualität ist eine zentrale Aufgabe aller Wasserversorger. Welchen Beitrag zur Erfüllung dieser Aufgabe kann der „AK Trinkwasserqualität/-Labore“ leisten? Welchen Mehrwert gewinnen die Mitglieder des Arbeitskreises für ihre tägliche Arbeit?
Der Arbeitskreis kann den DVGW e.V. als wissenschaftlich technischen Verein bei der Regelwerksentwicklung unterstützen. Dabei können die Erfahrungen der nach TrinkwV zugelassenen Untersuchungsstellen und die Erkenntnisse aus der täglichen Arbeit bei der analytischen Bestätigung der Trinkwasserqualität einfließen. Der AK ist gleichzeitig eine Plattform für den Erfahrungsaustausch, die Erfassung von Herausforderungen und Trends bei der Trinkwasserqualität. In dem Gremium ist eine hohe Fachkompetenz gebündelt, die es ermöglicht, auch auf kurzem Weg Antworten auf aktuelle Fragestellungen zu erhalten. Es können aber auch ganz praktisch Vergleichsuntersuchungen initiiert werden, wenn Ringversuche nicht weiterhelfen.

Welche technischen und politischen Fragestellungen, die für die Überwachung der Trinkwasserqualität langfristig relevant sind, werden im Arbeitskreis diskutiert? Gibt es „typisch mitteldeutsche“ Themen?
Viele Herausforderungen gelten natürlich bundesweit. Es geht grundsätzlich um die Umsetzung der TrinkwV und des technischen Regelwerks. Es werden Entwürfe zu den gesetzlichen Vorgaben wie der EG-Trinkwasserrichtlinie zu diskutieren sein. Natürlich setzen wir uns auch mit aktuellen politischen Themen auseinander, die auf fachlicher Ebene justiert werden müssen. Ich denke da z. B. an Themen wie dieSpurenstoffdiskussion, Mikroplastik, Mikrobiologie, um nur einige zu nennen. Selbstverständlich spielen auch die Akkreditierung nach DIN EN ISO 17025 eine wichtige Rolle. Daneben sind sehr laborspezifische Dinge wie neue analytische Methoden, Laborinformations- und Managementsysteme (LIMS) und eingesetzte Gerätetechnik von Bedeutung. Etwas spezifisch „Mitteldeutsches“ gibt es bei den meisten Mitgliedern doch. In der Regel sind die Labore aus den ehemaligen VEB WAB hervorgegangen. Sie sind bis heute an die Wasserversorger zumindest assoziiert. Der Erfahrungsaustausch zwischen den Laboren wird seit vielen Jahren frei von kommerziellen Gedanken praktiziert.

Die ehrenamtliche Arbeit als Vorsitzender eines Gremiums der DVGW-Landesgruppe Mitteldeutschland erfordert viel Zeit und Engagement neben dem Hauptberuf. Was motiviert Sie, diese Tätigkeit auszuüben?
Der DVGW muss als regelsetzender Verein sich auch in Zukunft auf den „Input“ und die aktive Mitwirkung seiner Mitglieder verlassen können. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wenn man etwas im positiven Sinne bewegen will, muss man sich auch einbringen. Das ist heute natürlich bei der Vielzahl von Aufgaben nicht immer einfach zu bewerkstelligen. Anderseits ist die Resonanz, die der Arbeitskreis bei den Laboren der Region hervorgerufen hat, auch Motivation. Natürlich bringt der Erfahrungsaustausch auch mich persönlich fachlich weiter und man erhält die Möglichkeit „über den Tellerrand“ hinaus zu sehen.

Außerhalb des Labors – bei welchen Tätigkeiten können Sie abschalten?
Als Biologe bin ich natürlich gern draußen in der Natur unterwegs. Die Vogelpirsch, die Ornithologie, ist eines meiner Hobbies. Sie ist spannend und gleichzeitig eine Beschäftigung, bei der man an frischer Luft gut abschalten kann.

Herr Schulz, wir bedanken uns recht herzlich für das Interview und wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihre weitere Arbeit.

Frühjahrssitzung 2020

Die geplante Frühjahrssitzung musste in diesem Jahr aufgrund des Corona-Lockdowns abgesagt werden. Wir planen nun die Herbstsitzung.

20.-21. Juni 2019 bei Südsachsen Wasser GmbH, Chemnitz

Themen der Sitzung:

  • Aktuelle Informationen aus der DVGW-Landesgruppe Mitteldeutschland

  • Aktuelle Informationen aus dem gastgebenden Unternehmen

  • Akkreditierung, aktuelle Themen zur neuen Norm externe Probennehmer, Entfristung, Risiken und Chancen

  • Laborinformationsmanagementsaysteme (LIMS) – aktueller Stand und künftige Herausforderungen

  • Risikobewertung bei Rohwasserressourcen

  • Risikobewertungsbasierte Anpassung der Probennahmeplanung (RAP)

  • Spurenstoffe

  • Aktuelle Entwicklungen in der Gesetgebung und im Regelwerk

Ansprechpartner in der Geschäftsstelle
Wenn Sie weitere Informationen zum Arbeitskreis wünschen oder Interesse an einer Mitarbeit haben, rufen Sie einfach an oder schreiben Sie eine E-Mail.
Peter von Fircks
Landesgruppe Mitteldeutschland

Telefon+49 170 7365109‬