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Überprüfung eines Erdgasbusses

Zertifizierung von Fachunternehmen nach DVGW GW 301

Unternehmen zur Errichtung, Instandsetzung und Einbindung von Rohrleitungen - Anforderungen und Prüfungen

Verlegung von Versorgungsleitungen im Boden
Leitungsbau © PRO BAU GmbH

Qualität und Sicherheit haben im Gas- und Wasserfach schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Dies gilt insbesondere auch für die Betreiber von Gas- und Wasserversorgungssystemen. Die Zertifizierung nach dem DVGW-Arbeitsblatt GW 301 gilt für Unternehmen, die diese Systeme errichten, Instand setzen und einbinden. Sie beinhaltet die Überprüfung und Verifizierung der formalen, personellen und sachlichen Anforderungen.

Bei der Auftragsvergabe sind die technischen, qualitativen und terminlichen Anforderungen an die zu vergebenden Leistungen genau zu beschreiben und zu prüfen, ob das zu beauftragende Unternehmen in der Lage ist, die auftragsspezifischen Forderungen zu erfüllen. Zertifizierte Fachunternehmen unterstützen Betreiber dabei, Anlagen mit langer Nutzungsdauer bei optimierten Unterhaltskosten oder kostengünstige Instandhaltungskonzepte zu realisieren.

Der Inhalt der Prüfungen bezieht sich auf die Fachkompetenz der Fachleute sowie die Qualifikation des weiteren Fachpersonals, das Fort- und Weiterbildungskonzept, das betriebliche Qualitätsmanagement und die Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen und des berufsgenossenschaftlichen und technischen Regelwerks. Außerdem wird die Geräteausstattung, Ausführungsqualität und die Dokumentation der Arbeiten geprüft.

Die Fachunternehmen als Auftragnehmer profitieren von der Objektivität und Transparenz der Prüfer und dem zeit- und kostengünstigen Präqualifikationsverfahren, da ständig wiederkehrende einzelne Prüfungsverfahren bei den Auftraggebern vermieden werden.

Die Prüfung dient als anerkannter Qualifikationsnachweis mit großem Bekanntheitsgrad in der Branche. Außerdem erfolgt die Aufnahme in das Branchenverzeichnis der DVGW-Zertifizierungsstelle.


Ansprechpartner
Bei Fragen zu Fachunternehmenszertifizierung nach DVGW GW 301 wenden Sie sich bitte an:
Stefan Haupt
DVGW CERT GmbH / Fachunternehmen

Telefon+49 228 9188-827
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DVGW-Regelwerk GW 301

Grundlage der Zertifizierung ist das0 DVGW-Arbeitsblatt GW 301

Hier finden Sie Informationen zum Arbeitsblatt und zu seinem Erwerb.

GW 301-2011-10

Unternehmen zur Errichtung, Instandsetzung und Einbindung von Rohrleitungen - Anforderungen und Prüfungen

Die wichtigsten Änderungen gegenüber dem vorangegangenen Arbeitsblatt von Juli 1999

  • Die neue GW 301 beschränkt sich auf die offene Bauweise. Die Zusatzgruppen der Rehabilitation (R 1 - 4) und der grabenlosen Neuverlegung (GN 1 - 13) werden künftig über das Arbeitsblatt GW 302 zertifiziert
  • Die formalen, personellen und sachlichen Anforderungen wurden konkretisiert
  • Der Begriff "Verantwortlicher Fachmann" wurde durch "Verantwortliche Fachaufsicht" ersetzt, ohne Beschränkung der diesbezüglichen Anzahl an Personen pro Fachunternehmen
  • Die Einführung eines Betrieblichen Managementsystems (BMS) wird verpflichtend

Vorwort des GW 301, Ausgabe Oktober 2011

Dieses Arbeitsblatt wurde von einem Projektkreis im Auftrag der Technischen Komitees „Gasverteilung“, „Gastransportleitungen“ und „Planung und Bau von Wasserverteilungsanlagen“ des DVGW überarbeitet, um die formalen, personellen und sachlichen Anforderungen sowie die Vorgaben zur Prüfung, Zertifizierung und Überwachung von Rohrleitungsbauunternehmen konkreter auszuführen. Die Überarbeitung soll das erreichte Niveau der Zertifizierung absichern, ihre Grundlagen transparenter gestalten und somit den Kompetenznachweis über dieses Arbeitsblatt stärken und profilieren.

Das DVGW-Arbeitsblatt GW 302 bietet seit September 2001 die Möglichkeit zur Zertifizierung für grabenlose Bauweisen. Vor diesem Hintergrund wurde GW 301 wieder auf die offene Bauweise beschränkt – die offene Bauweise herrscht in der Praxis weiterhin vor und bleibt auch an den Enden grabenloser Bauabschnitte unverzichtbar.

Der Formulierung des Arbeitsblattes lag folgendes Leitbild zugrunde: Von einem Unternehmen, dass sich nach GW 301 zertifizieren lassen und somit seine Kompetenz dauerhaft unter Beweis stellen will, wird erwartet, dass es

  • die Rechtsvorschriften und das Berufsgenossenschaftliche Vorschriften- und Regelwerk in der jeweils gültigen Fassung kennt und einhält
  • die Errichtung/Instandsetzung, Prüfung und In-/Außerbetriebnahme von Rohrleitungen gemäß den technischen Regeln in der jeweils gültigen Fassung sicher beherrscht, also vor allem – das Arbeiten an in Betrieb befindlichen Leitungen hinsichtlich des Umgangs mit dem Medium (Gas bzw. Wasser) und der Einbindung (Anbindung) des neuen/erneuerten Rohrleitungsabschnitts in das vorhandene Rohrleitungssystem – die Handhabung des Baumaterials (in Bezug auf den jeweiligen Rohrwerkstoff).

Das Arbeitsblatt bzw. die Zertifizierung danach kann zur Präqualifikation im Rahmen der „RICHTLINIE 2004/17/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 31. März 2004 zur Koordinierung der Zuschlagserteilung durch Auftraggeber im Bereich der Wasser-, Energie und Verkehrsversorgung sowie der Postdienste“ herangezogen werden.

Zertifizierung ist keine gesetzlich geregelte Tätigkeit. Jedoch kann sich jede Zertifizierungsstelle gemäß EG-Verordnung Nr. 765/2008 durch die DAkkS Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH zur Zertifizierung nach diesem Arbeitsblatt akkreditieren lassen. Ebenso kann jeder Auftraggeber (Versorgungsunternehmen/Netzbetreiber) in seiner Ausschreibung vom Auftragnehmer (Rohrleitungsbauunternehmen) den Nachweis eines von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle ausgestellten Zertifikats fordern.

Es ist davon auszugehen, dass Unternehmen, die nach diesem Arbeitsblatt zertifiziert sind, im Grundsatz auch den artverwandten Leitungsbau beherrschen, z. B. im Bereich von Industrie, Gewerbe und Abwasser, unter Berücksichtigung der jeweiligen Besonderheiten gemäß den betreffenden Vorschriften und technischen Regeln. Sofern es allgemein anerkannte Regeln der Technik für die Zertifizierung in diesen Bereichen gibt, haben diese Vorrang.

Anwendungsbereich des GW 301, Ausgabe Oktober 2011

Das Arbeitsblatt gilt für Unternehmen, die Rohrleitungen in Gas- und Wasserversorgungssystemen errichten, instand setzen und einbinden. Es beschreibt die formalen, personellen und sachlichen Anforderungen sowie die Vorgaben zur Prüfung, Zertifizierung und Überwachung solcher Rohrleitungsbauunternehmen.
Die Zertifikatserteilung setzt die Einhaltung dieser Anforderungen und Vorgaben voraus.

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