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DVGW Wasser-Impuls

Mit Sicherheit Qualität - nichts ist so wertvoll wie unser Trinkwasser

© DVGW
Der DVGW Wasser-Impuls - Nichts ist so wertvoll wie unser Trinkwasser

Verbraucher in  Deutschland schätzen die preisgünstige Qualität des Trinkwassers und vertrauen auf dessen gleichbleibende Güte. Trotzdem wird der Wert des Wassers kaum geschätzt. Die Selbstverständlichkeit einer seit Jahrzehnten einwandfrei funktionierenden Wasserversorgung führt u.a. dazu, dass die öffentliche  Wasserversorgung aus dem Fokus von Politik, Gesetzgebung und Gesellschaft geraten ist.

Der Branche stehen aber große Herausforderungen bevor, die sie allein nicht lösen kann. Der klimatische, gesellschaftliche und technologische Wandel, der alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche in Deutschland gleichermaßen erfasst, macht auch vor der Wasserversorgung nicht halt.

Klar ist: Alleine geht es nicht. Um die Branche zukunftsfest auszurichten, müssen politische Entscheidungsträger, Verbraucher und andere Wirtschaftsakteure an einem Strang ziehen. Hierfür initiiert der DVGW den Wasser-Impuls.

Der Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung

Die herausgehobene gesellschaftliche Position der Wasserversorgung findet sich im Wasser- und Raumordnungsrecht sowie deren Vollzug nicht eindeutig wieder.

  • Der Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung ist nicht klar und eindeutig im Wasserhaushaltsgesetz und in den Landeswassergesetzen verankert
  • Im Vollzug gibt es keine ausreichende Durchdringung von Bewilligungen für die öffentliche Wasserversorgung
  • Der Vollzug für die Festsetzung von Wasserschutzgebieten ist weiter hinter dem Soll
  • Reservegebiete zur Sicherung der zukünftigen Wasserversorgung fallen unwiederbringlich weg

Eine vom DVGW beauftragte Analyse der Universität Trier hat die in Deutschland geltenden wasserrechtlichen Regelungen untersucht. Im Mittelpunkt standen die rechtliche Stellung der öffentlichen Wasserversorgung und die Rechtsformen der wasserbehördlichen Zulassung bei der Gewinnung von Trinkwasser. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung gesetzlich verankert ist; zudem ist er auch im Verfassungsrecht verfestigt. Komplexe Formulierungen im Wasserhaushaltsgesetz und eine in ihrer Fachtiefe heterogene Gesetzgebung auf Länderebene führen aber dazu, dass die bundesweit über 800 Wasserbehörden die rechtlichen Bestimmungen nicht einheitlich umsetzen.

Minimierung der Einträge, Verursacherprinzip und Herstellerverantwortung

Die Grundversorgung mit Trinkwasser als Lebensmittel Nr.1 ist die zentrale gesellschaftliche, generationenübergreifende Aufgabe im Sinne der Daseinsvorsorge. Diese herausgehobene gesellschaftliche Position müsste sich im vorsorgenden Schutz der Trinkwasserressourcen eindeutig wiederfinden. Dies ist aber seit langem nicht mehr der Fall:

  • Intensiv-Landwirtschaft und das derzeitige EU-Förderregime führen vielerorts zu hohen Nährstofffrachten in den Trinkwasserressourcen
  • Pflanzenschutzmittel sind weiterhin ein großes Problem für die Trinkwasserressourcen
  • Immer mehr anthropogene Spurenstoffe werden in den Trinkwasserressourcen nachgewiesen

Im Factsheet gibt der DVGW Handlungsempfehlungen und Beispiele zum Abbau der heutigen diffusen Belastungen der Trinkwasserressourcen.

Technische Selbstverwaltung und DVGW-Regelwerk schaffen Verlässlichkeit und Sicherheit...

...für Wasserversorger und Behörden, wenn es konsequent angewendet wird

Auf Basis der rechtlichen Bestimmungen werden im DVGW-Regelwerk insbesondere sicherheitstechnische,
hygienische und organisatorische Anforderungen an die Versorgung und Verwendung von Trinkwasser definiert.
Dies gewährleistet den hohen Verbraucherschutz.

Die Anwendung des DVGW-Regelwerkes führt zu einer qualifizierten Aufgabenerledigung, verbunden mit einer
effizienten Arbeitsweise und einem weitreichenden Schutz vor Gesundheitsgefahren. Darüber hinaus werden
Möglichkeiten der Optimierung und Modernisierung von Wasserversorgungsanlagen aufgezeigt.

Im Factsheet gibt der DVGW Handlungsempfehlungen zur stärkeren Beachtung und Anwendung des DVGW-Regelwerkes in der öffentlichen Wasserversorgung.

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