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Wasserprobenentnahme auf einem See

Forschungsfachthema "Trinkwassersysteme"

Im Forschungsfachthema "Trinkwassersysteme" geht es um Infrastrukturen, Systemdienstleistungen und den digitalen Wandel in der Wasserversorgung

© DVGW, Foto: Roland Horn

In der Forschungsroadmap Wasser vom Juni 2018 wurden drei Themenbereiche festgelegt, die detaillierte Forschungsschwerpunkte zu praxisnahen Themen der Wasserversorgung umfassen: "Stoffe", "Systeme" und "Technologien".

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen den Themenbereich "Systeme" vor.

Planung, Erhalt und Flexibilisierung der Infrastrukturen

Eine moderne Infrastruktur der Wasserversorgung erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und Versorgungssicherheit. Dies geht jedoch mit steigenden Kosten einher. Beim Assetmanagement müssen daher Betriebssicherheit und Effizienz miteinander verbunden werden. Hierbei ist ein Betrieb bei unterschiedlichen Tarifsituationen – ähnlich der Laststeuerung im Energiesektor (Demand Response) – von Interesse. Hilfreich ist darüber hinaus eine bedarfsgestützte Inspektion (inkl. Datenmanagement, Echtzeitauswertung), die Bewertung des Anlagenzustandes (inkl. Materialprüfungen) sowie angepasste Investitions- und Abschreibemodelle.

Forschungsschwerpunkte:

  • Instrumente für die Vorhersage der Bedarfsentwicklung
  • Erhöhung der Systemflexibilität durch geeignete Komponenten und Modelle
  • In-situ-Bewertung und bedarfsgestützte Inspektion
  • Vorhersageinstrumente für das angepasste Assetmanagement
  • Möglichkeiten und Grenzen lastgesteuerter Tarifsysteme
Zukunftssichere und resiliente Systemdienstleistung

Eine gesicherte Trinkwasserversorgung der Bevölkerung und der industriellen Kunden ist eine grundlegende Aufgabe der Wasserbranche. In die entsprechende Risikobewertung der Versorgungssicherheit fließen deshalb Kosten und Kundenerwartungen oder auch das Management von Spitzenbedarfen ein. Es wird unterschieden zwischen der Resilienz gegenüber natürlichen Ereignissen, wie zum Beispiel extremen Wetterereignissen, und gegenüber äußeren Eingriffen (z. B. IT-Sicherheit oder Bedrohungsszenarien). Bei natürlichen Ereignissen spielt die Erwärmung der Ressourcen bzw. des Trinkwassers bei der Verteilung eine wichtige Rolle.

Voraussetzung für eine sichere Versorgung sind unter anderem betriebssichere Bauteile und Systeme sowie geeignete Kapazitäten. Aus einem intelligenten Kapazitätsmanagement können wiederum neue Geschäftsfelder (Water on Demand) entstehen.

Forschungsschwerpunkte:

  • Lokale Konsequenzen des Klimawandels
  • Versorgungssicherheit und Betriebssicherheit 24/7
  • Potenziale weiterer Wasserdienstleistungen
  • Krisenfälle, Kritikalität und Blackout-Szenarien
Digitaler Wandel in der Wasserversorgung

Die Digitalisierung bietet eine Vielzahl von Tools, die die Möglichkeiten der Wasserwirtschaft erweitern: dezentrale Datenaufnahme, Übermittlung und Vernetzung großer Datenmengen, automatisierte Analysen sowie Visualisierung oder Simulation und Optimierung von Szenarien. Hier besteht ein großes Potenzial, digitale Daten nahezu in Echtzeit für Entscheidungs- und Steuerungsprozesse zu nutzen.

Wirtschaftlichkeit und Flexibilität der Wasserversorgung können so verbessert und optimiert werden. Ebenso führt die Digitalisierung zu einer neuen Erwartungshaltung der Kunden in Bezug auf Verfügbarkeit digitaler Dienste, Interaktionsmöglichkeiten über neue Medien und den Umgang mit personalisierten Daten.

Forschungsschwerpunkte

  • IT-Instrumente zur Erhöhung der Betriebseffizienz
  • Sensoren und Fehleridentifizierung
  • Datenpooling für die Steuerung und Vorhersage
  • Digitale Instrumente für die Kundenbindung
  • E-Learning und effiziente Dokumentation
Forschung zum Thema Systeme
Ansprechpartner
Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an
Dr. Mathis Keller
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-727