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Mann prüft Gaskonzentration einer Gasleitung im Straßenbereich

01. Februar 2020

EvaNeMel

Evaluierung neuartiger Messmethoden zur Leitungsüberprüfung in Gasnetzen (G 201912)
Prüfen einer Gasleitung im Straßenbereich; © DVGW, HEIN GAS. Foto: Michael Schwartz
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 02.2020 - 30.09.2021

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: G 201912

Ziel von EvaNeMel ist es, neue Messmethoden zur oberirdischen Detektion von brennbaren Gasen und Leckagen im Gasverteilnetz zu bewerten, um diese entsprechend im DVGW-Regelwerk berücksichtigen zu können.

Ziele und Methodik

Die Ziele des Forschungsvorhabens sind neue Messmethoden zur oberirdischen Detektion von brennbaren Gasen in Gasverteilnetzen zu erfassen und hinsichtlich des erreichbaren Sicherheitsniveaus zu bewerten. Des Weiteren sollen Handlungsempfehlungen zur Aktualisierung des entsprechenden DVGW-Regelwerks vorgeschlagen werden.

Folgende Arbeitsschritte sind vorgesehen:

1. Technologie-Screening:

  • Zusammenfassung der derzeitigen Anforderungen des DVGW-Regelwerks zur Rohrnetzüberprüfung
  • Untersuchung der weltweit verfügbaren Messprinzipien zur oberirdischen Rohrnetzüberprüfung

2. Durchführung von Messkampagnen und Auswertung:

  • Messkampagnen (MK) mit vier Messgeräten
  • Vergleich der neuen Messtechniken mit den derzeitigen in dem Arbeitsblatt G 465-1 beschriebenen Verfahren (Halbleiter- bzw. Flammenionisationsdetektor)

3. Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und DVGW-Regelwerk

  • Zusammenfassung der Ergebnisse aus den beiden ersten Arbeitspaketen und Bewertung der Messmethoden
  • Vorschläge zur Regelwerksanpassung und Erstellung von Merkblättern (ähnlich G 501 (M) „Luftgestützte Gasferndetektionsverfahren“) bezüglich der „Anforderungen und Prüfungen“

 

Hintergrund

Die ständige Überprüfung der Rohrleitungen ist eine zentrale Aufgabe der Gasnetzbetreiber. Unerwünschte Gasaustritte sollen so identifiziert und eventuelle Schäden schnell behoben werden. Die Arbeitsabläufe und Gerätetechniken sowie die Einstufung von Leckagen sind im DVGW-Arbeitsblatt G 465-1 und in den zugehörigen Merkblättern G 465 -3 und -4 zusammengefasst. Derzeit werden die örtlichen Verteilnetze und die in der Bebauung liegenden Transportleitungen in bestimmten Abständen mit konventionellen und etablierten Messgeräten begangen. Transportnetze werden außerdem beflogen oder befahren, und sollte hierbei eine Leckstelle gefunden werden, findet anschließend noch eine Begehung statt.

Inzwischen stehen zur Überwachung von Rohrleitungen im Gasverteilbereich auch alternative Technologien zur Verfügung. Teilweise werden bereits handgetragene Fernmessverfahren, Fahrzeuganwendungen und satellitengestützte Verfahren verwendet. Für diese liegen derzeit noch keine oder unzureichende Daten vor, zum Beispiel zu Messprinzip, Messbereich, Einsatzbereich und Messempfindlichkeiten gegenüber anderen Gasen oder Störfaktoren.

Hinzu kommt, dass diese Messmethoden noch nicht vom DVGW-Regelwerk berücksichtigt werden. Um sicherzustellen, dass sie den hohen Sicherheitsansprüchen genügen, müssen einheitliche Anforderungen, Prüfkriterien und Einsatzbedingungen im Rahmen des DVGW-Regelwerks (Merkblätter) definiert werden. Im Projekt EvaNeMel sollen daher die neuen Methoden zur oberirdischen Detektion von brennbaren Gasen erfasst und hinsichtlich ihrer Sicherheit bewertet. Darauf basierend werden dann Empfehlungen zur Aktualisierung des entsprechenden DVGW-Regelwerks erarbeitet.

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgende Ansprechpartner
Frederik Brandes
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-844
Tonish Pattima
Hauptgeschäftsstelle / Gastechnolohien und Energiesysteme

Telefon+49 228 91 88-906
Forschung zum Thema Netzbetrieb