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Rohre und Ventilschrauben von Gasversorgunsleitungen

01. Oktober 2019

H2-20

Wasserstoff in der Gasinfrastruktur: DVGW/Avacon-Pilotvorhaben mit bis zu 20 Vol.-% Wasserstoff-Einspeisung in Erdgas (G 201902)
Versorgungsleitungen; © www.mitnetz-gas.de
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 10.2019 - 09.2022

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: G 201902

Ziele und Methodik

Im Projekt H2-20 soll nachgewiesen werden, dass in einem existierenden Gasverteilnetz über zehn Volumenprozent Wasserstoff beigemischt werden können. Dafür führt die Avacon Netz GmbH in ihrem örtlichen Gasverteilnetz in Schopsdorf, Sachsen-Anhalt, Feldtests durch. Erstmals werden bis zu 20 Volumenprozent Wasserstoff dem Erdgas beigemischt und ins Netz eingespeist – also doppelt so viel wie nach dem derzeitigen Stand der Technik vorgesehen.

Um die Eignung und die Wasserstoffverträglichkeit der im Netz vorhandenen Anlagen und Komponenten zu untersuchen, werden 400 bis 500 Heizungen und andere Endgeräte in dem örtlichen Verteilnetz getestet. Dies umfasst neben der Untersuchung der Anwendungstechnik auch die Analyse des betroffenen Verteilnetzes und der (Haus-) Gasinstallationen. Die Ergebnisse sollen dann als Vorbild für den zukünftigen Einsatz von Wasserstoff in Gasnetzen dienen und in das technische Regelwerk des DVGW einfließen. Ebenso sollen Handlungsempfehlungen für das Regelwerk, Fachhandwerker, Anlagen- und Gasnetzbetreiber abgeleitet werden.

 

Hintergrund

Die Reduktion der CO2-Emissionen im Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent, im Vergleich zu 1990, erfordert sowohl Maßnahmen im Bereich der Energieeffizienz als auch die Substitution fossiler durch erneuerbare Energieträger. Grüne Gase spielen hierbei eine entscheidende Rolle und können insbesondere im Gebäudesektor den Klimaschutz effizient unterstützen.

Durch erneuerbaren Strom und Power-to-Gas erzeugter, grüner Wasserstoff kann je nach Gasverwendung direkt dem Erdgas zugemischt und in das bestehende Gasnetz eingespeist werden. Das hieße: Je mehr erneuerbarer Wasserstoff im Netz, desto weniger CO2. Aber gerade auf lokaler Netzebene kann die aktuelle Begrenzung der Wasserstoffgehalte auf weniger als 10 Volumenprozent limitierend wirken.

In vorhergehenden DVGW-Projekten haben Experimente im Labor und theoretische Analysen bereits gezeigt, dass bei Gasinstallationen und vielen häuslichen Anwendungen ein sicherer Betrieb bei bis zu 20 Volumenprozent Wasserstoff möglich sein sollte. Im Rahmen von H2-20 soll nun mit Feldtests in realen Netzen nachgewiesen werden, dass die bisherigen Ergebnisse auf den aktuellen Gerätebestand übertragbar sind.

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner
Frederik Brandes
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-844
Forschung zum Thema Gasbeschaffenheit