01. März 2026
Projektlaufzeit: 08.2023 - 01.2026
Projektstatus: abgeschlossen
Förderkennzeichen: W 202302
Um die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser konstant sicherzustellen, kommen - zumindest zeitweise - Desinfektionsverfahren mit chemischen Desinfektionsmitteln wie Chlor, Hypochlorit oder auch Ozon zum Einsatz. Dies geschieht mit dem Wissen, dass bei der Desinfektion unerwünschte Nebenreaktionen mit natürlichen Wasserinhaltsstoffen ablaufen. Dabei werden Desinfektionsnebenprodukte (DBP) gebildet, von welchen eine Vielzahl stark gesundheitsgefährdende Eigenschaften (u.a. Genotoxizität, Karzinogenität oder Zytotoxizität) aufweist. Diese DBP werden in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) mit einzuhaltenden Grenzwerten bei der Abgabe am Wasserhahn der Verbraucherinnen und Verbraucher reglementiert.
Neuere Studien aus den USA weisen nun darauf hin, dass weitaus gesundheitsgefährdendere DBP gebildet werden können, als diese, die bereits in der TrinkwV reguliert werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um bromierte und iodierte DBP. Über das Vorkommen halogenierter, insbesondere iodierter DBPs ist in deutschen Trinkwässern bisher wenig bekannt. Hier setzte das Forschungsprojekt Halogenierte Desinfektionsnebenprodukte - haDes unter Einbindung betroffener Wasserversorger an.
Mit dem Projekt Halogenierte Desinfektionsnebenprodukte - haDes sollten analytische und technische Voraussetzungen geschaffen werden, um das Vorkommen von halogenierten Desinfektionsnebenprodukten (DBP) im Trinkwasser in Deutschland und deren toxikologischen Relevanz zu untersuchen. Im Zuge dessen sollte geklärt werden, inwieweit die DBP bei der Aufbereitung von Rohwasser, bei der Desinfektion von Trinkwasser und im Trinkwasserverteilungsnetz durch Nachdesinfektion gebildet werden und in eventuell toxikologisch relevanten Konzentrationen bis zu den Konsumenten gelangen können.
Hierfür wurden folgende Teilaspekte betrachtet:
Das Forschungsprojekt gliederte sich in vier Arbeitspakete:
Am Projekt sind folgende Partner beteiligt:
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