Bitte auf den Obermenüpunkt klicken!
Wasserproben im Labor

01. Januar 2021

SARS-CoV-2 Monitoringmethoden

Entwicklung von Monitoringmethoden für SARS-CoV-2 in Rohwässern und vergleichende Untersuchungen von behüllten und unbehüllten Viren in der Aufbereitung (W 202014)
Wasserproben im Labor; © Rheinenergie
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 01.2021 - 06.2022

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: W 202014

Ziele und Methodik

Basierend auf aktuellen Erkenntnissen ist eine Verbreitung von behüllten Viren wie SARS-CoV-2 über den Trinkwasserpfad höchst unwahrscheinlich. Allerdings liegen noch keine Messdaten zur Verbreitung von SARS-CoV-2 in der aquatischen Umwelt vor. Die Lücke soll Im Rahmen von SARS-CoV-2 Monitoringmethoden durch die Untersuchung von Rohwässern mittels molekularbiologischer Verfahren geschlossen werden. Ziel ist es zu klären, wie im Wasser enthaltene Viren auf bestimmte Behandlungsverfahren reagieren.

In einem ersten Schritt wird die Methodik der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zum Nachweis von SARS-CoV-2 weiterentwickelt. Hierfür wird die Probenaufbereitung an die Matrix Rohwasser angepasst und und der Nachweis durch Versuchsreihen validiert. Ringversuche sollen Aufschluss über den Grad der Reproduzierbarkeit sowie die Robustheit der Nachweismethode geben. Die optimierten Methoden werden für ein Rohwassermonitoring genutzt. Weiterhin werden vergleichende Versuche zum Verhalten von behüllten und unbehüllten Viren in der Trinkwasseraufbereitung durchgeführt.

 

Hintergrund

Eine Übertragung von SARS-CoV-2 erfolgt nach derzeitigem Wissensstand vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen oder kontaminierte Flächen. Da ein Teil der infizierten Personen das Virus über die Verdauung ausscheidet, wird befürchtet, dass dieses über den Abwasserpfad auch in den Kreislauf der Trinkwassergewinnung gelangen kann. Nach der DVGW-Literaturstudie SARS-CoV-2 in der Wasserversorgung ist die Verbreitung des Erregers über das Trinkwasser jedoch als äußerst unwahrscheinlich einzustufen. Das Multibarrieresystem der Trinkwasseraufbereitung und die Desinfektionsverfahren bieten demnach einen guten Schutz gegenüber möglichen Kontaminationen mit Viren – also auch mit SARS-CoV-2.

Nichtsdestotrotz ist eine Anpassung und Optimierung der Methodik für den Nachweis von SARS-CoV-2 in Rohwasser notwendig, um das Vorkommen dieser Viren im Prozess der Wasseraufbereitung zu erfassen. Der Nachweis beruht in den meisten Fällen auf der Erfassung der Nukleinsäure und erlaubt keine Differenzierung zwischen infektiösen und nicht-infektiösen Viren. Im Projekt SARS-CoV-2 Monitoringmethoden sollen die molekularbiologischen Verfahren verbessert und an die Matrix Rohwasser angepasst werden, so dass intakte Viren auch in einem großen Probenvolumen nachweisbar sind.

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden kommissarischen Ansprechpartner
Dr. Mathis Keller
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-727
Forschung zum Thema Wasseraufbereitung