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Laborantin untersucht Wasserprobe

01. November 2018

Ultra-F

Ultrafiltration als Element der Energieeffizienz in der Trinkwasserhygiene (W 201738)
Laborantin untersucht Wasserprobe; ©DVGW
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 11.2018 - 10.2022

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: W 201838

Energieeffizienz trifft Wasserhygiene: Wissenschaftler mehrerer Forschungseinrichtungen untersuchen in Ultra-F, ob sich das Verfahren der Ultrafiltration dazu eignet, die Temperaturen im Warmwasserbereich abzusenken und gleichzeitig die hygienischen Anforderungen zu erfüllen.

Hintergrund und Ziele

Nach heutigem Stand der anerkannten technischen Regeln bestehen aus trinkwasserhygienischen Gründen – zum Beipsiel im Fall von Legionellen – Anforderungen an die Temperaturen im Warmwasserbereich. Demnach sollte das System eine Temperatur von  55 °C nicht unterschreiten. Allerdings erschwert dieses Temperaturniveau den Einsatz von regenerativen Wärmeerzeugern und die Nutzung niedrig temperierter Wärmenetze. Denn insbesondere bei einer Absenkung auf 50 °C oder 45 °C wären energetische Beiträge zur Wärmewende, die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen und somit eine Minderung von CO2-Emissionen möglich.

Ein potenzieller Ansatz ist das gezielte Herausfiltern von Mikroorganismen und Nährstoffen, um einen Betrieb von Anlagen zur Trinkwassererwärmung mit deutlich abgesenkten Temperaturen zu ermöglichen. Die Abscheidung von Mikroorganismen kann durch den Einsatz von Ultrafiltrations-Anlagen in der Installation erreicht werden. Im BMWi-finanzierten Verbundprojekts Ultra-F soll deshalb geprüft werden, ob die Methode der Ultrafiltration (UF) zur gewünschten Trinkwasserqualität beiträgt. Der Zusammenhang zwischen Konzentration der Mikroorganismen im Wasser und der Legionellenbelastung im System steht hierbei im Fokus. Neben der Wirkung der UF-Anlagen wird untersucht, wie sich eine Rückkontamination der Trinkwasserinstallation sicher vermeiden lässt, das Rückspülen des Filters wirksam ist und das Spülwasser gefahrlos abgeführt werden kann. Mit den Ergebnissen des Vorhabens sollen wissenschaftlich basierte Empfehlungen zum Einsatz der Ultrafiltration in der Trinkwasserinstallation gegeben werden.

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner
Dr. Mathis Keller
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-727