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01. Februar 2019

Voranpassung von Brennwertgeräten

Untersuchungen zur Gasgeräteanpassung im Zuge der Marktraumumstellung unter besonderer Berücksichtigung des Sonderfalls „Voranpassung von Brennwertgeräten“ (G 201838)
Einstellung einer Heizungsanlage; © ThinkstockPhotos/Zukunft ERDAS
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 02.2019 - 01.2021

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: G 201838

Hintergrund und Ziele

Der Norden und Westen Deutschlands werden derzeit vorwiegend mit niedrigkalorigem Erdgas L versorgt. Da das Aufkommen dieses Gases kontinuierlich zurückgeht, wird die Versorgung bis 2030 schrittweise auf Erdgas H umgestellt. Infolge des höheren Energiegehalts von Erdgas H ist die Anpassung von Geräten im häuslichen, gewerblichen und industriellen Gebrauch notwendig.

Insgesamt müssen über fünf Millionen häusliche Gasgeräte unter der Federführung des jeweiligen Netzbetreibers angepasst werden. Hinzu kommt eine unbestimmte Anzahl von gewerblichen und industriellen Gasgeräte bzw. -anlagen, die erst erhoben werden muss. Um die Vielzahl anzupassender Gasgeräten bis zum Jahr 2030 bewältigen zu können, müssen – nach einem kontinuierlichen Anstieg bis zum Jahr 2020 – jährlich über 500.000 Gasgeräte angepasst werden. Zu Spitzenzeiten, also also kurz vor dem Termin der Umstellung, bedarf es bis zu 1000 Anpassungsmonteure, die zeitgleich die Geräteanpassung durchführen. Diese Personalkapazitäten stehen der Branche zurzeit und auch auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung. Zum Vergleich: Aktuell sind rund 350 dieser geschulten Monteure tätig.

Um Kapazitätsengpässe zum Schalttermin hin abbauen zu können, sollten so viele Brennwertgeräte wie möglich über eine Voranpassung vorzeitig umgerüstet werden. Dadurch könnte eine gleichmäßigere Verteilung der Arbeiten erreicht werden. Netzbetreiber wären so in der Lage, Personalspitzen abzubauen und die Anpassung der großen Gerätestückzahlen ab dem Jahr 2020 von etwa 550.000 Geräten pro Jahr sicherzustellen.

Primäres Ziel dieses Vorhabens ist es, einen Grenzwert des verteilten L-Gases festzulegen, bei der auf H-Gas angepasste oder eingestellte Brennwertgeräte ohne Störungen sicher und sauber betrieben werden können. Falls eine solche Grenze erkennbar und auf möglichst viele Brennwertgeräte übertragbar erscheint, kann diese Grenze in einer strukturierten Beschreibung der Vorgehensweise für den Fall „Voranpassung von Brennwertgeräten“ neben anderen eventuellen Randbedingungen in das vorhandene DVGW-Regelwerk einfließen.

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner
Frederik Brandes
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-844