Im chemischen Labor des DBI Leipzig

01. Oktober 2017

Gesamtpotenzial EE-Gase

Ermittlung des Gesamtpotentials erneuerbarer Gase zur Einspeisung ins deutsche Erdgasnetz (G 201710)
Forschungsprojekt
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 10.2017 - 09.2019

Projektstatus: laufend

Förderkennzeichen: G 201710

Ziele und Methodik

Im Projekt Gesamtpotenzial der EE-Gase ist die Erstellung einer regional hoch aufgelösten, deutschlandweiten Potenzialanalyse einschließlich einer Prognose bis zum Jahr 2050 geplant, welche unter Berücksichtigung des Stromnetzes erneuerbare Gase und der Kapazitäten des Gasnetzes beinhaltet. Zur Ermittlung des Gesamtpotenzials sind die Einzelpotenziale der verschiedenen EE-Gase zusammenzuführen. Hierbei sind sowohl Synergie- als auch Kannibalisierungseffekte (z.B. Verwertung der Biomasse oder des Wasserstoffs über mehrere Routen möglich) zu berücksichtigen. Um die verschiedenen Wechselwirkungen zu berücksichtigen (insb. bei der Prognose bis 2050) ist eine entsprechende Methodik zu entwickeln.

Die Analysen sollen zudem mittels eines GeoInformationssystems (kurz: GIS) durchgeführt werden, um die verschiedenen regionalen Einflüsse berücksichtigen und abbilden zu können. Hierzu wird auf bestehende Datenzusammenstellungen vergangener und aktuell laufender Projekte aufgebaut (z.B. greenSNG, Biogasatlas, EE-Methanisierung).

 

Hintergrund
Biomassepotenzial für die Erzeugung von Biogasen und SNG
Biomassepotenzial für die Erzeugung von erneuerbaren Gasen © DVGW

In den Bereichen Wärme und Mobilität steht Erdgas zukünftig verstärkt in Konkurrenz zu Strom. Da sich beim Strom der Primärenergiefaktor aufgrund der Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien stetig verbessert, besteht im Erdgasbereich ein zunehmender Handlungsdruck. „Grüne“ Energien wie die fermentative sowie thermochemische Biogaserzeugung oder Power-to-Gas-Technologien sind hierbei Schlüsseltechnologien für einen klimaneutralen Energiesektor.

Im Projekt Gesamtpotenzial EE-Gase wird deshalb eine regional hoch aufgelöste, deutschlandweite Potenzialanalyse durchgeführt, welche das Stromnetz, verschiedene erneuerbare Gase (EE-Gase) sowie die Kapazitäten des Gasnetzes beinhaltet.

 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner
Barbara Fricke
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-625
Forschung zum Thema Erneuerbare Gase