Moderne Heizungen unterstützen die Energiewende

Die Modernisierung des Heizungsbestandes ist für die Energiewende von zentraler Bedeutung: Rund 40 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf den Wärmemarkt – etwa 15 Millionen Heizungsanlagen sind bis 2020 modernisierungsbedürftig. Die Beschaffenheit des Heizungsbestands ist daher ein zentraler Schlüssel für den Erfolg der Energiewende.

Wärmemarkt; © Foto: CC0-Lizenz

Mit Erdgas können die Klimaziele für den Wärmemarkt erreicht werden

Sparen mit modernen Heizungsanlagen

Das Durchschnittsalter der Heizungsanlagen in Deutschland beträgt 17,6 Jahre. 36 Prozent aller Heizungen wurden vor 1995 eingebaut und sind damit älter als zwanzig Jahre. Von den rund 20 Millionen installierten Anlagen weisen noch 70 Prozent Standardtechnologie auf. Nur 6,3 Millionen Heizkessel basieren auf moderner Technologie, darunter 4,2 Millionen Gas-Brennwertkessel. Weitere 8,9 Millionen Gas-Heizkessel können im Rahmen von Austauschprogrammen in der energetischen Modernisierung einfach umgestellt werden. Der Betrieb aller Heizungsanlagen in Deutschland verursacht aktuell rund 90 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Dies entspricht 10 Prozent der gesamten CO2-Emissionen.

Diese Zahlen zeigen: Der zentrale Schlüssel zum Erreichen der Klimaschutz- und Energiewendeziele liegt in der Modernisierung des Heizungsbestandes. Da bei der Verbrennung von Gas praktisch weder Feinstaub noch Ruß, und nur in sehr geringem Umfang Stickoxide anfallen, ist Gas im Gegensatz zu Öl oder Holzpellets für die Anwendung im urbanen Bereich sehr gut geeignet. Erdgassystemlösungen lassen sich mit Solarthermie oder Bio-Erdgas kombinieren und tragen so zu einer zunehmenden Integration erneuerbarer Energien in den Wärmemarkt bei.

Der Wärmemarkt muss daher stärker in den Fokus rücken. Es gilt Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine Modernisierung fördern. Erdgas wird mit seinen Anwendungsmöglichkeiten als emissionsarmer fossiler Brennstoff einen wesentlichen Beitrag beim Umbau der Energieversorgung leisten.

Klimaschonende Kraft-Wärme-Kopplung

Durch die Kraft-Wärme-Kopplung kann der Wärmemarkt spürbar entlastet werden. Durch die Kombination von Erdgas-Brennwertheizungen mit Solarthermie-Systemen lassen sich im Vergleich zu älteren Systemen große Mengen klimaschädlicher CO2-Emissionen einsparen. Der DVGW unterstützt die Entwicklung und den Ausbau der Infrastruktur für Erdgas im Sinne der Energiewende. Hierzu zählt auch die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung, die unterschiedliche Energiequellen miteinander verzahnt.

Die Innovationsoffensive Gas des DVGW
In unserer Broschüre zur Innovationsoffensive Gas stellen wir Ihnen die Themen, Forschungsbereiche und Anwendungsgebiete vor, in denen wir die Rolle von Gas neu definieren.
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