Gas-Haushaltszähler

Messtechnik und Abrechnung

Die Neuregelung des gesetzlichen Messwesens und das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende führen zu erhöhten Anforderungen an Datenqualität und -sicherheit. Der DVGW begleitet diesen Prozess in der Regelsetzung und mit Informations- und Servicedienstleistungen.
Gas-Haushaltszähler; ©DVGW
Mess- und Eichwesen

In­kraft­tre­ten Mess-und Eichgesetz sowie Mess- und Eichverordnung

Das neue Mess-und Eichgesetz sowie die neue Mess- und Eichverordnung traten zum 1. Januar 2015 in Kraft. Durch die Novellierung des Mess-und Eichwesens wurden europäische Regelungen in nationales Recht umgesetzt. Damit einhergehend sind die innerstaatliche Bauartzulassung und die Ersteichung von national geregelten Messgeräten ab dem 1. Januar 2015 durch eine Konformitätsbewertung ersetzt. Die Nacheichung von verwendeten Gasmessgeräten bleibt auch zukünftig den Eichbehörden der Länder bzw. den staatlich anerkannten Prüfstellen vorbehalten.

Durch die Eichbehörden der Länder wurden Fachinformationen zum Mess-und Eichwesen, unter anderem zu dem Thema "Anzeigepflicht nach § 32 MessEG", erarbeitet und sind unter folgenden Links einzusehen:

zur Kommentierung zum § 5 Mess- und Eichverordnung (MessEV)

Gasmessung: Technische Spezifikation für DSfG-Realisierungen

Gas-Information Nr. 7 – Auflage 05/2015

Neben redaktionellen Ergänzungen und Korrekturen zeichnet sich die 7. Auflage dieses Dokuments wesentlich aus durch die Erweiterung der Datenelementeliste DFÜ um die Verwaltung von Signaturparametern (z.B. Verfahren und Schlüssel). Eine Handlungsempfehlung für die praktische Verwendung des Signaturverfahrens wurde ebenfalls hinzugefügt. Signaturen werden vorteilhaft benutzt, um eine sichere Datenübertragung von empfindlichen (z.B. geeichten) Datensätzen über ungenügend gesichterte Datenverbindungen zu gewährleisten.

Desweiteren enthält die 7. Auflage dieses Dokuments die Spezifikation und die Datenelementeliste für die Anbindung von Gaszählern mit elektronischer Kommunikationsschnittstelle an die DSfG. Redaktionsschluss für die 7. Auflage war im März 2015. Insbesondere durch die wachsende Bedeutung der sicheren Datenübertragung unter Anwendung des Signaturverfahrens ist die DSfG weiterhin ein wichtiger technischer Standard im deutschen Gasfach. Der inzwischen in den DVGW-Arbeitskreis PK 1.5.2.1 übergegangene Arbeitskreis „DSfG-Pflege“ wird weiterhin seinem Auftrag folgend die Spezifikation der Digitalen Schnittstelle für Gasmeßgeräte auf Basis der technischen Anforderungen der Zukunft auszugestalten.

Digitalisierung der Energiewende

Durch die Veröffentlichung des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (insbesondere Messstellenbetriebsgesetz) werden sich bestehenden energiewirtschaftliche Prozesse ändern. Davon betroffen sind insbesondere die Prozesse zum Lieferantenwechsel Gas (GeLi Gas) und die Wechselprozesse im Messwesen (WiM).

Der DVGW begleitet diese Prozesse und hat nun ein Rundschreiben herausgegeben, das sich mit der "Einführung von Marktlokations-Identifikationsnummern zum 01.02.2018" beschäftigt.

Das Rundschreiben steht nur DVGW-Mitgliedern zur Verfügung.

zur Einführung von Marktlokations-Identifikationsnummern zum 01.02.2018

Smart Metering

Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende in Kraft getreten

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende hat am 8. Juli 2016 mit Verabschiedung durch den Bundesrat die letzte politische Hürde für den Start des Smart-Meter-Rollouts genommen.

Kern des Artikelgesetzes ist das Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen (Messstellenbetriebsgesetz - MsbG) vom 29. August 2016,  das den Einsatz intelligenter Messsysteme sicher und kosteneffizient vorantreiben soll. Damit sind die Rahmenbedingungen für den Smart Meter Rollout gegeben.

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende wurde am 1. September 2016 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist somit am 2. September in Kraft getreten.

Der DVGW hat bereits mit seinem Lastenheft Kommunikationsadapter (DVGW G 694) einen technischen Grundstein für sichere Anbindung von Gasmesseinrichtungen an das intelligente Energienetz gelegt.

Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums für ein Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende

Stellungnahme des DVGW

Am 21. September 2015 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie den Referentenentwurf für ein „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ veröffentlicht. Der Gesetzentwurf und Informationen hierzu sind auch auf den Internetseiten des BMWi, Rubrik Energie, eingestellt.

Das Gesetz schafft wichtige Voraussetzungen für das Gelingen der Energiewende und dient auch der Umsetzung des Koalitionsvertrages. Es wird das Ziel vorgegeben, verlässliche Rahmenbedingungen für den sicheren Einsatz von intelligenten Messsystemen für Verbraucher, Erzeuger und Kleinspeicher auf den Weg zu bringen. Gegenstand des Paketes werden die Festlegung hoher technischer Standards zur Gewährleistung von Datenschutz und Datensicherheit, bereichsspezifischer Datenschutzregeln für die Marktkommunikation sowie Regelungen im Zusammenhang mit dem Einbau von intelligenten Zählern zur Ermöglichung von intelligentem Last- und Erzeugungsmanagement sein.

Der Referentenentwurf ist innerhalb der Bundesregierung noch nicht abschließend abgestimmt.

Die Verbände hatten die Gelegenheit, hierzu bis zum 9. Oktober 2015 Stellung zu nehmen. An diesem Tag fand die mündliche Verbändeanhörung statt. In Ergänzung zur Anhörung von Ländern und Verbänden hatte zuvor am 30. September eine Sondersitzung der BMWi-Arbeitsgemeinschaft  „Intelligente Netze und Zähler“ stattgefunden. Hier wurde der Gesetzentwurf vorgestellt und diskutiert.

Der DVGW hat eine Stellungnahme erarbeitet, die in den relevanten Gremien abgestimmt wurde.

zum Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (Stand: 21. September 2015)

Webseite des BMWi
Digitalisierung Energiewende
  • BMWi eröffnet Konsultation zu intelligenten Messsystemen
  • Beantwortung häufiger Fragen rund um intelligente Messsysteme
Zur Website
Sichere Anbindung von Messeinrichtungen an das Smart Meter Gateway (SMGw) des BSI

Intelligente Messsysteme (Smart-Metering-Systeme) nehmen bei der Energiewende eine Schlüsselrolle ein. Sie schaffen nicht nur die notwendige Transparenz für den Verbraucher, sondern sorgen auch dafür, dass dieser sich aktiv an der Optimierung des Energieverbrauchs beteiligen kann. Smart Meter können bei Bedarf dem Netzbetreiber wichtige Netzzustandsdaten liefern. Dadurch leisten sie einen wesentlichen Beitrag für die intelligenten Energienetze der Zukunft (Smart Grids).

Ziel ist eine moderne, klimafreundliche, nachhaltige und sichere Energieversorgung für Deutschland. Die zunehmend dezentrale Einspeisung stellt dabei künftige Energieversorgungssysteme vor große Herausforderungen. Zum einen erfolgt die Energieeinspeisung durch erneuerbare Energien zu unvorhersehbaren Zeitpunkten. Zum anderen wird in Zukunft beispielsweise das Aufladen von Elektrofahrzeugen zu bestimmten Tageszeiten erhebliche zusätzliche Spitzenlasten erzeugen. Intelligente Energienetze sollen eine flexiblere Energieversorgung ermöglichen.

Der Einbau intelligenter Messsysteme ist bereits gesetzlich vorgeschrieben. Derzeit herrscht jedoch große Verunsicherung am Markt, weil noch keine entsprechenden Produkte verfügbar sind. Um dieser Planungsunsicherheit entgegen zu wirken und die umfangreichen rechtlichen Vorgaben gerätetechnisch umzusetzen, begleitet der DVGW seit April 2012 intensiv die rechtlichen und technischen Entwicklungen und erarbeitet Lastenhefte für die Anbindung von Verbrauchszählern an die zukünftigen Messsysteme.

Ende Mai 2015 veröffentlichen DVGW und FNN eine gemeinsame technische Spezifikation eines Kommunikationsadapters zur sicheren Anbindung von Gas- und Stromzählern an das SMGw.

Anordnung des Kommunikationsadapters im Messsystem
Anordnung des Kommunikationsadapters im Messsystem; © Copyright DVGW

Das Merkblatt G 694 wurde von Fachleuten eines spartenübergreifenden und gemeinsamen DVGW- und FNN-Projektkreises „Kommunikationsadapter“ erarbeitet. Das Merkblatt ist gleichlautend mit dem FNN-/ VDE-Hinweis „Kommunikationsadapter zur Anbindung von Messeinrichtungen an die LMN-Schnittstellen des Smart Meter Gateways (Version 1.0)“.

Der Kommunikationsadapter bindet die MID- und/oder national zugelassenen Zähler sicher entsprechend der Vorgaben der PTB und BSI an das SMGw an. Bild 1 zeigt die Verwendung eines Kommunikationsadapters in einem Messsystem nach Energiewirtschaftsgesetz.

Die optionale Schnittstelle S4 dient der Konfiguration von Adapterparametern und wird nicht für jeden Adapter benötigt.

Es kommen unterschiedliche Varianten von Kommunikationsadaptern zur Anwendung. Diese werden nach ihrer Einsatzart im Zusammenspiel mit Gaszählern und/oder Elektrizitätszählern wie folgt unterschieden:

  • externer Kommunikationsadapter mit Impulseingang
  • externer Kommunikationsadapter mit Datenschnittstelle zum Zähler
  • modularer Kommunikationsadapter mit Datenschnittstelle
  • vollintegrierter Kommunikationsadapter mit optischer Schnittstelle zum LMN
  • vollintegrierter Kommunikationsadapter
Telekom Deutschland GmbH: Umstellung analoger Anschlüsse

Einführung neuer Technologie bei der Telekom Deutschland GmbH, Wegfall der bisherigen analogen oder digitalen ISDN-Festnetzanschlüsse

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Smart Metering
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Hauptgeschäftsstelle / Gastechnik

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