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Strahlenschutzrecht und Radon am Arbeitsplatz

Für Arbeitsumgebungen gelten eigene Grenzwerte für die Konzentration von Radon in der Luft. Bei der Überarbeitung des europäischen Strahlenschutzrechts ist die natürlich vorkommende Radioaktivität in Rückständen in den Fokus gerückt. Für die Wasserwirtschaft ist dies insbesondere in Bezug auf die Wasserwerksrückstände wichtig.

Strahlenschutzrecht; © Copyright CC0-Lizenz
Änderung des Strahlenschutzrechts

Strahlenschutzgesetz

Die Richtlinie 2013/59/EURATOM wurde mit dem Strahlenschutzgesetz 2017/2018 in nationales Recht umgesetzt. 2016 nahm der DVGW Stellung zum damaligen Entwurf des neuen Gesetzes

zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Neuordnung des Rechts zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung vom 14.09.2016

Verordnung zur weiteren Modernisierung des Strahlenschutzrechts (inklusive Strahlenschutzverordnung)

Nach dem Erlassen des Strahlenschutzgesetzes 2017 wurden die unterlegenden Verordnungen als Verordnung zur weiteren Modernisierung des Strahlenschutzrechts vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, und Reaktorsicherheit als Entwurf vom 30. Mai 2018 den Verbänden zur Stellungnahme vorgelegt. Insbesondere die enthaltene Strahlenschutzverordnung ist aufgrund der Aufnahme von NORM (naturally-occurring radioactive material) und der Nennung von „Kiese, Sande, Harze und Kornaktivkohle aus der Grundwasseraufbereitung“ als überwachungsbedürftige Rückstände zusätzlich zu den Vorgaben zu Radon relevant.

Der DVGW hat zum Entwurf der Verordnung zur weiteren Modernisierung des Strahlenschutzes eine Stellungnahme abgegeben (26.06.2018).

zur Verordnung (Referentenentwurf) zur weiteren Modernisierung des Strahlenschutzrechts

Radon am Arbeitsplatz im Wasserwerk

Strahlenschutzrechtliche Überwachungspflicht

Mit den Regelungen der Strahlenschutzverordnung wurden 2001 Grenzwerte für die Radonexposition an Arbeitsplätzen wirksam. Auch Anlagen der Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung werden als Arbeitsfelder aufgelistet, "bei denen erheblich erhöhte Expositionen durch natürliche terrestrische Strahlungsquellen auftreten können". Der DVGW hat hierzu für die Wasserversorgungsunternehmen Empfehlungen und Informationen für die nach StrlSchV geforderte Abschätzung der Arbeitsplätze (§ 95) bereit gestellt.

Das erste Informationsschreiben des Arbeitskreises "Strahlenschutz" erläutert physikalische Hintergründe, informiert über die neuen gesetzlichen Regelungen und die Konsequenzen für die Wasserversorgungsunternehmen. Das zweite Schreiben erklärt, wie eine Abschätzung der Arbeitsplätze erfolgen kann und was bei Radon-Messungen zu beachten ist. Weiterhin werden Adressen von Messstellen und den zuständigen obersten Landesbehörden genannt. Das dritte Informationsschreiben macht auf eine nachträgliche Änderung im Inhalt des ersten Informationsschreibens aufmerksam.

Weiterhin kann hier das "Merkblatt Strahlenschutz" der Berufsgenossenschaft der Gas-, Fernwärme- und Wasserwirtschaft als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Strahlenschutz bei Arbeiten von Fremdfirmen in Wasserwerken - Vermeidung von Organisationsverschulden

Ansprechpartnerin
für fachliche Fragen zum Strahlenschutzrecht
Dr. Karin Gerhardy
Hauptgeschäftsstelle / Wasserversorgung

Telefon+49 228 91 88-653