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Sicherheit in der Wasserversorgung

Sicherheit in der Wasserversorgung

Das Thema „Sicherheit" ist seit einigen Jahren im Fokus von Diskussionen und Aktivitäten auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Konzepte wie zum Beispiel das Water-Safety-Plan-(WSP)-Konzept der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder Normungsaktivitäten auf CEN- und ISO-Ebene sind Beispiele hierfür.

Der DVGW ergänzt mit den Hinweisen seine Empfehlungen zu Organisation und Management in der Wasserversorgung (DVGW-Arbeitsblatt W 1000:2016) und schafft zum Thema Sicherheit ein Gesamtkonzept für die Branche. Die Empfehlungen werden auch in das „Technische Sicherheitsmanagement“ des DVGW eingearbeitet, so dass ihre Elemente bei Erst- bzw. Wiederholungsprüfungen mitbetrachtet werden.

DVGW-Hinweise auch auf europäischer Ebene etabliert

Da die Regelsetzung immer mehr durch die europäische (CEN) und internationale (ISO) Ebene dominiert und dabei in der Regel ein Kompromiss auf niedrigem Niveau festgeschrieben wird, hat der DVGW die Hinweise W 1001 und W 1002 im CEN eingebracht. Dabei ist es gelungen, beide Hinweise größtenteils sogar wortgleich in die Standards DIN EN 15975-1 „Sicherheit der Trinkwasserversorgung – Leitlinien für das Risiko- und Krisenmanagement – Teil 1: Krisenmanagement“ (März 2016) und DIN EN 15975-2 Sicherheit der Trinkwasserversorgung – Leitlinien für das Risiko- und Krisenmanagement – Teil 2: Risikomanagement“ (Dezember 2013) zu überführen. Dadurch sind diese DVGW-Hinweise auch in Zukunft auf europäischer Ebene etabliert.

Neufassung von W 1050 zum Objektschutz

Der DVGW hat sich auch des breit und teilweise kontrovers diskutierten Themas „Objektschutz von Wasserversorgungsanlagen“ mit seiner Neufassung des DVGW-Merkblattes W 1050 gezielt angenommen. Der Objektschutz von Wasserversorgungsanlagen dient der Risikoreduzierung und damit auch der Risikobeherrschung in der sicheren Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser. Dieses Merkblatt dient zur Ermittlung von Maßnahmen zum Objektschutz einzelner Wasserversorgungsanlagen im Rahmen des Risikomanagements gemäß DVGW W 1001 (H) bzw. jetzt der DIN EN 15975-2. W 1050 wurde im April 2012 veröffentlicht.

Darüber hinaus hat der DVGW im Januar 2014 die DVGW-Information Wasser Nr. 80 veröffentlicht, der die im W 1050 (M) formulierten Grundsätze als Leitfaden zur Umsetzung eines Objektschutzkonzeptes ergänzt. Diese DVGW-Information Wasser zeigt praktische Lösungsmöglichkeiten auf, wie ein ausgewogener Handlungsbedarf durch Abgleich von Sicherheitsanforderungen mit den vorhandenen Sicherheitsausstattungen ermittelt werden kann. Ziel ist es, eine Maßnahmenliste mit ausgewiesenen Prioritäten zur Umsetzung zu erarbeiten, um die Wasserversorgungsanlagen entsprechend der mit der Unternehmensleitung abgestimmten Schutzziele zu schützen.

"Strategic Workshop on Water Safety Plans (WSP) for Europe“

Zur Auswertung der bisherigen Erfahrungen mit dem WSP-Konzept in Europa hat das UBA vom 12.-13. März 2014 in Berlin einen „Strategic Workshop on Water Safety Plans (WSP) for Europe“ durchgeführt. Ebenfalls beteiligt waren die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB), die International Water Association (IWA), die European Federation of National Associations of Water (EurEau) und der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW). Teilnehmende aus Forschung, Wasserversorgung und dem regulatorischen Bereich diskutierten Ansätze für die Regulierung und Umsetzung im europäischen Kontext und tauschten Erfahrungen aus mit der Entwicklung von WSP, dem daraus resultierenden Nutzen sowie den dafür förderlichen Voraussetzungen und Randbedingungen.

 Workshop Report (PDF, 214 KB)

10 Jahre Water Safety Plan-Konzept der WHO

(c) wvgw

Seit dem Erscheinen der WHO-Leitlinien im Jahr 2004 ist der Diskussion des Water-Safety-Plan-Konzeptes breiter Raum gewidmet worden. Diskussionsforen der verschiedensten Art haben sich dem „Risikomanagement im Normalbetrieb“ als der deutschen Interpretation des Begriffes „Water Safety Plan“ gestellt und im Wasserfach nicht nur die Wahrnehmung für ein modernes, risikobasiertes und prozessorientiertes Management geschaffen. Nach zehn Jahren „Water Safety Plan“ können wir über Erfahrungen und den Nutzen berichten wie auch Umsetzungshilfen anbieten.

 Zehn Jahre Water-Safety-Plan-Konzept der WHO - ein Zwischenfazit (PDF, 884 KB)
Artikel von Dr. Claudia Castell-Exner, aus: DVGW energie | wasser-praxis Nr. 4/2014

 10 Jahre Water Safety Plan-Konzept der WHO – Was haben wir erreicht? (PDF, 962 KB)
Folien zu einem Vortrag von Dr. Claudia Castell-Exner anlässlich der 47. Essener Tagung für Wasser- und Abfallwirtschaft im März 2014

 

Water Safety Plans

Dr. Claudia Castell-Exner

Tel. +49 228 9188-650
Fax +49 228 9188-988

castell-exner(at)dvgw.de


Im Krisenfall

Thomas Zenz

Tel. +49 228 9188-858
Fax +49 228 9188-988

zenz(at)dvgw.de


Exklusiv für Mitglieder

Stellungnahme zum BMI-Diskussionspapier "Kritische Infrastrukturen" (06.11.12)
Stellungnahme von BDEW, DVGW, DWA und VKU zu dem BMI-Diskussionspapier "IT-Schutz Kritischer Infrastrukturen in Deutschland"

Weiterführende Infos

 Neue Gesetze und Regelungen für kritische Infrastrukturen (PDF, 1.1 MB)

Auswirkungen der neuen gesetzlichen Anforderung zur Informationssicherheit auf Wasser- und Gasversorgungsunternehmen
Artikel von Frank Dietzsch et. al., aus: DVGW ewp 4/2016

 

DVGW-Information GAS Nr. 22: "Informationssicherheit in der Energieversorgung" (03/2016)