Im chemischen Labor des DBI Leipzig

01. März 2016

Abschlussbericht Qualitätsverfahren bei Epoxidharz beschichteten Trinkwasserbehältern

W 201411: Standardisierung eines anwenderfreundlichen Testverfahrens zur bauseitigen Qualitätsbeurteilung der Beschichtungsausführung von Epoxidharz beschichteten Trinkwasser-Stahlbehältern
Forschungsbericht
Projektbeschreibung

Epoxidharzbeschichtungen werden seit mehreren Jahrzehnten als Korrosionsschutz für Stahlbehälter im Trinkwasserbereich angewendet. Für die Abnahme fertiger Beschichtungen in Stahlbehältern sind im DVGW-Arbeitsblatt W 628 neben der visuellen Kontrolle weitere Tests wie die Schichtdickenmessung oder die Porenprüfung mittels Funkenschlagmethode gefordert. Dennoch treten trotz vorschriftsmäßiger Beschichtungsüberprüfung nach Instandsetzung oder Neubeschichtung im Betrieb immer wieder Schäden am Behälter auf, die auf einen fehlerhaften Korrosionsschutz zurückzuführen sind.

Dabei ist es häufig der Fall, dass diese Schäden nur durch Zufall oder erst bei Eintritt eines größeren Schadensereignisses erkannt werden, da die Behälter im laufenden Betrieb nicht einsehbar sind.

Daher wurde seit längerem in der Fachwelt die Anwendung eines alternativen bzw. zusätzlichen Prüfverfahrens diskutiert. Die Grundlage dieses Verfahrens basiert auf den Erfahrungen des Wasserverbands Bersenbrück. Bevor der dort eingesetzte Wassertest als weitere Prüfmethode zur Abnahme Epoxidharzbeschichteter Stahlbehälter etabliert werden kann, galt es insbesondere die Leistungsfähigkeit des Verfahrens unter Einbeziehung der Einsatzbedingungen sowie der Einsatzgrenzen zu untersuchen.

Darüber hinaus sollten anhand der Untersuchungsergebnisse praxisgerechte Prüfbedingungen sowie eine optimierte Prüfdauer abgeleitet werden. Grundsätzlich soll die Anwendung des Wassertests dazu beitragen, die Bewertung und Abnahme von beschichteten Stahlbehältern weiter zu verbessern um durch frühzeitiges Erkennen und Ausbessern von Fehlstellen die Betriebssicherheit und Lebensdauer der Behälter zu erhöhen.

Daher umfasst das Untersuchungsprogramm auch einen Vergleich der Leistungsfähigkeit der neuen Methode mit den bestehenden Methoden wie der Schichtdickenmessung und der Porenprüfung mittels Hochspannung. Ein positives Forschungsergebnis soll in einer Erweiterung der gegenwärtigen Prüfordnung und einem Zusatz im DVGW Arbeitsblatt W 628 münden.

Projektpartner

  • DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW), Karlsruhe

Förderkennzeichen W 201411

Altes Förderkennzeichen: W 8/01/13

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsbericht wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner
Dr. Mathis Keller
Hauptgeschäftsstelle / Technologie und Innovationsmanagement

Telefon+49 228 91 88-727