Mit knapp 4.000 hat die Zahl der Förderanträge zur Beschaffung von mit Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas = LNG) betriebenen Lkw im November 2020 einen neuen Höchststand erreicht. Auch die Zahl der Tankstellen hat deutlich zugenommen: War Flüssigerdgas im April 2019 an nur vier öffentlichen Tankstellen verfügbar, so sind inzwischen 37 LNG-Tankstellen deutschlandweit in Betrieb - ein fast flächendeckendes Netz. Weitere 60 Tankstellen befinden sich in der Planung.

Diese positive Bilanz zieht die LNG-Taskforce, eine Initiative, die von der Deutschen Energie-Agentur (dena) und dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) vorangetrieben wird, anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens am heutigen Tag. In den zurückliegenden Jahren wurden mit der Mautbefreiung für LNG-betriebene Lkw, dem reduzierten Energiesteuersatz und mit dem Anschaffungszuschuss wichtige Etappensiege erzielt. „Das Engagement der dena gewährleistet, dass im Dialog mit der Politik die Rahmenbedingungen für den Hochlauf von Flüssigerdgas kontinuierlich verbessert werden konnten. Insbesondere im Schwerlastverkehr ist LNG-basierter Antrieb eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren“, erklärt der DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke die erfolgreiche Zusammenarbeit.

„LNG ist eine effiziente und marktreife Technologie. Sie hat das Potenzial, zügig mehr erneuerbare Energien in den Verkehr zu integrieren“, hebt Kristina Haverkamp, dena-Geschäftsführerin, hervor. Aus Sicht beider Partner bleibt dennoch viel zu tun: Für die weitere LNG-Marktentwicklung sei entscheidend, dass der ordnungspolitische Rahmen das CO2-Reduktionspotenzial von LNG und insbesondere von BioLNG bei der Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor angemessen berücksichtigt.

Die LNG-Taskforce zählt derzeit 19 Partner, darunter sind Fahrzeughersteller, Tankstellenbetreiber sowie die Erdgas- und Biogaswirtschaft vereint. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ist Schirmherr und unterstützt die LNG-Taskforce. Die Initiative hat das Ziel, die Markteinführung von LNG als Kraftstoff in Abstimmung mit Industrie und Politik voranzutreiben. Auf dem Weg hin zu einer klimaschonenderen Mobilität kann LNG als fossiler Energieträger bereits zu einer Reduktion der CO2-Emissionen bis zu 20 Prozent ermöglichen. Als zunehmend erneuerbarer, grüner Kraftstoff kann dies bis zu 90 Prozent ansteigen. Dabei ist eine Vermischung von fossilem und erneuerbaren LNG in beliebigem Umfang möglich. Zusätzlich ist der Betrieb von LNG-Motoren deutlich leiser und trägt zur Verminderung der Luftschadstoffe bei.

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