Handlungsfähigkeit

...beschreibt die Fähigkeit von Wasserversorgungsunternehmen, wirksam auf die negativen Folgen des Klimawandels in den Bereichen Wassermenge, Wasserqualität und Infrastruktur zu reagieren. Je ausgeprägter diese Fähigkeit ist, desto höher wird auch die Resilienz des Unternehmens eingeschätzt.

Kernergebnisse des Themenfelds
  • Der Index für das Themenfeld “Handlungsfähigkeit” liegt bei 43 und gibt Aufschluss darüber, dass die WVU ihre Fähigkeit auf die Klimawandelauswirkungen zu reagieren im unteren mittleren Bereich einschätzen. Daraus lässt sich ableiten, dass die Unternehmen auf klimabedingte Herausforderungen reagieren können und sich (noch) handlungsfähig fühlen.
  • Die Unternehmen schätzen sich insbesondere beim Monitoring der Wasserqualität und des Wasserdargebots (64) sowie bei der Anpassung bestehender Infrastrukturen (63) als als hinreichend handlungsfähig ein. Diese Selbstwahrnehmung trägt wesentlich zur positiven Einschätzung der eigenen Resilienz bei.
  • Demgegenüber stehen jene Indikatoren, die von den Unternehmen am niedrigsten bewertet wurden: Dazu zählen die Reduktion des Netzdrucks (34), der Anschluss an überregionale Fernwasserversorgungssysteme (30) sowie Maßnahmen zur Förderung eines sparsamen Wasserverbrauchs, etwa durch flexible oder saisonale Preismodelle (27).
  • Trotz erkennbarer Unterschiede in der Bewertung einzelner Maßnahmen zeigt sich insgesamt ein positives Bild hinsichtlich der Handlungsfähigkeit der Unternehmen. Während technische und infrastrukturelle Maßnahmen wie Monitoring und Netzoptimierung als gut umsetzbar eingeschätzt werden und zur Resilienz beitragen, werden andere Strategien – etwa Fernwasserversorgung oder wassersparende Preismodelle – deutlich zurückhaltender bewertet, was auf bestehende Hemmnisse in der praktischen Umsetzung hinweist.
Weitere Themenfelder des Klimaresilienz-Index Wasser