18. Dezember 2025
Mit der Freischaltung der Anmeldung für Endnutzende hat das Projekt SHAPTH (Schnittstellenharmonisierung und Austauschplattform Trinkwasserhygiene) einen entscheidenden Schritt in Richtung digitalisierter Trinkwasserkommunikation vollzogen. Ab sofort können sich berechtigte Institutionen und Organisationen auf der Plattform registrieren und die operative Nutzung vorbereiten. Damit beginnt die nächste Phase in der bundesweiten Einführung des digitalen Datenaustauschs auf Basis des interoperablen Datenstandards XWasser.
Meilenstein für digitale Trinkwasserhygiene:
Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der technischen Betriebsumgebung im Frühjahr und intensiven Tests der Plattform steht SHAPTH jetzt bereit zur stufenweisen Öffnung für die beteiligten Gesundheitsämter, Labore und Wasserversorger.
Für die Authentifizierung sind folgende Identifikationsmittel erforderlich:
BundID für natürliche Personen (z. B. Einzelunternehmen)
SHAPTH stellt einen bundeseinheitlichen, medienbruchfreien Kommunikationsweg für die Übermittlung und den Empfang von Trinkwasseranalysedaten bereit. Grundlage bildet der neue Datenstandard XWasser, der in enger Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus Gesundheitsbehörden, Laboren und IT-Dienstleistern entwickelt wurde.
Die Plattform bietet sowohl eine moderne API-Anbindung als auch ein intuitives Webinterface, über das Datensätze komfortabel manuell übermittelt und empfangen werden können. Informieren Sie sich ggf. bei Ihrem jeweiligen Fachanwendungs- bzw. LIMS-Hersteller über den dortigen Zeitplan für die Anbindung Ihrer Software an SHAPTH.
Bundesweite Einführung bis 2027:
Die Bundesländer beabsichtigen, XWasser bis spätestens 1. Januar 2027 als verbindliches Übermittlungsformat für Trinkwasseranalysedaten festzulegen. Der Starttermin für die Nutzung von SHAPTH für den Datenaustausch im produktiven Regelbetrieb ist abhängig von der Zulassung im jeweiligen Bundesland. Zur landesspezifischen Ausgestaltung der Übergangsphase werden die zuständigen Landesbehörden zu gegebener Zeit informieren.
Der DVGW hat das Projekt SHAPTH von Beginn an fachlich unterstützt; mit Dr. Ulrich Borchers (TZW) war ein ausgewiesener Experte in die inhaltliche Entwicklung eingebunden.