Meldung vom 31.08.2020

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass ein Teil der mit Corona infizierten Personen das neuartige Virus auch über den Verdauungstrakt ausscheidet. Deshalb wurde bereits befürchtet, dass der Erreger über den Abwasserpfad in den Wasserkreislauf gelangen könne. Um diesem Sachverhalt auf den Grund zu gehen, hat der DVGW eine Literaturstudie zu SARS-CoV-2 im Kontext der Wasserversorgung in Auftrag gegeben. Wissenschaftler des DVGW-Technologiezentrums Wasser (TZW) haben über 300 Publikationen zu Vorkommen und Verhalten des Erregers im Wasser ausgewertet und in einer abschließenden Studie zusammengefasst. Dieser Überblick über den aktuellen Wissensstand soll die Unternehmen der Branche mit wissenschaftlich fundierten Aussagen bei der Kommunikation in Sachen Corona unterstützen.

Eine Erkenntnis der Literaturrecherche ist, dass nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand eine Verbreitung bzw. Übertragung von COVID-19 über die Trinkwasserversorgung nahezu ausgeschlossen werden kann. Die Studie weist zudem darauf hin, dass das Trinkwasser in Deutschland gut gegen Viren und wasserbedingte Epidemien geschützt ist. Dies liege an dem seit Jahrzehnten eingeführten Multi-Barrieren-System, bestehend aus Ressourcenschutz, Wassergewinnung, Wasseraufbereitung und Wasserverteilung.

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