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28. November 2022

Landwirtschaftliche Verwertung von Gärprodukten in Trinkwasserschutzgebieten

Information
DVGW-Information vom 28. November 2022

Der DVGW hat für Wasserschutzgebiete Anforderungen an die landwirtschaftliche Verwertung von Gärprodukten aus der Biogaserzeugung definiert und als DVGW-Information Gas/Wasser Nr. 30 im November 2022 veröffentlicht. An der Erarbeitung haben neben den DVGW-Technischen Komitees „Grundwasser und Ressourcenmanagement“ sowie „Erneuerbare Gase“ im DVGW der BDEW, die BGK, die DWA und der Fachverband Biogas mitgewirkt.

Zum Schutz der Trinkwasserressourcen sollten aus Sicht des DVGW in Wasserschutzgebieten ausschließlich gütegesicherte Gärprodukte ausgebracht werden dürfen. Die Gütesicherung soll sicherstellen, dass die Gärproduktverwertung nicht mit zusätzlichen stofflichen oder mikrobiologischen Gefährdungen der Trinkwasserressourcen verbunden ist.

Landwirtschaftliche Gärproduktverwertung in Trinkwasserschutzgebieten gemäß DVGW-Information Gas/Wasser Nr. 30:

Schutzzone I

Keine Verwertung von Gärrückständen aus Biogasanlagen

Schutzzone II

Nur gütegesicherte Gärrückstände (Gärprodukte) aus betriebseigenen nachwachsenden Rohstoffen und Wirtschaftsdüngern, falls die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern in der Schutzzone II des Trinkwasserschutzgebietes zulässig ist.

Schutzzone III

Nur gütegesicherte Gärrückstände (Gärprodukte) aus nachwachsenden Rohstoffen, Wirtschaftsdüngern, Bioabfällen pflanzlicher und tierischer Herkunft sowie weiteren Ausgangsstoffen entsprechend der Liste in Tabelle A.2 des Anhangs A (s.u.).

Für Gärprodukte aus Biogasanlagen, die Biotonneninhalte, Küchen- und Kantinen­abfälle, Fette und Fettrückstände sowie andere Inhalte von Fettabscheidern gemäß Tabelle A.2 vergären, ist zusätzlich eine Einzelfallprüfung gemäß Anhang B (s.u.) Bestandteil der Gütesicherung.

Über die obigen Links stehen PDF-Versionen der beiden Anhänge der DVGW-Information Gas/Wasser Nr. 30 kostenfrei als Download bereit. Die vollständige Information kann über den Webshop des wvgw kostenpflichtig bezogen werden.

Ansprechpartner
Sie haben Fragen oder Anregungen zu dieser Stellungnahme? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Unsere Experten steht Ihnen gerne zur Verfügung.
Dr. Daniel Petry
Hauptgeschäftsstelle / Wasserversorgung

Telefon+49 228 91 88-856
Weitere Informationen zum Thema

Diese Stellungnahme ist Bestandteil der Themenseite Landwirtschaft und Trinkwasser.