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Ein aus grünen Blättern bestehendes H2, die Formel für Wasserstoff

05. Dezember 2019

DVGW-Positionspapier vom 5. Dezember 2019

Positionspapier zur Nationalen Wasserstoff-Strategie
Wasserstoff; © iStock.com/Petmal
DVGW-Positionspapier vom 5. Dezember 2019

Die Energiewende steht am Scheideweg und Deutschland wird die Klimaschutzziele deutlich verfehlen. Mit dem Ausstieg aus Kernkraft und Braunkohle wird sich unsere Energieversorgung drastisch verändern und es stehen enorme Herausforderungen bevor. Ein Umsteuern in der deutschen Energiepolitik ist dringend erforderlich und es gilt jetzt die richtigen Weichen zu stellen, damit die Klimaschutzziele erreicht werden können. Bisher wurden die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität sowie die sie verbindenden Infrastrukturen oft nicht ganzheitlich betrachtet. Um die Energiewende voranzubringen, müssen diese Einschränkungen jedoch aufgebrochen werden. Die verschiedenen Sektoren, Energieträger und Infrastrukturen sollten in einer modernen Energiepolitik daher gemeinsam durchdacht und geplant werden.

Gasförmige Energieträger – Erdgas, Biogas und Wasserstoff – werden demnach auch langfristig und mit zunehmender Dekarbonisierung ein zentraler Eckpfeiler der deutschen Energieversorgung sein und dabei auch als Garant für Versorgungssicherheit fungieren. Neben einer Steigerung der Energieeffizienz und einem stetigen Ausbau der Erneuerbaren wird damit Gas als dritte Säule der Energiewende verstanden, nicht nur wegen seines nachweislich hohen Potenzials einer raschen und kostengünstigen Emissionsminderung, sondern insbesondere auch wegen der Möglichkeit des Energietransports und der Energiespeicherung in volkswirtschaftlich notwendigen Dimensionen mit den vorhandenen hoch-effizienten Infrastrukturen. Diese Assets sind auch Schlüssel eines raschen und erfolgreichen Wasserstoffausbaupfades.

Wasserstoff wird seit Jahrzehnten erforscht und erprobt. Deshalb kann Deutschland nun im großen Stil auf diese Technologie setzen. In Kombination mit den weltweit fallenden Erzeugungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien kann CO2-freier Wasserstoff jetzt zu einem wichtigen Baustein der Energiewende werden. Er wird einen wichtigen Beitrag leisten, um die ambitionierten Klimaschutzziele aus dem Pariser Abkommen zu erreichen.

Ansprechpartner
Bei Fragen zu dieser Stellungnahme wenden Sie sich bitte an Dr. Dennis Rendschmidt
Dr. Dennis Rendschmidt
Hauptgeschäftsstelle, Standort Berlin / Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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Diese Stellungnahme ist Bestandteil der Themenseite Wasserstoff und Energiewende.