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Technisches Sicherheitsmanagement

Aufgrund der sich ständig wandelnden sicherheitstechnischen Anforderungen hat der DVGW bereits Ende 1999 zur Unterstützung der Unternehmen mit großem Erfolg das "Technische Sicherheitsmanagement" (TSM) entwickelt.

Worum geht es?

Exakt zugeschnitten auf die notwendigen Bedürfnisse der Versorgungsunternehmen hat der DVGW Anforderungen an die Qualifikation und Organisation der technischen Bereiche formuliert und sie in den DVGW-Arbeitsblättern G 1000 und W 1000 als anerkannte Regeln der Technik veröffentlicht.

Unterstützt mit aufeinander abgestimmten Leitfäden sind diese Arbeitsblätter eine ausgezeichnete Basis zur Gewährleistung einer rechtssicheren Aufbau- und Ablauforganisation der Unternehmen.

Die Landesgruppe unterstützt das Technische Sicherheitsmanagement auf regionaler Ebene und ist erster Ansprechpartner für die Unternehmen.

Das Technische Sicherheitsmanagement aus Sicht der Energieaufsichtsbehörde des Landes Sachsen-Anhalt
Dr. Thoralf Winkler (Vertreter der Energieaufsicht von Sachsen-Anhalt)

Die öffentliche Energieversorgung im Strom- und Gasbereich ist in Deutschland sehr sicher und zuverlässig. Das besagen sowohl die in den SAIDI-Werten statistisch ermittelten – und sehr niedrigen – Zeiten der Nichtverfügbarkeit der Energieversorgung als auch die geringe und rückläufige Zahl von Schäden und Unfällen durch Energieanlagen. Diese erfreulichen Tatsachen sind Ergebnis einer in großer Verantwortung durchgeführten Arbeit der Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber und auch der energietechnischen Verbände wie des DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. und des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik VDE, welche maßgeblich die Regeln im energietechnischen Bereich setzen.

Aus dem Energiewirtschaftsgesetz lässt sich eine eigenverantwortliche Tätigkeit der Netzbetreiber beim Betrieb ihrer Netze ableiten. Die Anwendung des Standes der Technik, niedergeschrieben in den technischen Regeln der genannten Verbände, ist Voraussetzung für die Anwendung des Prinzips der Eigenverantwortung. Aus den Regelwerken der Fachverbände im Energiebereich ergeben sich eine Reihe von Aufgaben an die Unternehmen. Dazu gehören die Umsetzung technischer Regeln ebenso wie die Erfüllung der Anforderungen an die Qualifikation und Organisation der technischen Bereiche der Gasversorgung (DVGW-Arbeitsblatt G 1000) beziehungsweise der Stromversorgung (VDE FNN Anwendungsregel S 1000).

Das vom DVGW entwickelte Technische Sicherheitsmanagement (TSM) ist nach Auffassung der Energieaufsichtsbehörde ein wichtiges Instrument, mögliche Sicherheitsdefizite in der Organisation des Unternehmens zu erkennen und zu beheben. Es ist daneben für die Energieaufsicht auch ein verifizierbarer Beleg über die Einhaltung der durch das Energiewirtschaftsgesetz gestellten Anforderungen an den sicheren Betrieb der Energieversorgungsnetze. Aus diesem Grund erleichtert das Vorhandensein eines Technischen Sicherheitsmanagements auch bei der Neubeantragung einer Genehmigung des Netzbetriebes ganz wesentlich die durch die Energieaufsicht verlangte Nachweisführung.

Zu den weiteren Vorteilen des TSM gehört, dass bei einer erfolgreichen TSM-Überprüfung die Haftungsrisiken für das Unternehmen verringert werden. Zum einen, weil damit ein Organisationsverschulden widerlegt werden kann. Zum anderen, weil bereits das Umsetzen des Technischen Sicherheitsmanagements im Unternehmen dazu beiträgt, die Arbeit sicherer zu machen und damit die Wahrscheinlichkeit von Störfällen zu verringern. Zudem gehört die Bestätigung zum geprüften Technischen Sicherheitsmanagement zu den nach außen sichtbaren und darstellbaren „Zeugnissen“ über die Einhaltung der fachlichen Anforderungen an das Unternehmen.

Aus Sicht der Energieaufsichtsbehörde des Landes Sachsen-Anhalt ist das TSM daher nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Legitimation einer zurückhaltenden sicherheitstechnischen Aufsicht, sondern dient auch dem Erhalt des Prinzips der sicherheitstechnischen Eigenverantwortung der Gas- und Stromwirtschaft. Es ist davon auszugehen, dass eine Beibehaltung dieser Praxis auch im Interesse der Unternehmen liegt. Das setzt jedoch voraus, dass nicht nur ein Teil der Netzbetreiber ein Technisches Sicherheitsmanagement nachweist, sondern alle Unternehmen die Vorteile eines TSM er-kennen und damit die Branche insgesamt deutlich macht, dass für sie der Erhalt der sicherheitstechnischen Eigenverantwortung oberste Priorität hat.

Das Technische Sicherheitsmanagement in der Gaswirtschaft aus Sicht der Energieaufsichtsbehörde des Freistaates Sachsen

Im internationalen Vergleich zeichnet sich die Gasversorgung in Deutschland durch ein hohes Sicherheitsniveau aus. Bestätigt wird das durch die Schaden- und Unfallstatistik des DVGW. Danach sind Unfälle an Kunden- und Eigenanlagen trotz gestiegener Rohrnetzlänge weiter rückläufig. Dies ist eine positive Entwicklung, die jedoch nicht dazu führen darf, die technische Sicherheit der öffentlichen Gasversorgung als gegeben hinzunehmen. Für die Betreiber von Gasversorgungsnetzen muss auch künftig die oberste Priorität auf der eigenverantwortlichen Umsetzung der im Energiewirtschaftsgesetz festgelegten Anforderungen an Energieanlagen liegen. Nur dadurch können auch künftig die technische Sicherheit gewährleistet und Gasunfälle vermieden werden.

Die eigenverantwortliche praktische Anwendung der allgemein anerkannten Regeln der Technik (DVGW-Regelwerk) durch die Gasnetzbetreiber ist die Voraussetzung dafür, dass das Prinzip der sicherheitstechnischen Eigenverantwortung weiterhin die Grundlage des Handelns bleiben kann.

Aus dem DVGW-Regelwerk ergeben sich für die Unternehmen vielfältige Aufgaben. Dazu gehören neben der Umsetzung der technischen Regeln, auch die Erfüllung der Anforderungen an die Qualifikation und die Organisation der technischen Bereiche der Gasversorgung (DVGW-Arbeitsblatt G 1000). Das darüber hinaus vom DVGW entwickelte Technische Sicherheitsmanagement (TSM) ist nach Auffassung der Energieaufsichtsbehörde ein wichtiges Instrument, um mögliche Defizite in der Organisation des Unternehmens zu erkennen und zu beheben. Aus diesem Grund wird das TSM von der Energieaufsicht vorbehaltlos unterstützt.

TSM-geprüfte Unternehmen in Mitteldeutschland Stand 31. März 2017

Das TSM bietet den Unternehmen nicht nur eine kompetente Hilfe, um das im DVGW-Arbeitsblatt G 1000 geforderte Qualitätsniveau auf die Verhältnisse des einzelnen Unternehmens zu übertragen, sondern auch eine einfache und praxisorientierte Möglichkeit die Einhaltung der fachlichen Anforderungen mit einem „Zeugnis“ (Bestätigung zum geprüften Technischen Sicherheitsmanagement) nach außen darstellen zu können. Ein weiterer für die Unternehmen wichtiger Aspekt einer erfolgreichen TSM-Prüfung ist die Minderung der Haftungsrisiken (Organisationsverschulden).

Das TSM ist daher nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Legitimation einer zurückhaltenden sicherheitstechnischen Energieaufsicht, sondern dient auch dem Erhalt des Prinzips der sicherheitstechnischen Eigenverantwortung in der Gaswirtschaft. Die Energieaufsichtsbehörde geht davon aus, dass es im Interesse der Unternehmen liegt, diese Praxis auch künftig beizubehalten. Dies setzt jedoch voraus, dass nicht nur ein Teil der betroffenen Unternehmen eine Prüfung nach dem TSM durchführt, sondern alle Unternehmen die Vorteile einer TSM-Prüfung erkennen und damit zugleich demonstrieren, dass sowohl der Erhalt der sicherheitstechnischen Eigenverantwortung als auch eine sichere Gasversorgung weiterhin oberste Priorität haben.

Text: Hartmut Gorski, Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Ansprechpartner
für fachliche Fragen zum Technischen Sicherheitsmanagement (TSM) im Bereich der Landesgruppe Mitteldeutschland
Gas
Thomas Leipner
Landesgruppe Mitteldeutschland

Telefon0351 211101-18
Wasser
Peter von Fircks
Landesgruppe Mitteldeutschland

Telefon0351 211101-16

Liste der Unternehmen mit gültiger TSM-Bestätigung

Die in dieser Liste geführten Unternehmen sind geprüft und bestätigt nach:

PrüfgrundlageSpartenkürzelPrüfungsart
DVGW G 1000GTSM Gas
DVGW G 1010ITSM Industrie
DVGW W 1000WTSM Wasser
VDE-AR-N 4001STSM Strom
DWA-M 1000ATSM Abwasser

Die Prüfungen werden als Kooperation der DVGW Service & Consult GmbH mit dem DVGW e.V. für die Sparten "Gas", "Wasser" und "Industriegas" und mit dem VDE FNN für die Sparte "Strom" durchgeführt. 

Unternehmen mit gültiger TSM-Bestätigung

Liste der Unternehmen mit TSM-Bestätigung im Bereich der Landesgruppe Mitteldeutschland


Stand: 26.05.2018 - LG: Mitteldeutschland

Unternehmen

Ort

Sparte(n)

Betriebsgesellschaft Wasser und Abwasser mbH

Sömmerda

W

DREWAG NETZ GmbH

Dresden

GSW

EGR Energiegesellschaft Riesa GmbH

Riesa

GS

Energie- und Wasserversorgung Altenburg GmbH

Altenburg

GW

Energie- und Wasserwerke Bautzen GmbH

Bautzen

GSW

Energieversorgung Greiz GmbH

Greiz

GS

Energieversorgung Halle Netz GmbH

Halle

GS

Energieversorgung Inselsberg GmbH

Waltershausen

G

Energieversorgung Inselsberg GmbH

Waltershausen

S

Energieversorgung Marienberg GmbH

Marienberg

G

Energiewerke Zeulenroda GmbH

Zeulenroda-Triebes

G

ENSO NETZ GmbH

Dresden

GSW

ENWG Energienetze Weimar GmbH & Co. KG

Weimar

GS

Erdgas Mittelsachsen GmbH

Staßfurt-Brumby

G

EVIP GmbH

Bitterfeld

G

EW Eichsfeldgas GmbH

Leinefelde-Worbis

G

Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH

Torgau

W

Fernwasserversorgung Südthüringen

Schleusegrund

W

Freiberger Erdgas GmbH

Freiberg

G

Gasversorgung Dessau GmbH

Dessau-Roßlau

G

Gasversorgung Görlitz GmbH

Görlitz

G

GEN Greizer Energienetze GmbH

Greiz

GS

Halberstadtwerke GmbH

Halberstadt

GSW

Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH

Halle/Saale

W

inetz GmbH

Chemnitz

GSW

Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH

Leipzig

W

Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas HD mbH

Kabelsketal

G

Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH

Kabelsketal

G

Netz Leipzig GmbH

Leipzig

G

NETZE Bad Langensalza GmbH

Bad Langensalza

GS

Netzgesellschaft Bitterfeld-Wolfen mbH

Bitterfeld-Wolfen

GSW

Ohra Energie GmbH

Hörsel OT Fröttstädt

G

ONTRAS Gastransport GmbH

Leipzig

G

REDINET Burgenland GmbH

Zeitz

GSW

Saalfelder Energienetze GmbH

Saalfeld

GS

Stadtwerke Altmärkische Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke GmbH Stendal

Stendal

GSW

Stadtwerke Aue GmbH

Aue/Sachsen

G

Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen GmbH

Bitterfeld-Wolfen

W

Stadtwerke Burg Energienetze GmbH

Burg

GS

Stadtwerke Delitzsch GmbH

Delitzsch

G

Stadtwerke Elbtal GmbH

Radebeul

GS

Stadtwerke Energie Jena-PÔÇØ+íneck GmbH

Jena

GSW

Stadtwerke Erdgas Plauen GmbH

Plauen

G

Stadtwerke Glauchau Dienstleistungsgesellschaft mbH

Glauchau

GS

Stadtwerke Görlitz AG

Görlitz

GSW

Stadtwerke Haldensleben GmbH

Haldensleben

GSW

Stadtwerke Ilmenau GmbH

Ilmenau

GS

Stadtwerke Jena Netze GmbH

Jena

GSW

Stadtwerke Jena Netze GmbH

Jena

GSW

Stadtwerke Jena Netze GmbH

Jena

B

Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg GmbH

Lutherstadt Wittenberg

GSW

Stadtwerke Meerane GmbH

Meerane

G

Stadtwerke Reichenbach/Vogtland GmbH

Reichenbach

GS

Stadtwerke Riesa GmbH

Riesa

GS

Stadtwerke Schkeuditz GmbH

Schkeuditz

GS

Stadtwerke Schneeberg GmbH

Schneeberg

G

Stadtwerke Schneeberg GmbH

Schneeberg

S

Stadtwerke Torgau GmbH

Torgau

G

Stadtwerke Torgau GmbH

Torgau

S

Stadtwerke Weißwasser GmbH

Weißwasser

GSW

Südsachsen Wasser GmbH

Chemnitz

W

Südwestsächsische Netz GmbH

Crimmitschau

G

SWE Netz GmbH

Erfurt

GS

TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG

Erfurt

GS

Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH

Magdeburg

W

Trinkwasserversorgung Saale-Unstrut GmbH

Freyburg

W

Trinkwasserzweckverband "Thüringer Becken"

Sömmerda

W

Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH

Hoyerswerda

GSW

Wasserversorgungszweckverband Weimar

Weimar

W

Wasserwerke Zwickau GmbH

Zwickau

W

Wasserzweckverband Mittlere Neiße-Schöps

Weißwasser

W

Wasserzweckverband Freiberg

Freiberg

W

Werraenergie GmbH

Bad Salzungen

G

Zweckverband Wasser und Abwasser Suhl "Mittlerer Rennsteig"

Zella-Mehlis

W

Zweckverband Wasserversorgung Pirna/Sebnitz

Heidenau

W

Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Ostharz

Quedlinburg

W

Zwickauer Energieversorgung GmbH

Zwickau

GS