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Frau mit Versuchsapparatur

Forschungsprojekte Trinkwasserverteilung

Fragestellungen auf dem Gebiet der Trinkwasserverteilung

Zustandsorientierte Spülung und problemspezifische Auswahl von Spülverfahren:

Die Entfernung durch Eintrag oder Korrosion gebildeter Ablagerungen aus Trinkwasserleitungen ist eine wesentliche Voraussetzung zur Verhinderung von Braunwasser und mikrobiellen Gütebeeinträchtigungen. Das vom TZW entwickelte Konzept der zustandsorientierten Netzspülung basiert darauf, dass die Spülung einzelner Netzbereiche dann durchgeführt wird, wenn die Ablagerungsbildung ein kritisches Potenzial erreicht. Das TZW bietet den Wasserversorgungsunternehmen seine Unterstützung bei Umsetzung des Konzeptes an. Dies beinhaltet die Entwicklung von Spülplänen, die Durchführung, Auswertung und technische wissenschaftliche Bewertung der Spülung, die individuelle Ermittlung der Spülintervalle mit Festlegung von Spülbezirken sowie die Auswahl von Spülverfahren.

Identifikation von mikrobiologischen Eintragsquellen in das Verteilungsnetz:

Hierzu steht ein praxistaugliches System zur einfachen Vor-Ort-Anreicherung von coliformen Bakterien und Enterokokken mit anschließender Quantifizierung und Identifizierung zur Verfügung. Die Bestimmungsgrenze wird gegenüber der Routineuntersuchung um den Faktor 1000 abgesenkt.

Erarbeitung von Verbrauchsprognosen als Grundlage für die Optimierung des Netzbetriebes und des Energieeinsatzes, incl. Aufnahme hochauflösender Verbrauchsprofile:

Grundlage für einen energieeffizienten Netzbetrieb sind kurz- und langfristige Verbrauchsprognosen. Für die Vorhersage des kurzfristigen Wasserverbrauchs steht ein Prognose-Tool zur Verfügung, das auf Basis bestimmter Kennwerte das Wasserverbrauchsprofil für den Folgetag auf Stundenbasis abbilden kann. Auf der Grundlage der Aufnahme hochauflösender Verbrauchsprofile sind Aussagen zur langfristigen Entwicklung des Wasserverbrauchs möglich.

Vorbereitung von Netzumstellung bei Veränderung der Trinkwasserbeschaffenheit, Optimierung des Einsatzes von Korrosionsinhibitoren:

Veränderungen der Trinkwasserbeschaffenheit können sich sowohl auf das Korrosionsverhalten metallischer Werkstoffe als auch auf im Leitungsnetz vorhandene Ablagerungen auswirken. Eine umfassende Bewertung der Ausgangssituation u.a. durch Einsatz von Online-Trübungsmessungen ist die Voraussetzung für die Auswahl geeigneter Maßnahmen, um mögliche negative Auswirkungen zu verhindern und bei einem ggf. erforderlichen Inhibitoreinsatz die Wirkung oder den Effekt einer Veränderung der Wasserbeschaffenheit zu beurteilen.

Güteüberwachung durch Einsatz von Prozessmesstechnik:

Im Hinblick auf Fragen zur Wassergüte wird in der Außenstelle der Einsatz der Online-Messtechnik im Wasserverteilungsnetz bearbeitet. Neben der Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Messtechnik und Standorte bietet das TZW auch Konzepte für die Datenauswertung und das Datenmanagement.

Ansprechpartner
Dr. Andreas Korth
TZW Dresden

Telefon+49 351 85211-54
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