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26. Oktober 2021

Energieversorgung muss CO2-neutral, Wasserversorgung resilienter werden

Statements der DVGW-Vorstände anlässlich der UN Climate Change Conference (COP 26) in Glasgow
Logo; © COP 26

Die Begrenzung der Folgen des Klimawandels ist gegenwärtig eine zentrale Herausforderung für die weltweite Staatengemeinschaft. Seine bereits heute spürbaren Auswirkungen werden weiter zunehmen, wenn die Erderwärmung nicht auf 1,5 Grad Celsius begrenzt wird. Die Energieversorgung muss daher rasch CO2-neutral werden.

Gleichzeitig muss die Resilienz kritischer Infrastrukturen, wie die der Wasserversorgung, gegen die bereits heute bestehenden Klimawandelfolgen erhöht werden. Welche weiteren konkreten Maßnahmen erforderlich sind, um die Ziele des Pariser Klima-Abkommens zu erreichen, sind wesentliche Themen bei der 26. UN-Klimakonferenz “Glasgow Climate Change Conference”, die am kommenden Sonntag beginnt.


DVGW-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Gerald Linke sagt aus diesem Anlass:

„Vor allem in der Verantwortung für künftige Generationen muss es uns jetzt gelingen, dem Klimawandel entschieden entgegenzutreten. Die Energiebranche wirkt hier entscheidend mit und übernimmt Verantwortung, indem sie den Übergang zur Klimaneutralität zügig vollzieht. Der Ausbau erneuerbarer Energien spielt hierbei eine zentrale Rolle. Für eine sichere Energieversorgung und um das 1,5 Grad Ziel des Pariser Klima-Abkommens rechtzeitig zu erreichen, müssen dabei aber vor allem auch klimaneutrale Gase wie Wasserstoff im großen Umfang zum Einsatz kommen. Hierfür braucht es die zügige Entwicklung eines globalen Wasserstoffmarktes. Die technischen Voraussetzungen für eine breite Nutzung sind längst vorhanden. Jetzt muss die Politik die Weichen stellen. Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie allen klimaneutralen Wasserstoffarten einen wirtschaftlichen Markteintritt ermöglicht, indem sie zum Beispiel, ähnlich wie beim erneuerbaren Strom, ein konkretes Ziel oder eine Quote für klimaneutrale Gase definiert.”

DVGW-Vorstand Wasser Dr. Wolf Merkel weist darauf hin, dass sich der Klimawandel hierzulande bereits spürbar auf den Wasserkreislauf auswirke.

„Die vergangenen Dürrejahre und die Flutkatastrophe im Juli 2021 haben das eindrücklich gezeigt. Anpassungsmaßnahmen an die Folgen des Klimawandels sind deshalb elementar für eine nachhaltig gesicherte Wasserversorgung, auch wenn bislang kaum Versorgungsengpässe zu verzeichnen waren. Für eine weiterhin hohe Versorgungssicherheit müssen wir Wasserressourcen schützen, ausreichende Mengen an qualitativ hochwertigem Trinkwasser durch nachhaltige Bewirtschaftung sowie die zukunftsfeste Ausrichtung der Wasserinfrastruktur garantieren und den Trinkwasservorrang vor allen anderen Nutzungen sicherstellen. Wir appellieren an die Politik, gemeinsam mit der Branche die Grundlagen für die Zukunft des Wassers zu legen.”

 

Der DVGW unterstützt die internationalen Anstrengungen gegen den globalen Klimawandel und dessen Folgen insbesondere durch umfangreiche Forschungsprogramme zu Wasserstoff und zur zukünftigen Wasserversorgung. Die Forschungsprogramme des DVGW treiben Innovationen im Gas- und Wasserfach voran und unterstützen den Übergang zu einer klimaneutralen und resilienten Energie- und Wasserversorgung.

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